Auf dem Zeltplatz belauscht

Nun, nicht wirklich belauscht, denn Zeltplätze haben es so an sich, dass intimste Wortwechsel, auch wenn sie in normaler Lautstärke abgehalten werden, die rumhockende Campergemeinde erfreuen. Tunlichst sollte man zum Beispiel vermeiden, über den Schlabberlook anderer herzuziehen, besonders wenn man selbst mit wirrem Haar und Uraltshirt durch die Gegend rennt. In Sitztempo.

  • Die Kinder so: „Bist du mein Freund?“ – „Ja, aber der Junge mit der Mütze ist auch mein Freund!“ – „Mama, ich habe zwei neue Freunde!“
  • Die Eltern zweier Sandspielkinder: „Wir fahren jetzt!“ – „Nein! Heul, heul.“ – „Na, gut, noch ein paar Minuten!“ – fröhliches Geplansche – „Jetzt fahren wir aber! Das ist das letzte Wort!“ –  intensives Weiterspielen – „Ein bisschen können wir noch“ – „Jetzt gehen wir aber!“ – heul, heul – „Sofort!“  …. Noch zwanzig Minuten ziehen sich die pädagogischen Gespräche dahin, dann ist endlich Ruhe und sie sind fort.
  • Mutter am Wasserhahn, Tochter auf dem Kinderfahrad sie umkreisend: „Komm her und kämm dir die Haare!“ – „Ja, gleich!“ – Nicht gleich, sofort!“ – „Was?“

Merke: „Sofort“ gehört nicht zum Kinderwortschatz. Oder bedeutet etwas anderes. Vielleicht ist es ein Ignorier-Signal?

 

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Montagsgedanken #29

Sind wir bald fertig?
Ist bald Wochenende?
Ist wenigstens gleich Freitag?
Warum ist Montag?
Wie lange dauert der noch?
Ich muss mal.

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Sonne satt

Wunderbare Tage liegen hinter uns, erholsam und entspannend. Paddeln gegen den Wind, sich vom Schirm ziehen lassen, geschleust, gepicknickt, neue Wasserwege entdeckt (nach 18 Jahren!), gespielt, gewürfelt, gegrillt, gefeuert, genossen. Die erste Nacht gebibbert, die nächsten Nächte waren nicht mehr so kalt. Auch mal ins Wasser gerannt und noch schneller wieder raus. Spektakuläre Sonnenuntergänge und Sternenhimmel. Froschgequake, Gänsegeschrei, Kuckucksrufe, Spechttrommeln, Schwäne, Reiher, Störche und sogar nachts Vogelgezwitscher. Und Sonne satt!

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Ab ins Wochenende!

Zwei Autos sind vollgepackt, die Sachen, die im Moment noch im Flur rumstehen, müssen auch noch rein.Dann fahren wir los. Die Wettervorhersage verspricht Kaiserwetter und deshalb werden wir diesmal hoffentlich nicht so frieren wie letztes Jahr. Zelten! Paddeln! Die Havel! Froschgequake! Mücken! Wasser! Natur! Juchu! Und 4 Tage keine Mails checken und die Welt retten. Auf das Internet bewusst verzichten und auch sonst auf den Computer. Auf das Handy sowieso. Kann ich ja nicht mit um.
Jetzt gehts lohos!

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Montagsgedanken #28

Endlich bin ich den Winterspeck los!

Ich habe jetzt Frühlingsrollen!

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Ich bin überhaupt noch nicht fertig mit Wochenende!

MotivatonFreitag Nachmittag: 4 Runden um den Teich gelaufen und dabei versucht, gut auszusehen. Keiner meiner Schüler hat sich abgeduckt, alle waren gut drauf. Es gerade noch so wieder bis zum Auto geschafft.

Samstag Mittag: totales Gruppenversagen beim Volleyballturnier, wir konnten früher als gedacht nach Hause. Dann koch ich uns eben was Schönes!

Samstag Nachmittag: Gartenarbeit. Frustgraben. Unkraut rausreißen. Der Kompost ist wieder voll.

MaifeuerSamstag Abend: Treffen am Maifeuer. Alkohol vernichtet und viel geschwatzt.

Sonntag: Wo ist der Vormittag abgeblieben? Geburtstagskaffeekuchen im Dorf hinter dem Berg. Kleine Spazierrunde. Hausaufgaben, Bügelwäsche, Tatort, Bett.

Ich bin überhaupt noch nicht fertig mit Wochenende!

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Die Begründung der Woche #2

Wir lesen seit 5 Wochen in jeder Deutschstunde die Tageszeitung, sprechen über den Aufbau einer solchen, über Nachrichten, Berichte, Reportagen und schreiben dazu jede Menge auf. Jeder Schüler erarbeitet eine extra Mappe, einen Projekthefter. Den lassen sicherheitshalber einige zu Hause liegen, da sie dort damit arbeiten. HaHa. Zur mündlichen Leistungskontrolle wird immer ein selbst gewählter Artikel vorgestellt. Inzwischen klappt das auch ganz gut. Der vierzehnte ist an der Reihe und soll „Nachricht“definieren, zum vierzehnten Mal.  – „Das ist eine Nachricht, weil die Sachen, die wir uns aufgeschrieben haben, zutreffen. Weil das so ist, ist das eine Nachricht!“

Ob er mal Politiker wird?

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Wenn Mutti früh zur Arbeit fährt #16

wieder EisSo schön, über Land zu fahren! Rapsfelder in neongelb – grün, mit schneeweiß übermalt. Zartes Grün an den Bäumen , klare Luft und dadurch klare Weitsicht. Ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur. Dann wieder Sonnenschein und blauer Himmel. Natur- und Wetterkino vom feinsten. Die Winterjacke bleibt im Schrank, da friere ich eben ein wenig, bis die Sitzheizung mich auftaut.

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Nachts kälter als draußen

Wenn es nachts kälter ist als draußen,

sollte man lieber zu Fuß als bergauf gehen,

weil es dann nicht so dunkel ist.

Obwohl, bergauf ist es eigentlich näher als zu Fuß.

Und vor allem ist es wärmer als bergab.

Aber für schwangere Jungfrauen ist es immer weiter als tagsüber.

Nur für die drei lustigen Zwei wird es immer kälter sein als mit dem Zug,

denn der Zug fährt schneller als im Stehen.

Aber trotzdem braucht der Zug länger als im Flugzeug,

weil das Flugzeug in Wasser weiter fliegt als in Milch.

Ist ja auch kein Wunder, das Flugzeug ist morgens ja auch leichter als mit dem Zug.

Man kann aber auch zu Fuß mit dem Auto schwimmen.

Das ist sogar billiger als in der Stadt.

Aber das Beste überhaupt – man bleibt einfach daheim.

Da ist es immer noch schöner als zu Hause!

 

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E.D.E.N.

Lange habe ich daran gelesen, dem Roman „E.D.E.N.“ von Mike Engel. Das liegt daran, dass ich immer nur kleinere Abschnitte gelesen habe. Denn es sind so viele Informationen und Theorien in der Geschichte verpackt, die ich vor dem Weiterlesen durchdenken wollte. Warum und wie wir glauben oder auch nicht, was sich im Gehirn abspielt oder auch nicht, wie es genutzt und manipuliert wird und was Denker, Philosophen und Mystiker davon hielten. Ich hatte nie so richtig verstanden, was Mystiker sein sollen, jetzt immerhin habe ich eine kleine Ahnung.

Und die Geschichte? Nicht nebensächlich, denn die drei Personen, die immer wieder in Kontakt kommen, können unterschiedlicher nicht sein. Obwohl die „Vorgeschichte“, also wieso die Figuren so handeln und denken, nur angedeutet wird. Der Statiker will sich eigentlich umbringen, tut es aber nicht, sondern  verliebt sich und hat eine Offenbarung, die Pianistin ritzt sich und hat sich mit einer Geflügelschere auch einen Finger abgeschnitten und deren Bruder träumt vom Ruhm, da er etwas entwickelt hat, mit dem er Gehirne auf Entfernung manipulieren kann. „Gibt es Gott oder ist er eine Erfindung des Gehirns?“ ist die zentrale Frage des Sachbuchs/Romans.

Ein kleiner Zettel liegt im Buch, der Autor weist darauf hin: „... dass nicht die (Liebes)geschichte im Mittelpunkt steht, sondern die Auseinandersetzung mit Religion und Wissenschaft…“ Nett ist auch der persönliche Gruß vorne, denn ich habe auch dieses Buch wieder über BloggdeinBuch erhalten. Ob Mike Engel der richtige Name des Autors ist? Erzengel Michael war meine Assoziation, schon als ich das Cover sah. Und da ich jetzt weiß, wie die äußere Handlung abläuft, kann ich mich beim nächsten Lesen noch mehr auf die Einzelheiten konzentrieren!

Leseempfehlung!

 

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