Na, macht ihr auch jeden Tag eure Türchen auf? (Mist, gerade jetzt, wo ich dieses schreibe, gibt mein Elch-Geweih den Geist auf und eine Seite baumelt nach unten!) Ja, es weihnachtet, auch wenn auf der Wiese immer noch oder schon wieder viele Veilchen blühen. Die Illumination ist installiert, gleich nach dem Aufstehen sind die Adventskalender dran und 1700 ist Glüh-time! Noch 10 Schultage!
Die Sechstklässler arbeiten an ihrer Lügengeschichte und schreiben emsig.“Wie wird denn Chihuahua geschrieben?“ – „Oh, da bin ich mir nicht sicher. Aber du sitzt ja vor dem Bücherregal, schau doch mal nach!“ Tom langt hinter sich, greift zielsicher neben die Duden und hält ein Micky-Maus-Heft in der Hand. Wir lachen. Mit rotem Kopf sucht er jetzt im Duden, ich helfe ihm dabei. Wir finden den Chihuahua nicht. Tom schlägt den Duden zu und verkündet: „Dann nehme ich eben einen Mops!“
Wir sind uns kurz vor Ende der Stunde wieder mal nicht sicher, ob wir die Stühle hochstellen oder nicht. „Patrice, schau doch mal bitte nach, ob wir die Letzten sind oder noch eine Klasse kommt!“ Alle wissen, dass außen an den Türen die Belegungspläne der Klassenräume hängen. Patrice macht die Tür auf, schaut nach links, schaut nach rechts, noch einmal nach links, macht die Tür wieder zu und teilt uns mit: „Wir sind die Letzten, es steht keiner vor der Tür!“
Wir sitzen nun schon 55 Minuten in diesem Transporter und stehen immer noch an derselben Stelle. Auf dem Parkplatz direkt vor Ikea. Die frisch erworbenen Möbel liegen feinsäuberlich kartoniert und geschichtet im Laderaum, überlang und deshalb familienautoungeeignet. Die einzige Anzeige, die etwas anzeigt, zeigt uns an: Wegfahrsperre aktiviert. Ich studiere das Handbuch, suche nach Hinweisen, vergeblich. Ich weiß aber jetzt, wie ich meinen Sitz einstellen, den Radiosender wechseln und den Bordcomputer bedienen könnte. Der Familienoberhäuptling hängt schon seit einer Stunde in der Warteschleife und hört Musik, bis der nächste Mitarbeiter für ihn bereit ist. Zwischendurch war jeder von uns mal auf dem Klo Weiterlesen →
Nun ist es ja endlich kalt geworden, die frühlingshaften Gefühle weichen den dicken Jacken, Schals und Mützen. Nur morgens ist es lästig, noch früher aus dem Haus zu müssen, da das Auto entschneet und enteist werden muss und manche Straßen nur im Winterschneckentempo befahrbar sind. Das Gute: Glühweinsaison! Plätzchenzeit! Motivation, weihnachtzubasteln! 5 Adventskalender sind fertig, unterwegs zu den Kindern und bei der Tauschverteilerin, sogar imLehrerzimmer und nur der unsrige muss noch beedet und aufgehangen werden. Der erste Kranz, in inspirierender Damenrunde gewunden und die Fenster sind auch schon geputzt und erwarten die Deko, immer noch in bodenlichen Kisten, aber schon vom Familienoberhäuptling angefordert. Projekt für die nächste Woche: Dekoverteilung und Kartenproduktion. Nicht kleckern, klotzen! Aber erst mal noch ein Glühwein…
Dieses Mal wollte ich es bessermachen und gab den Schülern eine Woche vor der Arbeit die genauen Fragen und Aufgaben der Arbeit. Im Wortlaut. Mit Hinweisen, wo genau was zu lernen ist. Außerdem gab ich ihnen mehr Zeit als nötig wäre, viel mehr Zeit. Thema: Erster Weltkrieg Es ist wirklich erstaunlich, was die Schüler alles wissen, hier ein paar Beispiele:
Giftgasgranaten sollten für bessere Niederschläge sorgen
die Front war ein sehr unschöner Ort
die Pickelhaube diente als Blitzableiter
Gasgranaten wurden meist auf Flächenflachen ausgeführt
1 Hecktar wurde mit 5 Tonnen Stahl bekämpft
135ooo Eisenbahnwaggons wurden zu Munition verarbeitet
Zylinder lag an Zylinder (Granattrichter?)
Stellungskrieg; Soldaten stellten sich dem Krieg und wollten in die Schlacht ziehen
Man schützte sich mit Mienen und Stachelzeunen.
Materialschlacht: Alle Bäume und Wiese wurden verbombt bzw. Ausgelöscht
anfangs noch lustig, später nur blöt
Natzeret (Lazarett?)
Stellungsgrieg: Alle gingen an die Front und warteten, bis die Gegner anfingen anzugehen.
Die Truppen zogen von Schützengraben zu Schützengraben.
Es gab mehrere Kriegsarten.
Es gab viele Punkte.
eigentlicher Aggressator
Skalpell am Gewähr
Spitzpickel, Spitzhaube, Spitzmütze
sie leideten an Hunger
krauenvoll, sie krabten sich
protale Griegsrealitat
Es war der Hohrohr. Das lasse ich als passendes Schlusswort gelten.
Kraniche wollten wir sehen. Die sind aber alle schon unterwegs, einige wenige suchen sich auf den Feldern an der Autobahn Stärkung,sahen wir auf der Weiterfahrt. Doch wenn wir schon mal hier sind, um diese Jahreszeit, gehen wir auch ans Wasser. Wasser ist noch da, nur kommen wir da nicht ran. An diesem Steg fahren wir im Frühsommer mit unserer Maxi los, jetzt sieht man, dass es hier wirklich ganz schön flach ist. Es ist zu hoffen, dass der Winter den Wasserpflanzen, die in die Höhe schießen und den Stausee zuwachsen den Garaus macht. Seltsamerweise liegt der Schwimmsteg noch da, auf dem Trockenen, Wind, Wetter, Sonne, Schnee, Regen, Eis ausgesetzt. Wird er davon besser? Wer hat eigentlich den Stöpsel gezogen? Und was sind das für seltsame Spuren im Schlick?
Die Episoden aus Cast Away, in denen Wilson die zweite Hauptrolle spielt, brauche ich wohl nicht zu verlinken. Wir haben alle die herzzerreißende Szene vor Augen, in denen Cuck Noland dieselbigen vor Erschöpfung mal kurz schließt und sich Wilson aus dem Staub macht. Beziehungsweise von den Wellen davongetragen wird, die ja angeblich nichts transportieren. Was geschah aber nun eigentlich mit Wilson? Im Film müssen wir ja Tom Hanks hinterherschauen, Wilsons Rolle wurde für den Rest des Epos aus dem Drehbuch gestrichen. Zuerst einmal: Wilsons wahre Identität kam jetzt, nach so vielen Jahren, endlich ans Licht:
Wilson?!
Auch wurde endlich bekannt, wohin Wilson untergetaucht und wo er wieder aufgetaucht ist:
Wer hat Wilson zuletzt gesehen? Wohin ist er diesmal entkommen? Sachdienliche Hinweise nimmt jeder Sportverein entgegen.