Mal wieder ein Freitagsfüller

1.   Bevor ich morgens durchstarte  lese ich mindestens einen Zeit- Artikel.

2.    Liegt zu viel auf meinem Schreibtisch ist das immer ein wenig unangenehm.

3.  Dieses Jahr findet hoffentlich wieder alles Normale statt.

4.    Sich nicht so viel zu ärgern ist eine gute Einstellung.

5.    Ich hab die Hoffnung, dass ich viele Projekte verwirkliche.

6.   Ich  werde wieder viel lesen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Glas Wein, morgen habe ich geplant, die Ostereier endlich aufzuhängen und Sonntag möchte ich mal wieder in die Natur !

Zur Erinnerung: Jeden Freitag lädt Scrapimpulse ein, Satzteile zu füllen. Ich habe 2012 schon mal mitgemacht, zwischendurch natürlich auch, aber eher mental. Die Idee habe ich aufgegriffen und schon oft im Unterricht genutzt. Besonders die vorgegebenen Wörter am Satzende fallen den Schüler:innen gar nicht so leicht. Mir ja auch nicht.

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10 Aktivitäten in Denia

  1. Hinauf auf die Burg! 60 m ist die Burg über dem Meer, mit fantastischen Ausblicken nach allen Seiten und die gesamte Stadt. Die Öffnungszeiten richten sich wohl nach den Sonnenstunden und sind somit abhängig von Monat und von der Lust des Kassierenden im Häusschen, eine Stunde vor Schließung wird man nicht mehr reingelassen. Ansonsten zahlt man 3 Euro. Mindestens eine Stunde lang sollte man auch einplanen, es gibt vieles zu entdecken.
  2. Das archäologische Museum auf der Burg ist im Eintrittspreis mit einbegriffen. Es gibt vier Räume mit Exponaten zur iberischen, römischen, muslimischen und christlichen Zeit.
  3. Es gibt einen Fußgängertunnel unter dem Burgberg, er verbindet zwei Stadtteile. Er stammt aus der Zeit des Bürgerkriegs 1937/38, er schützte die Bevölkerung vor Bombenangriffen. Interessante Infos und Fotos hängen an den Wänden der inneren Seite, gleich daneben ist auch die Touristeninformation.
  4. Das Spielzeugmuseum ist kostenlos. Es ist eine sehr übersichtliche Ausstellung von diversen Spielzeugen, als diese noch nicht aus Plastik waren.
  5. Das Museo del Mar hat laut Website Öffnungszeiten, jedoch sah es im Februar mehr nach einer Baustelle aus. Es ist in einer ehemaligen Fischhalle und bestimmt sehenswert.
  6. Auf der Hafenpromenade ist immer viel los, hier wird gejoggt, geskatet, prominiert. Man kann kilometerlang laufen, die Lokalitäten laden zur Einkehr ein, ein Bier direkt über dem Meer ist ein Erlebnis. Im Februar hatten die meisten jedoch wegen Urlaub geschlossen.
  7. In der Altstadt gibt es die Calle Loreta, dort ist eine Kneipe an der anderen, Bars, Cafes, Restaurants. Achtung: Mittagszeit geht bis 16 Uhr, dann schließen sie bis 19 Uhr. Auch die Geschäfte sind abends bis lange auf, am Nachmittag jedoch ist alles wie ausgestorben.
  8. Von Denia aus fahren die Fähren nach Ibiza, Formentera (2 h) und Mallorca, (5h) es sind die kürzesten Verbindungen, bei klarer Sicht konnten wir Ibiza sehen. Balearia fährt mehrmals am Tag, jedoch ist es ein teures Vergnügen, selbst als Fußgänger,
  9. Der Torre de Gerro ist ein lohnendes Wanderziel, er ist 13 m hoch, 125 über dem Meerespiegel mit einer grandiosen Aussicht und inmitten duftender Kräuter. Er war ein Wachturm im 16. Jahrhundert, als die Piraten (Berber) die Gegend heimsuchten. 37 Wachtürme gab es wohl an dieser Küste, in Sichtweite, um die Warnungen weiterzugeben.
  10. Von hier könnte man auch weiterwandern zu den Windmühlen oder zum Cabo San Antonio oder bis Javea. Oder man fährt dorthin, durch abenteuerlichen Kurven, und macht kleinere Rundwanderungen. Immer mit Aussichten und inmitten von Lavendel, Rosmarin und ganz vielen Gewächsen und Blüten.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken und zu unternehmen. So kann man jetzt wieder mit der Straßenbahn bis nach Benidorm fahren, oder Alicante. In Denia leben sehr viele Deutsche, in den Urbanizaciones ringsum, oder sie haben dort ihre Ferienhäuser. Deshalb kann man getrost in Deutsch nach dem Weg fragen. Das Valenciano, was die Einheimischen hier sprechen, hat mit dem Spanischen sehr wenig gemein. Ach ja, auf den Montgo, den Großen Berg und den Naturpark, sollte man auch unbedingt. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber wir fahren ja noch mal hin!

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8 Fakten zum 8. März

  • Seit 2019 ist der Weltfrauentag in Berlin gesetzlicher Feiertag, in Mecklenburg- Vorpommern jetzt auch.
  • Es ist Tradition den Frauen an diesem Tag Blumen zu schenken. Zumindest eine Blume.
  • Doch eigentlich ist es der Frauenkampftag, oder der feministische Kampftag, es finden Demonstrationen statt.
  • Der erste Frauentag fand am19.03.1911 statt, ein paar Jahre später wurde er auf den 8, März gelegt.
  • Clara Zetkin ging es um Gleichberechtigung und um das Wahlrecht. Danke!
  • !933 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten in Deutschland abgeschafft. In den 1960er Jahren wurde er wieder etabliert,
  • In 26 Ländern ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag.
  • In China haben die Frauen heute ab Nachmittag frei.
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Die Fortsetzungen

Seit Wochen reden, lesen, üben, schreiben wir Märchen. Nun sollten die lieben Schüler.innen sich eine Fortsetzung zum Märchen „Sterntaler“ ausdenken. Ausdenken und aufschreiben. Sie arbeiteten ganz fleißig die ganze Stunde lang. Jetzt arbeite ich daran, die Fortsetzungen zu bewerten. Ich streiche schon mal meine Idee, die Rechtschreibung zu benoten. Die Grammatik. Den Ausdruck. Was bleibt? Die gute Idee? Dass die Fortsetzung zum Original passt? Ich konzentriere mich darauf, gut gelungene Sätze, .richtige Sätze, originelle Umsetzungen, fantasievolle Weiterführungen oder gar richtig geschriebene Wörter zu finden. Damit können wir doch weiterarbeiten.

  • „Das fromme Mädchen beschloss sich ein Haus zu kaufen.“
  • „Sie spendete 300 Euro für arme Kinder in Afrika.“
  • Sie hat eine Kirche gekauft. Dann hat sie noch die HandyMarke IPhone erfunden. Und hat Schulen gebaut,Dann hat sie noch Marken erfunden wie E Auto.Audi. Porsche.Fliegende Autos, E Klasse. Und dann ist sie in einen Klamottenladen gekommen und hat sich Klamotten gekauft.“
  • „Der Prinz sollte heiraten, aber die Prinzessinnen waren hässlich. So nahm er dann das Mädchen.“
  • „Die Kinder bekamen immer viel Geld von Oma und Opa und waren sehr reich.“
  • „Sie hatte ein schönes Haus. Eines abends wurde bei ihr eingebrochen, sie hat ein Geräusch gehört und rannte weg in den Wald. Dann ging sie in ihr Haus wieder rein und alles war weg.“
  • „Sie ging noch in der Nacht zum Bürgermeister und ließ Armenhäuser bauen.“
  • „Sie wurde von den Armen geliebt und von den Reichen verspottet.“
  • „Sie ging immer weiter hinter ein Gebüsch, da stand ein Pferd. Sie gingen in die Kirche.“
  • „Sie schloss sich der letzten Generation an damit die Erde nicht von den Autogasen verschmutzt wird. Dann pflanzte sie ganz fiele Bäume und wurde Uhr Oma“
  • „In der Stadt, in der sie nun wohnte, war sie sehr beliebt für ihre guten Taten.“
  • Sie sagte: „Bitte lieber Gott, lass meine Kinder nicht in Not sein, sie wissen doch gar nicht, was sie damit machen“. Gott schickte sie wieder auf die Erde, weil sie so ein frommes Mädchen war.“
  • „Ungefähr drei Jahre dauerte das große Haus zu bauen. Und dann kamen die Kinder, Sie bekam vom Staat Geld. Sie brauchte auch das Geld um die Kinder zu versorgen.“
  • Sie flogen nach Ägypten in den Urlaub mit der ganzen Familie. Sie haben es genossen, bis auf einmal ein Sandsturm kam und sie alle werggeflogen sind. Als der Sandsturm vorbei war haben manche überlebt. Nur der Junge hat überlebt,“
  • „Sie war jetzt berühmt auf der ganzen Welt.“
  • „Sie hatte sich bei Gott bedankt dafür, was sie alles bekommen hat. Sie hatte auch einen Helikopter, 35 m Jacht mit Pool.“
  • „Und wenn sie nicht gestorben ist, dann glaubt sie immer noch an den lieben Gott.“

Sind das nicht ganz tolle Kinder mit grandiosen Ideen!?

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Egal und egaler

Wortspielereien mag ich sehr, diese „egal wie“ Sätze müssten eigentlich gesprochen werden, immer mal einer ist auch zum Schmunzeln.

  1. Egal wie gut du schläfst, Albert schläft wie ein Stein.
  2. Egal wie viele CDs du hast, Carl Benz hat Mercedes.
  3. Egal wie laut du Bach hörst, Heiner hört Lauterbach.
  4. Egal wie dicht du bist, Goethe war Dichter.
  5. Egal wie voll du bist, Rudi war Völler.
  6. Egal wie es dir geht, Bill Gates besser.
  7. Egal wie wenig Pfeffer du benutzt, Liam muss Neeson.
  8. Egal wie viel Curry du isst, Freddy ist Mercury.
  9. Egal wie du bist, Thomas ist Anders.
  10. Egal wie unordentlich du bist, Lionel ist Messi.
  11. Egal wie lahm du bist, der Dalai ist Lama.

Bleiben wir bei den Namen, sollte ich auch diese alten Kracher nicht vergessen:

  1. Alle Kinder einer Klasse haben die Grippe, nur nicht Andy, der hat Andykörper.
  2. Womit backen Schlümpfe? – Garga-Mehl.
  3. Wie heißt der Erfinder der Shorts? – Kurt C. Hose.
  4. Wenn Ron mit Hermine ausgeht, ist das dann ein Rondevouz?
  5. Fritzchen geht auf dem Markt umher.
    Er hört einen Verkäufer: „Heiße Würstchen! Heiße Würstchen!“
    Sofort rennt Fritzchen zu ihm hin: „Angenehm, heiße Fritzchen.“
  6. Wie nennt man einen Arbeiter, der Morgen frei hat? – Morgan Freeman.
  7. Wie heißt der chinesische Kulturminister? – Bil Dung.
  8. Alle Kinder riechen fein, nur nicht Theo, der braucht ein Deo.
  9. Alle Kinder rennen auf den Pausenhof, nur nicht Britta, die rennt vors Gitter.
  10. Alle Kinder fürchten sich vor Udo, nur nicht Agathe, die kann Karate.
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Der erste März

Heute ist der meteorologische Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel, die Sonne strahlt, die Frühblüher auch, doch die Temperaturen spielen da nicht mit, ein kalter Wind verschreckt Spaziergänger. Zeit, herauszusuchen, was alles an einem ersten März geschah:

  • 1694 sanken 7 englische Kriegsschiffe in einem Sturm vor Gibraltar
  • 1815 entfleuchte Napoleon seiner Verbannung aufs Festland, dort „herrschte“ er noch 100 Tage
  • 1872 unterschrieb der amerikanische Präsident U. Grant ein Dokument, welches den ersten Nationalpark der Welt auswies- Yellowstone
  • 1896 Henri Bequerel entdeckt die Radioaktivität, als er gerade so herumexperimentiert
  • 1904 wurde Glenn Miller geboren
  • 1932 wurde der kleine Sohn von Charles Lindbergh entführt
  • 1952 gab Großbritannien Helgoland, zurück an Deutschland, sie hatten es als Bombenabwurfsplatz genutzt
  • 1953 hatte J. Stalin nach dem Abendessen einen Schlaganfall, am vierten Tag danach war er tot
  • 1956 wird in der DDR die NVA gegründet, bis 1989 war der erste März der Tag der NVA
  • 1973 The Dark Side of the Moon von Pink Floyd erscheint
  • 2023 die Corona Testpflicht entfällt, Maske im Wartezimmer bleibt
  • Heute ist Tag der Hand, Tag der Erdnussbutter – Liebhaber, Tag des Schweins und Welttag der Komplimente
  • Namenstag haben heute: Albin, Almut, Antonina, David, Eudokia, Hanne, Janin, Janina, Jenna, Jenny, Makoto, Roger, Rüdiger, Theresia, Uta, Vanja
  • Bauerregeln: Regnet’s stark zu Albinus, macht’s dem Bauern viel Verdruss. So wie der erste März, so der Frühling. So wie der 2. März, so der Sommer. So wie der 3. März, so der Herbst.
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Was ich fast vergessen hätte

Unser Sportlehrer organisierte (gewann) Karten für den ersten Tag(8. Februar) bei der Biathlon WM in Oberhof. Schüler.innen hatten sich schnell in die Liste eingetragen und auch ich konnte mitbetreuen. Schon im Zug trafen wir auf Kollegen mit ihren Schülern, auch in Oberhof, mitten im Gewühl. So für mich vom Dorf ganz schön erstaunlich, wie soll man den auf seine Schüler:innen achten, inmitten 5100 Gleichaltriger? Ein bisschen Schwund ist ja immer, doch hat alles wunderbar geklappt, sie haben uns alle wiedergefunden. Wir standen an der Strecke, verstreut, den möglichst günstigsten Platz ergatternd. Ach war das aufregend! Unsere Mixed Staffel mit Vanessa Voigt, Denise Herrmann-Wick, Benedikt Doll und Roman Rees belegte den 6. Platz, aber das war im Laufe des Rennens sehr unterschiedlich: erst holten sie auf, dann waren sie ganz vorne, dann klappte das Schießen nicht und sie fielen wieder nach hinten. Schön an Oberhof ist, dass jeder Sportler und jede Sportlerin angefeuert wird, das Publikum lautstark an der Strecke steht und im Stadion immer eine riesige Stimmung ist. Wir hatten ja Glück mit dem Wintersonnenschneewetter, die restlichen Wettkämpfe, die ich natürlich am heimischen Bildschirm verfolgte, hatten oft schlechtere Bedingungen. Wie kam es eigentlich dazu, dass so viele Schüler:innen dort waren? Ich las nach. Es war die Initiative: Jugend trifft Biathlon“. Denken die denn mit ihren Slogans nicht genug nach? Kennen die nicht den kürzesten Witz: Treffen sich zwei Jäger? Da haben sie ja einen Treffer gelandet! Voll ins Schwarze! Aus 50 Meter, ohne Nachladen.

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Ein Vortrag von Stauffenbergs Enkel

Zwischen die Schüler sollten wir uns setzen, um frühzeitig bei disziniplen Auffälligkeiten zu intervenieren. Zu unser aller Erstaunen saßen auch die kreativsten Rabauken zwei Stunden lang friedlich auf ihren Stühlen. Am Tag vorher versuchte ich noch, den Siebtklässern wenigsten einen kurzen Abriss zum Attentat auf Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus zu verklickern, ein kühner Sprung vom Leben der Ritter zu einem 1000 Jahre später lebenden Grafen und seinen vortragenden Enkel. Dieser sprach eine Stunde lang frei und die Schüler:innen auch immer wieder an, zog Vergleiche, die sie verstehen konnten. Ich schrieb fleißig mit, füllte einige Seiten, zwei Kollegen filmten auch, die „Prominenz“ in den ersten Reihen (Bürgermeister, Schulamtsträger, Reporter, Ministeriale…) nickte wissend. Jetzt, ein paar Tage später, hatte meine anfängliche Begeisterung Gelegenheit. sich etwas zu setzen. Also liste ich hier meine Auffälligkeiten auf, lasse auch Schüler:innen meinen und ganz viel weg.

  • Die Schüler:innen immer wieder zu verschiedenen Fragestellungen aufstehen zu lassen, fand ich einen guten Trick um Aufmerksamkeit. Sie selbst fanden es seltsam und peinlich. Besonders, als es um die Zahl der Kinder ging, die sie kriegen würden) Den Zusammenhang zu dem, worauf er hinauswollte, wurde oft nicht deutlich.
  • Ein freier Vortrag ohne jegliche Medien zur Illustration ist möglich.
  • „Es ist nicht schlimm, wenn ich mit dir rede. Morgens komme ich ein bisschen streng rüber, aber nachmittags bin ich ganz verträglich“
  • Das Thema war: Freiheit, Demokratie, Verantwortung , Vortragender: Karl Graf Stauffenberg – leider wussten nur 2 eingeweihte Personen lange genug davon, ich kam mir dumm vor, vorher nicht gut informiert gewesen zu sein.
  • Versailler Vertrag, Weimarer Republik, Demokratie, Gebietsabtrennungen, absolute Mehrheit, Inflation, Wirtschaftskrise, Bolschwismus, Reichswehr, und der geschichtlichen Begriffe mehr gehen an den meisten Reglschülern einfach vorbei
  • „Anfang des 20 Jahrhunderts war der Adel noch was wert.“ (Ich konnte keine Ironie, keine Distanz erkennen)
  • „Demokratische Parteien wollten keinen russischen Bolschewismus, also beschlossen sie, Adolf Hitler zu wählen,“ (boah, das kann man aber auch differenzierter sehen)
  • „Polenfeldzug“ „für mehr Lebensraum“ (Gesprochen ohne Anführungszeichen, Nazibegriffe ohne erkennbare Distanz verwendet)
  • „Mein Großvater war als Soldat mittendrin dabei, Das war sein Beruf. “ (Wie jetzt, einfache Soldat? Ne, ne)
  • er werde oft gefragt, warum das Attentat so spät versucht wurde – erst Jetzt hatte er die Möglichkeit, an Lagebesprechungen teilzunehmen, Zugang zu Hitler
  • „60% der Deutschen glaubten damals noch an den Endsieg“
  • „Für die Leute vom 20. Juli konnte es nur schlecht ausgehen: Verräter oder Arschlöcher, wegen denen der Krieg verloren ging“
  • „Was hat das mit euch zu tun?“ „Das Leben, das wir führen, ist das normal? Eine Art Naturgesetz?“
  • Verantwortungsübernahme für Einzelne, ein Land, einen Kontinent, die Welt.
  • „ideologistische Gründe“ (mindestens zweimal verwendete er dieses nicht existierende Wort)
  • „Freiheit brauch Mut zur Verantwortung“ war sein Schlusssatz später: „Eine Regierung kann nicht alles Unheil von uns fernhalten, sondern nur den Rahmen bilden, in dem wir uns bewegen“ (Ich kann mich mit der FDP nicht wirklich anfreunden)
  • „So, ich hoffe, ihr habt heute viel von den Dingen in Deutschland gelernt…. Es sind genau die Dinge, die wir in vielen Sachen angesprochen haben“ (aus der Dankes“rede“)
  • „Ein Blick in die Gesichter der N. Regelschüler verrät, das sie darüber nachdenken, wie es wäre, wenn man ihnen Frieden, Freiheit und Demokratie wegnehmen würde.“ (Zeitungsartikel am nächsten Tag)
  • „Wir durften nicht aufs Klo, die Zehntklässler schon“
  • „Ich habe mich gelangweilt gefühlt, weil ich nicht so viel verstanden habe.“
  • „Ich habe nur darüber nachgedacht, wann es endlich vorbei ist.“
  • „Er will us was won Politik erzählen und geht dann erst mal eine Rauchen Auf dem Schulhof.“
  • „Das der Bürgermeister am Handy war, ist nicht OK“ (War auf Zeitungsfoto deutlich zu sehen)
  • „Ich würde mir ein Thema wünschen, dass wir auch schon verstehen.“

Ich wollte mir später sein Buchbestellen doch nachdem ich die Einleitung gelesen hatte, nahm ich davon Abstand. Auch schaute ich mich auf seinen diversen Seiten um und denen der Stiftung. Nicht meine Welt. Interessant: Er lobte ja unsere Schule als „Einzigartig“, dass hätte es so noch nie erlebt. Der Stolz führte fast zum Platzen. Doch sicher sagt er das überall, am nächsten Tag in zwei Schulen im Süden Thüringens, vorher an unzähligen anderen.

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Eine Abkürzung

Bei Stufe 1000 hörte ich auf zu zählen, wir waren lange noch nicht unten in der Schlucht, die App hatte also gelogen, als sie diese Wanderung vorschlug, ins Barranc del infierno. In jeder Serpentine neue Ausblicke, zweimal musste der Fluss möglichst trockenen Fußes durchquert werden, ein kurzer Tunnel, ein Wasserfall, noch mehr Serpentinen, dann endlich, das Flussbett. Kiesbett, trocken, kein Wasser mehr zu sehen. Genau auf der anderen Seite führte der Wanderweg wieder aufwärts, unendliche Kurven und Windungen und wieder über 1000 Stufen. „Dann gehen wir entlang des Flussbettes, hier ist dann ein Weg eingezeichnet, den gehen wir hoch.“ Na los. Noch machte ich mir keine Gedanken, das dieser Weg in der Karte nur gestrichelt war. Wir kletterten über Felssteine, umliefen andere und hüpften von Fels zu Fels. Oleanderbüsche überall, da konnte ich mich gut festhalten. Die Schlucht wurde immer enger, hier musste doch irgendwo der Weg sein?! Schließlich sind uns doch auch Leute entgegengekommen, mit Hund. Da, ein Steinmännchen! Hier ist der Weg! Es war zumindest etwas Wegähnliches zu sehen. Nach 10 Metern hinaufklettern wusste ich, dass ich nicht wieder zurückkäme, zu steil, um abwärts zu gehen. „Noch 25 Höhenmeter, dann wird es flacher!“ Ja, das wollte ich gerne glauben, kämpfte mich weiter nach oben. Fluchend. Das war kein Weg für Menschen! Für Ziegen vielleicht. Also für kleine Ziegen. Eher Hasen. Ich blickte nicht auf den Abgrund direkt neben dem Pfad, nur auf meine Füße. Ab und zu konnte ich mich festhalten, an Rosmarinbüschen ging das gut, Stachelginster und Eichenbüsche eigneten sich nur bedingt. Auch die vielen kleinen Palmen gaben einen eher optischen Halt. Überall Geröll, kleine lockere Steinchen oder Stolperwurzeln. Wann sind wir denn da? „Ist nicht mehr weit. Ein Drittel haben wir fast schon.“ Ich würde am liebsten hyperventilieren, wenn ich doch nur Luft bekäme! Wir befanden uns auf halber Höhe entlang der fast senkrechten Felswände der Schlucht, der weitere Weg war nur beim Laufen erkennbar, aus der Entfernung war nicht zu sehen, wie es weiterging . Diese Abkürzung entpuppte sich als große Herausforderung, hätten wir uns doch nur an die Wegweiser gehalten! Dann, endlich, endlich, kam von der gegenüberliegenden Seite der Wanderweg in Sicht, also nur noch ein Kilometerchen oder zwei durchs Gestrüpp, auf Mäuerchen und am Abgrund entlangkämpfen. Ach, war ich glücklich, den richtigen Weg erreicht zu haben. Der Rest war ein Klacks, 100 Serpentinen mit 700 Stufen nach oben (wir waren also doch nicht auf halber Höhe, eher so unten), dann noch mehrere Kilometer moderat nach oben und unten, endlich, in einem Ort ein Bierchen in einer seltsamen „Pizzeria“ und noch zwei Kilometerchen, dann waren wir wieder am Auto. Durch die Abkürzung sind wir nicht 13 Kilometer gewandert, sondern nur 9. Von den Höhenmetern ganz zu schweigen.

Eine Abkürzung ist ein Weg, auf dem man keinen trifft, den man nach dem Weg fragen könnte.

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insgeheim gedacht

Seit Wochen beginnen wir unsere Deutsch-Stunden mit dem Mitteilen der schönen Momente, die Fünfer sollen darauf achten, wann es ihnen richtig gut geht. Kleinigkeiten, große Momente, Gedanken, alles erlaubt und erwünscht: Sonnenstrahlen auf dem Tisch, von Papa geweckt, mit kleinem Bruder gekuschelt, nicht in die Schule müssen, mit Freundin gelacht, Jungs verarscht, keine Hausaufgaben gehabt, eine Eins bekommen, mit Freunden gespielt….

Als Reflexion haben die Kinder dann Briefe an sich selbst geschrieben, geöffnet werden sie in einem Jahr (oder in 5). Impulse, worüber sie schreiben können, standen an der Tafel. Wünsche, Lachen, Sorgen, Hoffnungen, Liebe, Freundschaft, Glück, Lernen….

  • Ich hasse Nutella mit Butter.
  • Ich und sie sind BFFs.
  • Ich muss lachen wenn ich Hausmeister höre.
  • Ich habe gehofft, wir kriegen schönere Jungs.
  • Ich habe Angst, dass der Krieg aus der Ukraine zu uns kommt.
  • Ich mag Bäume.
  • Ich lerne schon mehr als ich muss.
  • Ich liebe meinen kleinen Bruder, auch wenn er nervt.
  • Als meine Katze mich geleckt hat musste ich lachen.
  • Ich mag es nicht, wenn wir uns streiten.
  • Ich hoffe, ich kriege ein gutes Zeugnis, nicht, weil ich dann gelobt werde, sondern wegen dem Geld.
  • Mein Wunsch ist dünner zu werden.
  • Ich wünsche mir eine schöne Freundin.
  • Ich möchte ein Jahr Ferien.
  • Ich möchte nicht, dass die ganzen grünen A***** über uns regieren und uns sagen, dass wir vegan werden sollen und Elecktrokisten fahren sollen.
  • Lachen ist gesund
  • Wir nerfen alle Lehrer aber egal.
  • Ich arbeite gern mit einem Spaten.
  • Ich muss mich in der Schule besser werden.

Ich freue mich schon darauf, wenn die dann Jugendlichen ihre Briefe lesen werden und was sie dazu sagen. Als meine Grundschullehrerin auf einem Klassentreffen solche Briefe vorgelesen hatte, lachten wir viel, waren aber auch gerührt. Ich wollte damals ein Haus, einen Mann und zwei Kinder. Habe ich.

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