Wenn Mutti früh zur Arbeit fährt #18

der Sonne entgegenManchmal ist es etwas weiter zu fahren, da kann man erstaunliche Entdeckungen machen:

  • Es gibt sie, die Sonne, und sie geht spektakulär auf, wenn man endlich am LKW vorbeikommt, ist sie nicht zu übersehen.
  • Diese Straße ist nicht glatt, obwohl der Verkehrsfunk extra warnt.
  • Die Baustellen sind zügig passierbar.
  • Das Kindermedienzentrum ist zwar gut ausgeschildert, aber man findet den Veranstaltungsort nur nach längerem Hin-und Hergelaufe, da es nicht notwendig erschien, irgendeine Hinweistafel oder gar ein Willkommensschild aufzustellen – ist ja nur der Thüringer Schul – Medientag.

Sehr erfreulich ist, dass die Arbeit manchmal süße Früchte trägt, es gibt einen Preis! Für die Schüler, versteht sich. Die Honoratioren, Jurymitglieder, Chefredakteure beweihräuchern sich, die Ministerin hält auch eine Rede und wir freuen uns. Es wird allerhand überreicht und dann geworkshopt. Es gibt sogar Kaffee – für Selbstzahler! 1,50 für ein kleines Pappbecherchen aus der Thermoskanne. War der eklig! Habe ihn demonstrativ auf dem Stehtisch stehen lassen. Zwei Stunden später hatte ich auch noch Hunger und kaufte mir (für 1,50) ein halbes belegtes Brötchen. Na ja. Der Hammer: Bei den Schülerworkshops gab es einen Obstkorb, Kekse und Getränke – und alles, was übrig blieb, wurde eiligst wieder weggeräumt. Lehrer – hier Betreuer genannt – haben es ja dicke. Die meisten schienen die Großzügigkeit der Veranstalter zu kennen und packten ihre Brotbüchsen aus. Ich stibitze mir aus dem Nebenraum eine Banane.

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20 Stunden Nizza

  1. Nizza, nach dem Regen, die Frisur sitzt
  2. Clio, Parkhaus, zu Fuß zum Hotel
  3. Eine Papeterie! Ein Café!
  4. So ein schönes Hotel, mitten in der Stadt!
  5. Jetzt aber los!
  6. Hunger, Durst – die Tapas-Bar ist genau richtig, ich kann auch die liebevolle gestaltete Speisekarte verstehen.
  7. Immer die Straßen entlang, staunend.
  8. Gigantische Motoryachten im Hafen, chromglänzend und funkelnd, größer als ein Haus.
  9. Bier und Pizza mit Blick auf Segelschiffe im Hafen, bunte Häuserzeilen und beleuchtete Bäume.
  10. Durch die Stadt, Leben und Lebensart bewundern. Palmen! Blüten! Häuserpracht!
  11. Im Dunkeln die anstrandenden Wogen des Meere beobachten. Dazu Rotwein
  12. Frühes Aufstehen am Sonntagmorgen, die Sonne geht auf und alles leuchtet.
  13. Fahrt nach Theoule sur Mer, Autobahn, weil es schnell gehen soll. Croissants.
  14. Überall diese Palmen! Berge! Meer! dies Farben!
  15. Hafen, Schiff angesehen. Es ist eine Ketsch, alt, vernachlässigt, runtergekommen, zu teuer. Viel Schönes dran. Eine Stunde lang alles inspiziert.
  16. Fahrt die Küstenstraße entlang, viele kleine Orte, Mantelieu, Cannes, Antibes.
  17. Immer wieder halten, staunen, umhergehen, Strand, Meer, Wellen, Wind, Sonne.
  18. Rotwein in Strandbar, dazu Pommes und Ausblick!
  19. Oh, da ist schon der Flughafen!
  20. Abflug bei strahlender Sonne, noch ein Blick über das Meer und die Alpen von oben. dann Dunkelheit und wieder Berlin, Regen, kalt!
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Montagsgedanken #55

Menschen, die klatschen,
wenn der Flieger gelandet ist.
Wo seid ihr,
wenn ich morgens das Bett verlasse?

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Badefreuden

„Ich hätte gerne einen Bikini, der alle meine Problemzonen abdeckt!“

„Schlafsäcke finden Sie im 2. Stock!“

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Der schlechte Witz #7

Ein Indianer trifft einen Cowboy mit einem Hund, einem Pferd und einem Schaf.
„Darf ich mal mit deinem Hund reden?“, fragt der Indianer.
„Der Hund kann nicht reden“, antwortet der Cowboy.
Der Indianer lässt sich davon nicht beirren.
„Hallo alter Hund, wie geht’s denn so?“
„Oh, mir geht’s gut“, antwortet der Hund.
„Mein Herr füttert mich und geht zweimal pro Tag mit mir aus.“
Der Cowboy schaut ganz erstaunt.
„Aha, darf ich mal mit deinem Pferd reden?“
„Das Pferd kann nicht reden“, behauptet der Cowboy.
„Hallo altes Pferd, wie geht’s denn so?“
„Och, mir geht’s super“, antwortet das Pferd.
„Mein Herr behandelt mich gut, reibt mich trocken und füttert mich.“
Der Cowboy ist noch erstaunter.
„Kann ich mal mit deinem Schaf reden?“
Der Cowboy stellt sich vor sein Schaf.
„Das Schaf lügt.“

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Gefechtsalarm

Schon wieder ein Gastbeitrag von SKIPPER:

Ein weiteres Abenteuer hielt die See für uns bereit.
Der Hafen von Fiskardo auf Kefalonia gilt als sehr sicherer Hafen. Geschützt gegen alle Winde. Steht im Hafenführer. Nur, wenn der Seegang von Süd kommt, möglichst mit Ostkomponente, ist Schwell im Hafen. Steht auch im Hafenführer. Und so ist es auch.

Wir lagen im Hafen mit dem Heck zum Schwimmsteg und vor Anker. Vom Bug der Schiffe geht dann die Ankerkette 20 bis 30 m vor den Yachten zum Anker, der, wenn’s gut geht, hält. Andernfalls wird man auf den Steg getrieben und man beschädigt das Schiff oder man wird auf den Nachbarn getrieben und beschädigt zwei Schiffe. Auch wenn im Video die Schaukelei nicht sehr spektakulär aussieht, zerren die Boote am Anker und so hat sich der unsere gleich zwei Mal losgerissen. Ein Mal am Abend, wir kamen weinselig und gerade noch rechtzeitig vom Essen, und ein Mal am Vormittag, weil unser Nachbar zur linken mit seinem Anker unseren losriss.

Bei uns heißt so was: GEFECHTSALARM!!!

nicht sicher In diesem Fall bedeutet das: Landleinen lösen, Anker einholen, Anker neu ausbringen, rückwärts wieder in die Lücke einfädeln (was bei Seitenwind nicht so einfach ist) und das Schiff wieder am Steg anbinden. Aufregung pur. Aber Seeleute, wie wir sind, haben wir das natürlich souverän gemeistert. Das erste Mal mit Unterstützung der Ouzo-Damen auf dem Steg, die die Leinen wieder annahmen, das morgendliche Mal mit brüderlicher Hilfe, da ein Teil der Crew unterwegs war. Bricht da auch noch der Ring am Steg, der die Leine halten soll, wird es kurz hektisch.
Interessant sind aber auch die anderen Lösungsansätze: Man verlässt die Yacht und überlässt anderen, die sich netterweise berufen fühlen, die Arbeit. Funktioniert aber nur bedingt. Oder, wie bei einem Katamaran am Ende des Stegs: Man holt den Anker ein, bringt nur die Leinen zum Steg aus und lässt die ganze Nacht die beiden Motoren die Leinen straff halten, indem man Gas voraus gibt.

Die Wackelei kann man zum Teil in diesem Video sehen: (Unser Schiff ist das direkt vor dem kleinen roten Boot (ein Optimist), davor das Bruderschiff ( mit gelben Rettungskragen)

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Montagsgedanken #54

AnkerwacheDieser Moment, wenn man nicht einschlafen kann, aber die Augen nicht öffnen möchte, weil man denkt, der ganze Einschlaffortschritt geht verloren und man muss von vorne anfangen.

 

 

 

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Ein guter Tag im Golf von Patras

Ein weiterer Gastbeitrag von SKIPPER:

Im Hafen von Patras ist es ruhig, als wir hinaus fahren. Weiter draußen sehen wir jedoch weiße Schaumkronen auf den Wellen. Der Ostwind wird in der Meerenge von Patras, über die sich die Brücke schwingt, von den über tausend Meter hohen Bergen wie durch eine Düse beschleunigt. Wir setzen Großsegel und Genua gerefft. Schon packt uns der Wind. Wir wollen nur schräg über die Meerenge nach Meganision. Der Wind ist damit achterlich und auch die Wellen kommen von schräg hinten.

U. ist am Ruder und je stärker der Wind, desto schwieriger ist das Steuern. In den Böen erreicht der Wind 7 Beaufort und die Kraft auf das Ruder ist manchmal enorm. Ich löse U. am Ruder ab und kann auch mit ganzem Körpereinsatz das Schiff kaum auf Kurs halten. Je weiter wir auf das Nordufer zu kommen, desto stärker ist der Wind und bald ist klar, dass immer noch zu viel Segelfläche gesetzt ist.

Wir werfen also den Motor an, fahren gegen den Wind und reffen das Rollgroßsegel weiter. Das Vorsegel schlägt dabei im Wind und als wir wieder auf Kurs sind, sehen wir, dass es sich oben anders als unten um das Vorstag gewickelt hat. So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Es sieht aus wie eine Eieruhr. Ich gehe nach vorn und  S. ans  Steuer. Durch den Seegang bewegt sich der Bug heftig auf und ab. Ich versuche das Segel zu klarieren. Nach unten ziehen: vergeblich. Zu groß sind die Kräfte des Windes auf diese Stoffwurst. Auch Motorfahrt mit dem Wind reduziert diese Kräfte kaum. Drehen an der Rollreffanlage führt nur dazu, dass die Schoten auch noch um das Segel gewickelt werden. Dabei schlägt das Segel wie verrückt im heulenden Wind und ich fürchte, dass es kaputt geht. Was tun?

Durch die Drehung ist aber der dünne Teil der „Eieruhr“ nach unten gerutscht. So nehme ich erst die Backbordschot nach vorn und winde sie zurück um das Segel und nachdem diese wieder belegt ist mache ich dasselbe mit der Steuerbordschot. Und siehe da, das Vorsegel steht wieder und ich kann keuchend durch meinen Tanz auf dem wild stampfenden Vorschiff nach meiner Heldentat wieder zurück ins Cockpit.

Die Einfahrt in die Lagune sieht sehr seltsam aus. Das ist überhaupt keine Einfahrt! Wir bekommen den Hinweis vom anderen Schiff, welches unsere Suchbemühungen aus gebührenden Abstand beobachtet, endlich mal in die Papierkarte zu schauen. Siehe da, erst in ein paar Meilen ist die richtige Einfahrt. Na sowas.

Hier waren wir noch nie. Wunderschön hier.

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Aus dem Logbuch, 2. Woche

7. Patras – Mesolongion  20 sm, N-NE 5-6, nachlassend, Welle, 11.40 – 17.15 , sonnig, gerefft,  später voll, die erste Eieruhr , Einfahrt in Lagune, längseits an Mole im Osten (Marina: 2,50 pro Meter, zu teuer), viel Platz, wunderhübsches Städtchen, bestes Essen

8. Mesolongion – Eufinion, 43 sm, 8.00 – 15.oo kein Wind, sonnig, Delfine! Hagfengebühren 18,88 , mit Strom

9. Eufinia – Fiskardo 12 sm, 9.35 – 14.39, NNO 2-3, sonnig, Buganker am Schwimmsteg, wird später voll, wunderschönes Städtchen, Mopedtour am nächsten Tag geplant, Nachts: Gefechtsalarm!

10. Fiskardo – Preveza, 34 sm,11.50 – 19.05,  E 3, abflauend, sonnig, frühs nochmal Gefechtsalarm, Wasser und Tanken Lefkada, passieren Brücke, vor Buganker

11. Preveza – Gaios – Mongonisi, 36 sm, 10.35 – 15.50, E 3 – 4; in Gaios viele Plätze frei, jedoch in Düse, Ankern Mongonisi (überall Flotillenverstopfung), baden, ruhige Nacht, Sternenhimmel

12. Mongonisi –  Gouvia, 41 sm, 9.10 – 18.40,  SE 3, da Windstärke 7 und Starkregen angesagt war, entschließen wir uns, schon nach Gouvia zu fahren, außerdem können die anderen schon wieder ihr Klo nicht benutzen

Übergabe Schiff, Landgang Kerkira, wunderbares Wetter!

 

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Ein guter Tag auf dem Wasser

Ein Gastbeitrag von SKIPPER:

blühtWir sind in Levkimi an der Ostseite der Insel Kefalonia. Die Sonne scheint und es weht ein laues Lüftchen aus westlichen Richtungen aus dem Hafen hinaus. Wir machen uns bereit zum Ablegen. S. ist Steuermann, ich stehe an der Ankerwinsch und I. und U. bedienen die Leinen, die das Heck zur Pier hin halten. „Leinen los.“ Die Frauen holen langsam die Leinen ein und S. gibt mit dem Motor einen Schub voraus. Ich hole den Anker ein und wir fahren aus dem schönen Hafen, der Morgensonne entgegen. Ein Blick zurück auf die kleiner werdenden Häuser, wir wenden uns nach Backbord, unser Ziel ist Fiskardo im Norden der Insel. Dort waren wir noch nie und wir sind gespannt. Es soll der schönste Hafen in der näheren Umgebung sein. Er ist nur etwa 10 Seemeilen entfernt.
Der Wind ist auch hier draußen zu schwach zum Segeln. Deshalb müssen wir weiterhin den Motor benutzen. Die Ufer von Kefalonia zur linken und die von Ithaka zur rechten ziehen an uns vorbei. Die Meerenge ist nur etwa zwei Seemeilen breit. Auf halbem Weg entdecken wir eine Bucht, wir beschließen zu baden. Wir bringen den Anker aus und nachdem wir sicheren Halthaben, stellen wir den Motor ab. Himmlische Stille, bis auf Wasserplätschern und ein paar Vögel. Am Ufer steht ein altes Fischerhaus, weiter oben wenige weitere Häuser, alle scheinen verlassen. Die Gärten haben leider nur Olivenbäume und keine Orangen oder Zitronen. Im glasklaren Wasser unter uns sehen wir in 7m Tiefe einen Kasten liegen, der wie ein Koffer aussieht. Er wird sein Geheimnis behalten, denn niemand von uns kann so tief tauchen. Sporadisch sehen wir kleine Fische. Wir baden, schnorcheln, tauchen unter dem Schiff durch und später gibt es Picknick an Bord.
Nach zwei Stunden haben wir genug und fahren weiter nach Fiskardo. Dies liegt in einer nach Südosten offenen Bucht. Der Hafen soll sehr sicher sein, außer bei südöstlichen Winden. Das Anlegen vor Buganker am Schwimmsteg ist kein Problem. Später wird sich der Hafen noch mit Yachten füllen.
Fiskardo erweist sich als Urlaubsort. Neben den obligatorischen Gaststätten und Cafes gibt es viel Ulletrulle zu kaufen. Der Ort ist schön zurechtgemacht. Die Häuser sind in Ordnung, die Wege sauber und mit Natursteinen gepflastert. Überall Blumen in verschwenderischer Pracht. In einer Gasse leuchtet die Nachmittagssonne durch eine große Bougainvillea, die sich an einer Hauswand emporrankt. Zwischen den Häusern hindurch haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer. Ungewöhnlich ist, dass es um Fiskardo herum Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen gibt. Wandern ist unter Griechen keine beliebte Freizeitbeschäftigung. Aber unsere Frauen sind schwer begeistert. Zum Glück sind wir zum Segeln hier.
Der Tag klingt aus auf der Terrasse eines netten Restaurants.

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