Heute möchte ich etwas mit Menschen machen.
Schubsen wäre toll.
Heute möchte ich etwas mit Menschen machen.
Schubsen wäre toll.
Eigentlich muss es Schlossflaniergang heißen, noch eigentlicher Schlossgeschubse. Klar, dass alle Welt sich hier umsehen will. Doch für den Ort Versailles bleibt keine Zeit und auch keine Kraft mehr. Hier ein paar Hinweise:
Von Ostern zu Ostern ist mehr als ein Jahr vergangen, so wurde es allerhöchste Zeit, das Schiffchen wieder aus dem Wasser heben zu lassen. Jedes Mal ist das aufregend. Ich bewege mich auch recht vorsichtig so weit oben, zumindest am Anfang. Abenteuerlich der Auf-und Abstieg, diesmal über eine kurze hölzerne Leiter, ein bisschen festgebunden. Sehr erstaunt waren wir über den starken Bewuchs am Unterwasserschiff, kein Wunder, dass wir nicht mehr so richtig vorwärts gekommen sind. Auch die Hafenarbeiter zeigten sich gegenseitig unsere Muschelzucht. Wir hatten richtig viel zu tun, als wir zwei Tage später wieder im Wasser waren und gleich in den nächsten Hafen fuhren, waren wir in Rekordzeit dort! Hoffen wir, dass die neue Sorte Antifouling (von Hempel) besser arbeitet und sich die Investition in die Propeller-Anstriche gelohnt haben. Kleiner Trost: andere Schiffe, die auch herausgehoben wurden (im 10 Minuten-Takt) sahen auch nicht viel besser aus.)
Nicken.
Lächeln.
„Arschloch“ denken.
„Blumen mit Kleben und Filzstift malen!“ Die Kids waren begeistert und machten sich an die Umsetzung der Schritt-für-Schritt-Anleitung an der Tafel. Immer wieder musste ich sie an die Bedingungen erinnern: mehrere Lagen Buntpapier übereinander, verschieden groß, nur schwarzer Filzstift, gute Aufteilung, ganzes Blatt füllen. Als ich es endlich auch an die Tafel geschrieben hatte, brauchte ich nur noch darauf zu zeigen. Kamen einzelne Schüler an und wollten wissen,ob „das so geht?“ hielt ich ihr Blatt hoch und sie sollten aus 7 Meter Entfernung schauen, ich drehte das Bild dann ganz langsam. Sie entschieden selbst, weiterzuarbeiten, zu verändern oder abzugeben. Schöne Erfolgserlebnisse mit minimalem Aufwand!
Zugegeben, eine ganze Woche hatte ich Schwierigkeiten, mich an die Sommerzeit zu gewöhnen, das Aufstehen war einfach zu grausam. Doch inzwischen graut dem Morgen schon vor dem Weckerklingeln und es ist eine Freude, den Vögeln bei ihren Tätigkeiten zuzuhören. Bei der kurzen Fahrt in die Schule erfreue ich mich am Sonnenaufgang und in der ersten Stunde scheint sie den Schülern „Voll ins Gesicht“. Tirili!
Herr,
gib mir Kaffee,
um Dinge zu ändern,
die ich ändern kann,
und Wein,
um die zu akzeptieren,
welche ich nicht ändern kann!