10 Dinge über einen Besuch Versailles – Stadtflaniergang

Eigentlich muss es Schlossflaniergang heißen, noch eigentlicher Schlossgeschubse. Klar, dass alle Welt sich hier umsehen will. Doch für den Ort Versailles bleibt keine Zeit und auch keine Kraft mehr. Hier ein paar Hinweise:

  1. Es gibt riesige Parkplätze für Busse und Autos. Kommt man aus Paris, nimmt man die Metro, Linie 9 (Linie 10 geht auch, die hat aber zur Zeit viele Baustellen) bis zur Endstation, (Pont de Sévres) dort ist ein Busbahnhof, die Buslinie 171 fährt nach Versailles, das dauert mindestens eine halbe Stunde, in der man sich wunderbar Vorstadtleben anschauen kann. Kosten: minimal, da öffentlich)
  2. Es ist eine gute Idee, erst spät nachmittags zum Schloss zu kommen, sehr viele Menschen verlassen dann bereits die Anlagen. Bis 18.00 Uhr ist auch alles geöffnet,  danach hat man bis 20.00 Uhr Zeit für den Park.
  3. Achtung: Wie inzwischen überall üblich, auch hier Taschenkontrolle, auch die Handtaschen und auch Personenkontrollen. Hat man seine (kleinen) Bierflaschen im Rucksack nicht vorher geleert, muss man sie abgeben und bekommt dafür eine Art Garderobenmarke. Da dies aber so peinlich ist, stehen unsere Biere wahrscheinlich immer noch im Depot.
  4. Nicht die Toiletten gleich am Ticketschalter aufsuchen, hier muss man lange Schlange stehen. Es gibt viele weitere, nur die an den Ein- und Ausgängen sind überfüllt. Gelernt: Inzwischen gibt es Toilettenanlagen, man muss (und kann auch nicht) nicht mehr hinter einen Vorhang, wie zu Sonnenkönigszeiten.
  5. Der Audioguide ist kostenlos und eine gute Sache, man drückt die Nummern, die auf den Schildern angegeben sind und hält sich das Ding ans Ohr. Natürlich ist eine Führung viel besser. Nach dem zigsten Zimmer hat man aber sowieso keine Lust mehr und will nur noch durch und raus.
  6. Kurz vor Schließung sollt man sich einen Kaffee und ein Törtchen im „Angelina“ gönnen, um diese Zeit findet man noch ein Plätzchen (es ist eng). Es sieht alles wunderbar aus und ist auch sehr lecker, teuer auch. Das alles auf Plastik – Einweg“geschirr“ über die Theke gereicht wird, ist allerdings sehr irritierend.
  7. In der unteren Etage des Schlosses sind die Gemächer diverser Königinnen und Prinzessinnen. Hier ist mehr Luft zum Atmen, man kann sich alles in Ruhe anschauen und genießen.
  8. Ein Muss sind die Gemächer Ludwig XIV., sein Bett und die Informationen, wie man so als König aufgestanden ist und wer alles dabei sein durfte. Gut, dass es noch keine Handys gab. Die Vorstellung, im Beisein all derer Leute (und Nationalitäten), die gleichzeitig mit uns hinter die Bettvorhänge linsten, zu kacken, ist wenig erbaulich.
  9. Die Fotos und Filmaufnahmen, die man vom Spiegelsaal kennt, sind alle ohne Besucher. Er wird wohl jetzt als Selfie-Saal umbenannt werden. Hier wünschte ich mir andere Kleidung, festlichere. Was für ein Prunk!
  10. Es gibt so viel zu sehen, dass man am besten raus geht, in den Park. Hier braucht man eindeutig gutes Schuhwerk zu Wandern, will man in die verschiedenen Teile der Parkanlagen. Es gibt auch überall Bänke zum Schauen, Ausruhen, Genießen.  Viele fahren mit einer Art Golfwagen oder mit einer „Bahn“, die muss man natürlich extra löhnen. Es ist aber unmöglich, alle Wege entlang zu gehen. Flanieren ist für den Park die richtige Fortbewegung!
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