Den vierten Tag sitze ich lesend, mit dem Rotstift in der Hand, an meinem Schreibtisch. Jeden Aufsatz habe ich mindestens vier Mal gelesen, nun noch Zweit- und Drittmeinung abgleichen und abschließend bewerten. Das Worturteil schreiben. Viel Schönes dabei, viel Schöngemeintes und viel Verwunderliches. Ich sammle hier ein paar Sätze aus den Tagebucheinträgen zusammen, sie sind aus dem Zusammenhang gerissen und leicht verfremdet.
- „Meine Hand nahm den Hörer in die Hand. Da klingelte das Telefon.“
- „Vor lauter Scharm habe ich den Brief zu Hause verbrannt.“
- „Ich wollte so gut aussehen, wie es nur ging, aber irgendwie lagen schon den ganzen Tag meine Haare nicht so, wie ich es gern gehabt hätte.“
- „Wir schwiegen. Irgendetwas musste ich machen, denn so habe ich mir unser Treffen nicht vorgestellt. Also fragte ich, ob wir unsere Hausaufgaben machen möchten. Di Stimmung wurde ganz schnell besser.“
- „Das Schlimmste kommt noch, und zwar habe ich gestern das Moped meines Freundes repariert.“
- „Beim letzten Abschnitt, den ich mir im Kopf zusammengereimt hatte, klingelte das Telefon. Mit ängstlicher Stimme ertönte eine Frage.“
- Wir hatten uns Nudeln und Tomatensoße gemacht. Wir hatten dabei viel Spaß. Dennoch machten wir einen ruhigen Spaziergang. Dieser ruhige Spaziergang hat mich komisch fühlen lassen.“
- Die Nummer war unbekannt und auf der anderen Seite war komplette Stille. Jetzt weiß ich endlich, dass sie es war und nicht so ein komischer alter Mann.“













