Unsere Schule ist 60 geworden! Das haben wir natürlich gefeiert, mit einer ganzen Festwoche (Wird wohl die letzte gewesen sein, denn unsere Schule soll alsbald dicht gemacht werden, nach dem Willen derer, die in den Ämtern sitzen.) Jetzt dieses und Jenes der Woche:
- In der großen Dorfhalle gab es ein Theaterstück, es ging um das Attentat vom 20. Juni 1944. Der Mann spielte Szenen als Stauffenberg, die Frau erklärte wunderbar. Die Schüler waren aufmerksam, verstanden aber nicht alles. Original Tonaufnahmen wurden immer mal eingespielt, dieses hat mich beeindruckt.
- Die jüngeren Klassen sahen ein anderes Stück, die Lehrer waren entsetzt, dass im Stück ein „Vermummter“ auf die Schüler zielte und „schoss“. Geht gar nicht.
- Im „Unterricht“ nach dem Stück sprachen wir darüber und es wurde sich schülerseitig amüsiert. Und es gab ein Europa -Quiz.
- Am nächsten Tag gab es nach Belehrung und Europa- „Unterricht“ eine große Feueralarm – Übung beider Schulen. Vier Feuerwehren, zwei Polizeiwagen, drei Rettungswagen und die Einsatzfahrzeuge, die nicht auf den Schulhof passten, standen auf der Straße. Die „Rettung“ diverser Schüler von Feuerwehrleuten unter Vollschutz beeindruckten nur die jüngeren Klassen. Die zwei Stunden nach der Alarmübung waren nicht sehr sinnvoll.
- Der Tag auf der ega in Erfurt war für viele interessant und aufregend. Nur drei Gruppen waren von ihren Workshops „begeistert“.
- Der Ohne-Mühlen-Lauf musste nach dem ersten Start abgebrochen werden, da es durch den Regen zu gefährlich wurde, über das nasse Gras zu laufen. Also ging es durchs ganze Dorf wieder ins Schulhaus, noch einige Zeit dieses und jenes mit den Schülern zu versuchen. Auch hier war meine „Vertretungsklasse“ größtenteils nicht bereit (oder fähig) sich auf etwas einzulassen, wie zum Beispiel Unterricht.
- Höhepunkt war der Tag der offenen Tür. Großes Aufgebot der örtliche Prominenz (Schulamt glänzte durch Abwesenheit) und großes Aufgebot an Mitmachangeboten und Stationen der Vereine und von uns Lehrern. Bis spät abends (22 Uhr) waren wirklich sehr viele Menschen auf dem Schulhof und im Schulhaus. Die Männer am Bierwagen und Grill packten beim Wegräumen mit an, dann verlagerte sich alles an die Cocktailbar im Innenhof. Nach den 12 Stunden in der Schule zeigte mein Schrittzähler 12,9 km an!












