
Christian Morgenstern
Die beiden Esel
Ein finstrer Esel sprach einmal
zu seinem ehlichen Gemahl:
„Ich bin so dumm, du bist so dumm,
wir wollen sterben gehen, kumm!“
Doch wie es kommt so öfter eben:
Die beiden blieben fröhlich leben.

Christian Morgenstern
Die beiden Esel
Ein finstrer Esel sprach einmal
zu seinem ehlichen Gemahl:
„Ich bin so dumm, du bist so dumm,
wir wollen sterben gehen, kumm!“
Doch wie es kommt so öfter eben:
Die beiden blieben fröhlich leben.
In unserem letzten Beitrag über die verschiedensten menschlichen Körperteile behandelten wir den Kopf. Heute soll das Gegenstück im Mittelpunkt unserer Betrachtung stehen.
Der Sitz des Menschen ist es, was uns heute besonders interessiert. Sonderbar ist es, daß dieses Körperteil stets verschwiegen und hinten angesetzt wird. Sogar seinen ehrlichen Namen wagt man kaum auszusprechen, so daß man ihn auch den Unausgesprochenen nennt.
Trotzdem ist er dem Menschen sehr viel wert und teuer, daß man ihn auch den Allerwertesten nennt
Dieser Allerwerteste, den man ebensogut den großen Unbekannten nennen könnte, denn niemand kann sich rühmen, ihm jemals direkt ins Auge gesehen zu haben, ist der Gegenstand unseres heutigen Beitrages.
Er ist sehr empfindlicher Natur und über seine ständige Unterdrückung recht verstimmt. Er verfügt über seine eigene Sprache, von welcher weder ein Wörterbuch noch ein Lexikon existiert, so daß man die vielen Seufzer und sein Wehklagen nicht verstehen und verfolgen kann.
Er war schon bei Adam und Eva zugegen und hat den Sündenfall miterlebt und von dem verhängnisvollen Apfelbiß am nächsten Tag die unangenehmsten Folgen verspürt,
In der Jugend hat er noch allerhand Freiheiten und darf sich des Anblicks von Luft, Licht und Sonne sehr oft erfreuen. Aber mit fortscheitendem Alter wird ihm diese Freiheit immer mehr entzogen. So ist es kein Wunder, wenn er mit der Zeit blaß und vergrämt aussieht.
Trotzdem ist er doch von größter Wichtigkeit. Durch ihn wurde die Jugend erzogen, Könige sitzen auf dem Thron und Bettler auf der Schwelle. Er ist sehr intelligent, denn niemand kann behaupten, ihn jemals an der Nase herumgeführt zu haben.
Obwohl er sehr friedfertig ist, steht er in dem Ruf, oft Stänkerei anzufangen. Trotz der feinen Ausbildung seines Mundes ist er kein großer Redner. Auch als Sänger eignet er sich nur bedingt, weil er über einen zu kurzem Atem verfügt.
Dagegen kann man ihm ein musikalisches Talent nicht abstreiten. Er beherrscht die Tonarten von von Piano bis Fortissimo.
Er ist außerdem sehr klug und weise und hat fast alle Zeitungen und Zeitschriften abonniert. Auch Liebesbriefe werden ihm zur letzten Begutachtung vorgezeigt. Diese läßt er, mit einem Stempel versehen, in einen tiefen Abgrund versinken.
Es bleibt zu empfehlen, ihn in Zukunft besser zu behandeln, Sie werden dann einen dauerhaften Vorteol haben.
Dr. Knüller
Im Nachbarort gibt es ein Hexenhäuschen, dort kann man, sollte geöffnet sein, herrlich schlemmen. Neulich hat es geklappt, wir konnten nach einer kleinen Wanderung einkehren. Nicht nur wir machten es uns „oben“ gemütlich, auch diverse ältere Herrschaften hangelten sich die Treppe hoch. Es ging hoch her im Nebenraum. Unten in der Diele fanden wir mehrere Rollatoren, ordentlich aufgereiht, vor dem Haus noch motorisierte Omamobile. Warum habe ich davon nur kein Foto gemacht?






Das fühlt sich seltsam an, am Gründonnerstag in die Schule zu gehen, eigentlich lag dieser Tag in den vielen vergangenen Jahren immer in den Ferien. So beginnen die Ferien eben dieses Jahr – jetzt! Schultag geschafft, Vorprüfungen alle korrigiert, aufgeräumt, jetzt noch fertig packen und wieder auspacken, in den kleinen Handgepäckkoffer passt nur ganz wenig Kleidung, denn es muss so viel anderes mit.


Denn ich habe schnell noch ein paar Eier gefärbt, in Griechenland (und auch anderswo) ist der Brauch der gefärbten Ostereier nicht verbreitet. So bin ich vorbereitet und muss nicht auf dem Schiff mitten in der Nacht färben. Ging eigentlich ganz schnell, sicherheitshalber habe ich je zwei Färbepülverchen genommen, so sind die Farben schön intensiv. Jetzt gehe ich über die Wiese und such Kräutlein (Giersch, Löwenzahn, Brennnessel, Vogelmiere, Veilchen, Gänseblümchen, Pimpinelle…) und mache mir einen schönen Kräuterquark. Gründonnerstag!
Das habe ich nämlich auch in meinem kleinen Notizbüchlein gefunden, wie ich als Kind im Urlaub (mit meinen Eltern) am Balaton die Zeit verbrachte. Lang, lang ist es her.