Wir schauten uns einige Kunstwerke von Piet Mondrian an, die Schüler:innen versuchten, etwas darüber zu sagen, doch es viel ihnen schwer. Vielleicht liegt es ja daran, dass sie diesem Jahr und erst recht in den vergangenen Schuljahren nie wirklich Kunstunterricht hatten. Nun sollen sie auf dem Zeugnis (zum ersten Mal) eine Note für Kunsterziehung bekommen. Für etwa 10 Stunden. Problematisch. Was tun? Grundfarben waren klar, über Flächen und Linien und ausgewogene Verteilung waren wir uns einig. Nun aber ran! Und die Schüler:innen haben das so toll gemacht! Einige gestalteten noch ein Blatt mit eigenen Flächen. Wunderbar!
Den vierten Tag sitze ich lesend, mit dem Rotstift in der Hand, an meinem Schreibtisch. Jeden Aufsatz habe ich mindestens vier Mal gelesen, nun noch Zweit- und Drittmeinung abgleichen und abschließend bewerten. Das Worturteil schreiben. Viel Schönes dabei, viel Schöngemeintes und viel Verwunderliches. Ich sammle hier ein paar Sätze aus den Tagebucheinträgen zusammen, sie sind aus dem Zusammenhang gerissen und leicht verfremdet.
„Meine Hand nahm den Hörer in die Hand. Da klingelte das Telefon.“
„Vor lauter Scharm habe ich den Brief zu Hause verbrannt.“
„Ich wollte so gut aussehen, wie es nur ging, aber irgendwie lagen schon den ganzen Tag meine Haare nicht so, wie ich es gern gehabt hätte.“
„Wir schwiegen. Irgendetwas musste ich machen, denn so habe ich mir unser Treffen nicht vorgestellt. Also fragte ich, ob wir unsere Hausaufgaben machen möchten. Di Stimmung wurde ganz schnell besser.“
„Das Schlimmste kommt noch, und zwar habe ich gestern das Moped meines Freundes repariert.“
„Beim letzten Abschnitt, den ich mir im Kopf zusammengereimt hatte, klingelte das Telefon. Mit ängstlicher Stimme ertönte eine Frage.“
Wir hatten uns Nudeln und Tomatensoße gemacht. Wir hatten dabei viel Spaß. Dennoch machten wir einen ruhigen Spaziergang. Dieser ruhige Spaziergang hat mich komisch fühlen lassen.“
Die Nummer war unbekannt und auf der anderen Seite war komplette Stille. Jetzt weiß ich endlich, dass sie es war und nicht so ein komischer alter Mann.“
Es ist ein wahres Vergnügen, die „Känguru-Rebellion“ von Marc-Uwe Kling zu lesen. „Von den Zuständen kriegt man ja Zustände.“ steht auf dem Klappentext und das Känguru fragt: „Rebellierst du mit?“ Na klar, sehr gerne!
Da es nicht peinlicheres gibt, als „alte! Menschen, die Jugendsprache verwenden, werden flugs ein paar Begriffe entworfen. Die Jugendsprache von morgen. So gut!
Södern: Bullshit reden und sich selbst widersprechen
wenn jemand so viel södert, dass man den Faden verliert, dann hat man dich in ein Laberrinth gesperrt
du tiktokst: du schweifst ab
du erdnussbutterst: du solltest mal duschen, du klebst schon
Lochkartenprofi :jemand glaubt, seine Ideen von gestern taugen noch
Müsli: jemand, der sich wenigstens Mühe gibt
Klimakrise: ist alles, von dem man weiß, dass es böse enden wird, wenn man sich nicht drum kümmert („Der Lateintest ist voll Klimakrise“
Malz – News, Malz – Experte : nicht echt
AFD -Wähler: Ausdruck für jemanden, der nicht merkt, dass er verarscht wird
wagenknechten: entweder ein Auto hochtourig in einem niedrigen Gang heulen lassen oder dass man überall seinen Namen draufschreibt, weil man sich so geil findet
Facebook -Nutzer: mittelalter Mensch, dessen Vorhaben nach hinten losgeht (macht Brexit)
1. Pfingsten bedeutet für mich dieses Jahr am Schreibtisch zu sitzen. .
2. Alles runterschlucken nur um der Harmonie willen?
3. In der Relation gesehen arbeiten andere mehr und wieder andere weniger.
4. Sich nicht mehr aufzuregen, ist das die Lösung?
5. Alles ist aus zeitlichem Abstand erträglicher .
6. Das Leben möglichst oft genießen, genau darum geht es.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein spätes Feierabendbier, morgen habe ich geplant, möglichst viele Aufsätze zu korrigieren und Sonntag möchte ich auch viele Aufsätze schaffen !
Das Aufsatzthema lautet „Wenn ich Chef einer großen Firma wäre“. Alle Schüler schreiben wie wild, nur Fritzchen lehnt sich auf seinem Stuhl zurück, verschränkt die Arme hinter dem Kopf und legt die Füße auf den Tisch. Der Lehrer fragt: „Fritzchen, willst du nicht langsam mal anfangen?“ Da antwortet Fritzchen: „Sehen Sie es denn nicht? Ich warte auf meine Sekretärin!“
Fragt der eine Gefängnisinsasse den anderen: „Wie bist du eigentlich hier gelandet?“ „Tja“, meint der andere, „jahrelang ging alles gut. Bis zu dem Tag, an dem mein Sohn in der Schule einen Aufsatz über den Beruf seines Vaters schreiben sollte…“
Fritzchen soll für den Deutschunterricht einen Aufsatz mit 50 Wörtern schreiben. Er setzt sich hin und schreibt: „Frau Maier geht in den Garten und ruft: ‚Komm Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez, Miez!'“
Aufsatzthema in Deutsch: Der Weltspartag. Fritzchen schreibt: „Über den Weltspartag gebe es viel zu schreiben. Am besten ist jedoch, man spart sich Tinte und Papier.“
Na, Fritzchen“, fragt die Lehrerin, „wie waren deine Ferien?“ „Prima“, meint Fritzchen, „aber leider zu kurz für einen Aufsatz!“
Lehrerin: „Fritzchen, du hast den selben Aufsatz über deinen Hund geschrieben wie dein Bruder! Fritzchen: „Es ist aber auch der selbe Hund.“
Nein, ich meine nicht die Knotenschnüre der Inkas, mit denen sie Informationen und Zählungen und sicher noch mehr speicherten und überlieferten.
Ich meine diese „Stäbe“! Mein Rechenschieber war aus einem mir unbekannten Material (Plaste?), sehr haltbar und ein großes Rätsel. Im Unterricht lernten wir damit umzugehen und mussten allerhand Rechnungen durchführen. Bis auf viele Stellen nach dem Komma! Ich muss es wohl ab und zu richtig gemacht haben, jedenfalls wollten alle von mir abschreiben. Ich weiß noch, dass es wichtig war, so zu tun, als wüsste man, wie man den mittleren Stab und auch das durchsichtige Teil umherschiebt und an der richtigen Stelle ablesen musste. Hatten wir denn keine Taschenrechner?
Da fällt mir ein, im „Russenmagazin“ wurde sogar mit so einer Art Abakus gerechnet!
Hat jemand von euch Erinnerungen an den Rechenschieber?
Das erste lange Wochenende waren wir ja in der Lausitz und entdeckten unbekannte Weiten. Nun, zum langen Himmelfahrtswochenende, an dem wir normalerweise zelten und paddeln, aber von den eisheiligen Temperaturen zurückschreckten, fuhren wir in die andere Richtung und landeten nach 2 Stunden in Holte – Stukenbrock! Über eine Website nahmen wir ein Hotelangebot an – und waren begeistert. Wir machten interessante Ausflüge, schlemmten und speisten hervorragend und waren jeden frühen Abend in den Saunen. Zur eigenen Erinnerung:
Paderborn hat einen Dom, ein Hasenfenster, mehrere Paderquellen und die schnellfließende Pader ist nur 4 km lang.
Die Ems ist 370km länger, auf ihr fahren riesige Schiffe von der Werft zur Nordsee, doch die Quelle ist ein Rinnsal und kann von einem Holzweg aus bewundert werden.
40 km Radfahren in flacher Landschaft ist fast nicht anstrengend.
Die Senne- Pferde konnten wir nicht entdecken, sie waren auf der anderen Seite des riesigen Areals.
Am Hermannsdenkmal lösten wir Rätselfragen und schauten uns den Teutoburger Wald an.
An den Externsteinen waren viel zu viele Menschen, schon einen km weiter waren wir in einem verzauberten Wald fast alleine.
Stalag Senne war das größte Kriegsgefangenenlager für sowjetische Soldaten auf deutschem Boden, der Friedhof und die Gedenksteine werden gut gepflegt und von den Nachkommen aufgesucht. So viele Namen!
In Detmold gingen wir hin und her, es wird viel gebaut.
Zwei Schlösser wollten wir besichtigen. Das eine war eine Schule, das Bierfest rund um das Schloss war sehr gut besucht, fehlender Durst war unser Hindernis. Schloss Neuhaus heißt die ganze Ortschaft. Das andere Schloss war gar privat und somit für Besucher nicht betretbar. Schloß Holte hieß die ganze Ortschaft.
Das weltgrößte Computermuseum allein war die Reise wert!
Die Abendessen im Hotel Westhoff waren eine kulinarische Entdeckung!