Wenn ich heute auf Arbeit genervt bin, werde ich ein Lied singen.
Warum soll ich alleine genervt sein?!
Wenn ich heute auf Arbeit genervt bin, werde ich ein Lied singen.
Warum soll ich alleine genervt sein?!
Ach ja, die liebe Rechtschreibung. Es scheint, als nehme die Anzahl der Fehler proportional mit den Unterrichtsstunden zu. Je mehr Merksätze desto Wurscht:
Wenn die Kinder ihre eigenen Briefe allerdings vorlesen, hören sie sich ganz toll an. Dann kann ich ihnen richtig gute Noten geben. Erstaunlicherweise können sie aber nur das gut lesen, was sie selbst geschrieben haben. Sollen sie aus einem Buch vorlesen, geht das Gestammel los. Ach ja, die Fünfer!
Heute meine Lieblingsyogaübung:
Aufgehender Mittelfinger im Morgenrot
Wer sich nicht mehr so gut erinnert, was zu DDR-Zeiten normal war, und gleichzeitig abgezockt werden möchte, der sollte sonntags einen Ausflug zum Kyffhäuser machen. Hier 12 Tipps für gemischte Gefühle:
Etwas gelangweilt stützt sich der Gatte am Geländer ab und blickt sehnsüchtig aufs Meer hinaus, auf dem am späten Nachmittag die Sonne wunderbar glitzert. Immer noch ist das Ersatzteil für den Motor nicht da, wir wurden wieder vertröstet. Derweil begutachte ich die Kunstwerke, die im Park zwischen den Bäumen und auf der Wiese ausgestellt sind. Gestern war der Aufbau noch im vollen Gange, heute ist die Wiese voller Menschen im feinen Zwirn, die Damen mit Hut. Ich schleiche weiträumig um die Bar, um herauszukriegen, ob man angemeldet sein muss. Nicht erkennbar. Ich traue mich nicht, zu fragen (ich vertraue meinen Englisch-Sprachkenntnissen nicht so richtig) und schlendere von Kunstwerk zu Kunstwerk. Da kommt eine Dame strahlend auf mich zu: „Oh, Isabell, my dear, come with me!“ und drückt mir ein Glas Sekt in die Hand. Verdutzt nehme ich zur Kenntnis, dass der Skipper inzwischen mit den Künstlerinnen parliert und sie jetzt mit uns über Kunst reden wollen. Gut, nach dem zweiten Glas verstehe ich ein wenig mehr, und als der Gouverneur der Insel die Ausstellung offiziell eröffnet, kann ich seiner Rede folgen. Mein Blick schweift über den Park direkt am Meer, auf dieses hinaus, den Segeln und auch Schwimmern in der Bucht hinterher, zum Kastell und wieder zu meinem Glas.Wir werden zu einem Essen am Wochenende in den Yachtclub eingeladen, lehnen aber dankend ab, da wir da schon weiter gesegelt sein wollten. Das war voreilig. Doch wir verabschieden uns jetzt von den Künstlern und schwanken lieber wieder nach Hause aufs Schiff, der Sekt knallt sozusagen voll rein. Wir verbringen den Abend entspannt auf unserem Schiff. Tag gerettet.
Diesen Spruch werde ich mindestens drei Mal brauchen, nach der mündliche LK:
„Wisch mal deinen Mund ab!“ – „Warum?“
„Da hängen noch Reste von dem Müll, den du gerade erzählt hast!“
Die Siebener legten großen Eifer an den Tag und schnitten aus diversen Zeitschriften Unmengen Körperteile. Diese wieder zu einem Menschen zu fügen, war die Aufgabe. Kein Idealmensch sollte es sein, sondern eine ver-rückte Type. Das Schneiden, Legen und Kleben stellte keine große Herausforderungen mehr dar, jedenfalls für die meisten. Die fertigen Typen durften an die Tafel magnetet werden, bald kam eine tolle Galerie zusammen. Der obligatorische Nackedei und ein unfertiger Typ, für den in keiner Zeitschrift passende Teile waren, waren natürlich auch dabei.Aufgeregt zeigten sich die Schüler besondere Ver-rücktheiten, die übrig gebliebenen Teile sammelten wir in einer Mappe, sie wollten „nochmal“. Auch die nachfolgenden Klassen waren kaum von der Tafel wegzukriegen, besonders die Fünfer. Kunst kann also Spaß machen, in der Schule.
Kurzentschlossen fuhren wir nach Netzkater, stellten das Auto ab und sputeten uns, die Bahn zu erreichen. Zwei Stationen fuhren wir, außen auf der Plattform, mit der Harzquerbahn bis nach Sophienhof. (4 Euro pro Person) Dabei hatten wir viel Spaß, es ging immer bergan, klar, und wir standen in mächtig viel Dampf. Oder besser: Ruß. Die Dampflok schnaufte, die Wagen ratterten auf den Schienen und wir erzählten uns Kindheitserinnerungen ans Dampflokfahren. Mitten im Wald stiegen wir aus und einen steilen Weg nach oben, unser erstes Ziel war der Clausbergturm. Ganz schön warm wurde uns, die Sonne meinte es auch hier oben sehr gut mit allen Wanderern und Radfahrern. Die Aussicht war grandios, schemenhaft war sogar der Inselsberg zu sehen, der Brocken erschien ganz nah, war aber 20 km Luftlinie entfernt. Den Abstieg begannen wir mit einem kleinen Umweg, doch den steilen Weg mussten wir nun nach unten gehen, was gar nicht so einfach war, jedenfalls für uns Frauen. Im Braunen Hirsch schmeckte der Aperol und das Bier besonders gut, wir saßen nett im Biergarten und mussten uns regelrecht aufraffen, endlich weiterzugehen. An der Ziegenalm holten wir uns noch ein Eis und dann machten wir uns auf den Weg, immer bergab, wieder nach Netzkater. Ausgeschildert waren 10 km, es waren aber weniger. Doch waren wir ganz froh, wieder im Auto zu sitzen und heimzukommen. Insgesamt sind wir 15 km gewandert, mit vielen Höhenmetern. Was für eine schöne Sonntagswanderung!
Endlich wieder arbeiten!
Ich konnte vor lauter Vorfreude nicht schlafen!
Seit ich morgens Liegestütze mache,
fühle ich mich wie neugeboren.
Ich liege hilflos herum und weine viel.