Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Möricke
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Möricke
Im Keller stehen noch einige Kisten, gefüllt mit Ausgemistetem der vergangenen Woche. Diese bringe ich, sobald ich mal früher Schluss habe, als Spende ins Sozialkaufhaus. Leider ist die Mülltonne voll, noch 2 Tage bis zur Leerung, die Papiertonne ist voll und die gelben Säcke sind fast alle. Es gestaltet sich also diese Woche etwas schwieriger, aber Kleinigkeiten sollten es mindestens sein!
Mo, 21.9 Wohnzimmer: kleine Gläser und Vasen in Sozialkaufhauskisten
Di, 22.9. Arbeitszimmer: Kleinigkeiten, Holz- CD Ständer als Handyaufbewahrung mit in Schule,
Mi, 23.9.
Do, 24.9.
Fr, 25.9.
Sa, 26.9.
Sehen wir es positiv: Es ist der letzte Montag diese Woche!
Im Magazin der Zeit las ich ein Interview mit dem Entwickler einer KI, Sam Altmann. Da die Schüler für alle ihre Vorträge, Ausarbeitungen und Hausaufgaben „Tschättschipiti“ mehr oder weniger gut nutzen, ist es auch immer wieder ein Thema im Unterricht. Das Vorlegen eines Textes, den eine KI „geschrieben“ hat, ist ja keine Leistung, jedenfalls keine, die zu einer guten Bewertung führt. Abgesehen von den ganzen Fragen, wohin das noch führen möge und den schon aufgetretenen Verselbständigungen der künstlichen Intelligenz möchte ich mir hier einige Zitate aus dem Interview aufbewahren:
1. Gute Nachrichten werden viel zu wenig gesendet .
2. Das Kellerregal ist definitiv nicht der richtige Platz für alte und ungenutzte Elektrogeräte .
3. Kürben ist ein mir unbekanntes Wort .
4. Mein Ablagesystem könnte besser sein.
5. Das Zimmer heißt bei uns nicht so, sondern Raum .
6. Ich dachte immer, Dahlien sind Herbstblumen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Bratwürste, morgen habe ich geplant, etwas Neues zu kaufen, da so viel weg musste und Sonntag möchte ich die ganzen Leistungskontrollen kontrolliert haben!
Endlich musste der gute Kunstlederkoffer, den ich schon in der 10. Klasse auf Reisen rumschleppte, dran glauben. Das heißt, zunächst der Inhalt: Hefter aus Schulzeiten und aus dem Studium, die ich aus einem nicht mehr nachvollziehbarem Grund lagerte, auf dem Boden . Er ist also im Laufe der Jahre 2 Mal mit umgezogen. Ich entschied nun, dass ich meinen Hefter Literaturdidaktik nicht mehr brauche. Ebenso wenig wie die Geschichtswissenschaft die Geschichte der KPDSU und die Literatur der DDR. Ein Koffer voll! Erst wollte ich aus nostalgischen Gründen ein wenig aufheben. Aber ich kann jetzt ja kaum ertragen, was ich als Studentin in tiefer DDR – Zeit aufgeschrieben habe! „Nie war der Frieden si bedroht wie heute“ scheint ein Leitspruch gewesen zu sein. (Heutige Leitsprüche: Nie waren die Spritpreise so hoch, nie war der Sommer heißer, nie das Mittelmeer wärmer, nie die Schüler dümmer…) Jedenfalls habe ich 1987 notiert: „antiimperialistische Volksrevolution für Frieden und demokratische Rätemacht!“ Novemberrevolution reichte wohl nicht. Oder was mit „antibolschewistische Liga“ gemeint war, füllte zwei handgeschriebene Seiten. Erstaunlich viele Blätter waren Mitschriften meiner Kommilitonen. Mitschriften funktionierten so: In der Vorlesung schrieb man normalerweise mit und man legte ein „Blaupapier“ unter und ein leere Blatt darunter und wie aus Zauberhand konnte man den Schwänzenden eine blaue (manchmal schwarze) Mitschrift reichen. Wenn man ordentlich aufdrückte, konnte man sogar zweimal pausen! Verrückt!
Na, jedenfalls habe ich alles in die Papiertonne geschmissen. Es ist so verwunderlich, dass ich das so viele Jahre behalten habe!
Da ich gleich zum Yoga gehe, bin ich schon voller Vorfreude, da sich sich Körper und Geist heute Abend gut fühlen werden (also mein Körper, mein Geist). Lustige Yogasprüche könnt ihr hier nachlesen, heute sollen mal die Fachleute und Gurus zu Wort kommen.
Ich lege nun mal einen Tag Pause ein. Doch das Ausmisten geht weiter, auch Kleinigkeiten zählen. Inzwischen ist auch Platz für etwas Neues, im Kleiderschrank, in der Schuhkommode, im Bücherregal. Oder lieber nicht? Es gibt noch einige „Baustellen“, doch muss ich mir vorher ein intelligenteres Ordnungssystem überlegen. Aber immer noch: Das muss weg!
So 13.9. Pause
Mo 14.9. Schublade Schlafzimmer: Schals, Strumpfhosen für Altkleidercontainer
Di 15.9. Schublade Schlafzimmer: Ketten, Armbänder, die ich nicht mehr trage in Müll
Mi 16.9. Schublade Küche: viele Dinge in den Müll, andere geordnet
Do 17.9. Kommode Keller: Mützen, Handschuhe, Krimskrams in Müll und für Container
Fr 18.9. Regal, Keller: alte Elektrogeräte und Krimskrams in Kiste für Sozialkaufhaus
Sa 19.9. Wohnzimmer, Küche: überzählige Gläser, Deko, alte Brettchen
Wie nennt man Menschen, die montags gute Laune haben?
Rentner!