Ich glaube, ich werde ein Irrenhaus eröffnen.
Kundschaft gibt es ja mehr als genug,
Ich glaube, ich werde ein Irrenhaus eröffnen.
Kundschaft gibt es ja mehr als genug,
J.W.von Goethe Gleich und gleich
Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein –
Die müssen wohl beide
Für einander sein.
Zusatztipp: Sich eine Wagner-Oper (oder zumindest Teile davon) herunterladen und über Kopfhörer beim Besuch anhören. Schön laut. Dramatisch, passend zur Landschaft!
Nein, selbst ausgedacht habe ich mir diesen Titel, diese Überschrift, nicht, sondern Melanie Sumner. „Eine Therapie für Aristoteles“ habe ich über BloggdeinBuch bekommen und ich muss sagen, ich habe es innerhalb dreier Tage gelesen, obwohl ich üüüüberhaupt keine Zeit zum Lesen habe. Ein erstaunliches Buch, geschrieben aus der Sicht einer Zwölfeinhalbjährigen, die einen Roman schreiben will. Romane schreiben in dreißig Tagen heißt ihr Ratgeber, nach dem sie sich richtet und schreibt. Über ihre chaotische Familie, die Schule, die Liebe und das Leben. Und das kommt gar nicht altklug daher, ganz im Gegenteil. Witzig, humorvoll, auch spannend, klug und geistreich. Und sehr kurzweilig.
Als zum Beispiel der kleine Bruder die Armatur abreißt und alles überflutet wird, versuchen sie zunächst, selbst den Haupthahn abzudrehen, was weder Mutter, noch Tochter gelingt dies und der Sohn wird beauftragt Putzlappen zu holen, um aufzuwischen, er bringt Gästehandtücher.
Im Flur flippte Diane gerade aus „Das sind keine Putzlappen, das sind Handtücher! Meine Gästehandtücher!“ „Wir kriegen doch gar keine Gäste!“, antwortete Max.
In der größten Not wird dann der Opa angerufen, diese Dialog am Telefon ist so schön! Ich kann das hier nicht alles aufschreiben (zumal ich gerade einige Abschnitte unbedingt nochmal lesen musste). Aber das ist „nur“ der Anfang, es kommen durchaus viele“ernste Angelegenheiten“: Verlust des Arbeitsplatzes, Rassendiskriminierung, Geldsorgen, Liebeskummer, verstorbener Vater, PMB (Positive Männliche Bezugsperson), Mutter-Tochter-Konflikte und viel mehr.
Übrigens will Aristoteles, genannt Ari, auf keinen Fall zur Therapie, sie möchte einen Bestseller schreiben, als Therapie-Ersatz, und damit den Geldsorgen entkommen und für ihre Familie sorgen.
Ein Vergnügen, dieses Buch aus dem Dumont Buchverlag zu lesen!
Unbedingte Leseempfehlung
Roman; 352 Seiten , Gebunden mit farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen , Originalverlag: Vintage Books, New York 2015, Originaltitel: How to write a novel
Erscheinungstag: 15.02.2016
ISBN 978-3-8321-9796-4
Hardcover, gebunden; 19,99 Euro
Übersetzung: Eva Kemper
„Die erste Strophe hat bestimmte bzw. wunderliche Merkmale.“
Aus Gründen waren die Kinder am Wochenende zu Hause. Also, im alten Zuhause. Und um ihre Alten zu Hause zu beeindrucken, haben sie sich nicht extra aufgehübscht. Das mit dem Beeindrucken hat geklappt. Ich habe meine Erstaunen als Fotografie festgehalten. GroßF trug anlässlich seines Geburtstages jede Menge Bierkästen und Winterschuhe. Angeblich hat er keine anderen. So schrieb ich ihm einen Denkzettel: Schuhe kaufen! Darunter er: Stiefelsaufen! Und wieder ich: Haare raufen. Wahrscheinlich wäre unsere schriftliche Kommunikation ausgeufert, wenn die Gäste nicht gekommen wären.
Der Brudergast, auch genannt Kleinf, zog sich nach den Feierlichkeiten und zur Erbauung der Bahnmitreisenden seine guten Sachen an.
Sprachlosigkeit, dein Name ist Socke!
Hier die schriftliche Kommunikation zwischen Mutter und Sohn, Dauer: 3 Stunden (in diesen drei Stunden Anwesenheit aller Beteiligten am Ort des Geschehens, jedoch immer in unterschiedlicher Entfernung zum Kommunikationsmittel)
Noch kocht die Stimmung im Lehrerzimmer nicht über.
Ich bin alleine in der Polonäse.
Aber die Kollegen gucken schon interessiert.
Ach, es gibt noch ein paar:
„Ich mag die Ballade sehr, obwohl ich am Anfang falsche und andere Eindrücke hatte, da es wirklich mit seiner Wandelbarkeit erweist.“
Eine Frau steigt, mit ihrem Kind auf dem Arm, in einen Bus. Da sagt der Busfahrer zu ihr: „Mensch, Sie haben aber ein hässliches Kind!“ Die Frau ist sichtlich schockiert, aufgebracht setzt sie sich dennoch in den Bus. Nach einiger Zeit fragt sie ein Mann, der ihr gegenüber sitzt: „Sagen Sie, weshalb sind sie denn so aufgebracht?“ Die Frau antwortet: „Na hören Sie mal, der Busfahrer hat mein Kind übel beschimpft!“ Der Mann erwidert: „Das ist ja eine unglaubliche Frechheit! Gehen Sie doch nach vorne und sagen Sie ihm mal so richtig die Meinung – ich halte so lange Ihren Affen!“