Zwischenzeit

Theodor Storm: Herbst

Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die Ähre fällt,
Die Tiere räumen scheu das Feld,
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht,
So brecht der Äpfel goldne Bälle;
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
So schätzt nun endlich das Reelle!

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Witz gefällig?

Ein junger Mann hat schon ewig tierische Kopfschmerzen und geht zum Arzt. „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie! Die gute ist: Ich kann Ihre Kopfschmerzen heilen. Die schlechte: Ich muss Sie dafür kastrieren! Sie leiden unter einer sehr seltenen Krankheit, bei der Ihre Hoden gegen ihr Steißbein drücken und dadurch diese Kopfschmerzen verursachen. Die einzige Möglichkeit, diesen Druck zu verringern ist die Entfernung Ihrer Hoden!“

Der junge Mann ist schockiert, aber da er mit diesen Kopfschmerzen nicht mehr leben möchte, entscheidet er sich für die Kastration.

Als er aus dem Krankenhaus kommt, zum ersten Mal seit 20 Jahren ohne Kopfschmerzen, hat er das Gefühl, dass ihm ein Teil fehlt. Er beschließt, sein Leben neu zu beginnen und geht zum Herrenausstatter und sagt zum Verkäufer: „Ich hätte gerne ein neues Jackett!“ Der ältere Verkäufer betrachtet ihn kurz und sagt: „Okay, Größe 44!“

Der jung Mann ist erstaunt: „Woher wissen Sie das?“ – „60 Jahre Berufserfahrung!“

Der jung Mann zieht das Jackett an und es passt perfekt. Während er sich im Spiegel betrachtet, fragt der Verkäufer: Und wie wäre es mit einem neuen Hemd?“

Der junge Mann denkt kurz nach und sagt dann: „Okay“. Wiederum betrachte ihn der Verkäufer genau und sagt: „Kragenweite 41, Taillenweite 128!“

Der junge Mann ist total erstaunt: „Das stimmt! Woher wissen Sie das?“

Verkäufer: „60 Jahre Berufserfahrung!“

Der junge Mann probiert das Hemd an und es passt perfekt. Fragt der Verkäufer: „Und wie wär’s mit neuer Unterwäsche?“

Der junge Mann denkt kurz nach und sagt dann: „Okay“

Nach einer weiteren optischen Begutachtung sagt der Verkäufer: „Größe 7!“

„Ha!“, sagt da der junge Mann, „Ich trage Größe 5 seit ich 18 bin!“

Da schüttelt der Verkäufer mit dem Kopf und sagt: „Sie können keine Unterhosen in Größe 5 tragen. Eine Unterhose in Größe 5 würde Ihre Hoden gegen das Rückgrat drücken und Ihnen tierische Kopfschmerzen verursachen!“

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Endlich gelesen

In einem Flughafenbuchladen habe ich mir Anfang des Sommers „1984“ gekauft, endlich wollte ich George Orwell lesen, ich verstehe eigentlich gar nicht, warum jetzt erst. Ich habe recht lange dafür gebraucht, manchmal musste ich schon nach einer Seite das Buch ruhen lassen und darüber nachdenken. So viele Parallelen, so viele Anspielungen, so viele Vergleiche, so viele Assoziationen! Nicht nur zum sogenannten Dritten Reich oder zum Stalinismus, auch zur Diktatur des Volkes wie es sich die „oberen“ erwünschten. Und natürlich dachte ich beim Lesen auch an Trumps Amerika („Großer Bruder).

Ein paar Textstellen, die mir besonders aufgestoßen sind:

  • „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft – wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
  • „Der große Bruder sieht dich.“
  • „Macht ist kein Mittel, sie ist ein Endzweck.“
  • „Die Wirklichkeit existiert im menschlichen Geist und sonst nirgendwo!“
  • „Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles weitere.“
  • Gedankenverbrechen „Zu guter Letzt werden wir Gedankendelikte buchstäblich unmöglich machen, weil es keine Wörter mehr geben wird, um sie auszudrücken.“
  • Doppeldenk
  • Neusprech „Wenn man genug Wörter hat, kann man das Denken kontrollieren“
  • Ministerium für Wahrheit
  • Ministerium für Liebe
  • „Für Leute über dreißig war es beinahe schon normal, sich vor den eigenen Kindern zu fürchten.“
  • „Nichts gehörte einem, bis auf die paar Kubikzentimeter im eigenen Schädel.“
  • „Die schlimmste aller Ketzereien war gesunder Menschenverstand.“
  • „Die Partei ist jederzeit im Besitz der absoluten Wahrheit, und das Absolute kann natürlich nie anders gewesen sein als jetzt.“
  • „Das Ministerium für Frieden befasst sich mit Krieg, das Ministerium für Wahrheit mit Lügen, das Ministerium für Liebe mit Folter, das Ministerium für Überfülle mit Hungertod. Diese Widersprüche sind weder zufällig, noch resultieren sie aus gewöhnlicher Heuchelei; es sind vielmehr gezielte Übungen in Doppeldenk.“
  • „Wenn wir allmächtig sind, werden wir die Wissenschaft nicht mehr nötig haben.“

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Endlich Freitag

1. Nach welchen Kriterien auch immer etwas festgelegt wird, man meckert darüber.

2.  Ich habe an alles gedacht und ich habe garantiert etwas vergessen.

3.  In meinem Bett kann ich wunderbar lesen.

4.  Zum Yoga zu gehen hat sich wieder mal richtig gelohnt.

5.  Sich auf das Schöne, Positive zu konzentrieren fällt mir gar nicht leicht .

6.   Esse ich abends auf Klassenfahrt im Restaurant oder koche ich mit den Schülern?.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf „Victoria“ , morgen habe ich geplant, erst dann zu entscheiden, was ich mache und Sonntag möchte ich einen Ausflug unternehmen und dann meinen Koffer zu packen!

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Klasse, Fahrt!

  • Schmutzwäsche des 15jährigen nach 5 Tagen Klassenfahrt: eine Hose, ein Shirt, eine Unterhose, ein paar Socken.
  • Auf die Frage, was sie alles so gemacht haben, zählt er dreißig Minuten Filme und Serien auf. In seinem Bungalow hatte der Vormieter vergessen, seinen Netflix-Account auszuloggen.
  • Lehrer bei der Elternversammlung: „Diese Regel zu Schwimmen sind uns sehr wichtig, schließlich fahren wir mit 90 Kindern auf Klassenfahrt und wollen auch mit 90 zurückkommen! Besorgte Mutter neben mir murmelt: „Hauptsache nicht mit 91!“
  • Ich bereue es, auf Klassenfahrt nie um 3 Uhr nachts bei meinem Mathelehrer ins Zimmer gerannt zu sein, um ihn nach binomischen Formeln zu fragen…
  • Oh verdammt, bin leider in den falschen Bus eingestiegen. Ach was soll’s, bin dann eben auf Klassenfahrt nach Budapest.
  • Vor dem Gymnasium kommt ein Reisebus an. Jede Menge Eltern stehen rum und warten auf ihre Kinder. Der erste, der aussteigt, ist ein Teen im Flamingo-Schwimmring, mit Einhorn-Duschhaube auf dem Kopf. Ich glaub, die Klassenfahrt war gut.
  • Lehrer zur Klasse: „Wisst ihr, man muss nicht verrückt sein, um als Lehrer auf Klassenfahrt zu fahren. Aber es hilft ungemein!“

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Gesagt, gelacht.

Mein Smartphon ist ziemlich heiß, da es eine Weile in der Seitentasche am Niedergang steckte, schon seit Stunden sind es mindestens 40 Grad in der Sonne. Ich fürchte; „Das verformt sich noch wie deine Badelatschen, Jens!“ – „Da kriegst du Blasen am Ohr!“ (Seine Badelatschen schmiss er weg, nachdem er sich eine Riesenblase an der Ferse zugezogen hatte.)

Inzwischen ist es dunkel, wir spielen an Deck Karten. Der Skipper: Es ist knapp davor. Ich ziehe mir noch was an!“ (kurze Hose und T-Shirt!)

Wir beobachten Jugendliche, die abends im Hafen flanieren. Sie kichern ununterbrochen und lachen sich kaputt. Ich bedaure laut, nicht mehr 14 zu sein und bemerke ganz neidisch: „Ja, das waren noch Zeiten, als man ständig über alles und jeden kicherte!“- Jens ganz trocken: „Wir lachen viel niveauvoller!“

Auf der Insel Erikousa waren es vom Boot zum Strand etwa 30 Meter. Nach dem erfrischenden Schwimmen zieht sich der Skipper die Badehose an Deck aus und windet sich ein Handtuch um. Ich zitiere Jens: “ Früher konnte ich das Handtuch umwinden und feststecken, Jetzt muss ich es zuhalten.“ Ich füge hinzu: „Hinten guckt eine Backe raus. Du musst es umdrehen!“

Etwas später bekomme ich mein Fett (leider nicht!) weg .Diesmal ziehe ich, obwohl die Boote inzwischen dicht an dicht liegen, mein nasses Badezelt an Deck aus: „Das macht ja nichts.“ – „Die einen sagen so, die anderen so!“

Gegen Mittag, wie genießen unsere Weinschorle an Bord, legt nebenan ein Schlauchboot der Küstenwache an. Sie bringen einen dicken schwarzgewandeten Popen, der von einem anderen Popen in einem schwarzen Auto am Kai abgeholt wird. Von Bord geht auch ein schwarz gekleideter „Assistent“, der alles trägt. Viele Leute wohnen dem Inselereignis bei. Wir ja auch.

Ich suche mein Buch: „Wo habe ich denn meinen dicken Schinken?“ – Skipper: „Da sitzt du doch drauf!“

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Segeln im Sommer

Zwei Wochen lagen wir fest, ohne Motor, zum Glück in einem wunderbaren kalabrischen Hafen, zum Pech unseres Gastes, mit dem wir eigentlich nach Korfu segeln wollten. Eine schöne Zeit hatten wir trotzdem, doch wir erwarteten sehnsüchtig den Einbau des generalüberholten Motors. Lange Geschichte, doch zunächst unsere Meilen in drei Wochen:

  • Motor ausprobieren und Badestopp vor Rocella: 3,3 sm
  • Rocella – Crotone : 63,3,sm
  • Crotone – Cira Marina: 23,3,sm
  • Cira Marina – Leuca: 64,5,sm
  • Leuca – Erikousa: 65,8 sm
  • Erikousa – Gouvia Marina: 29,7. sm
  • Gouvia Marina – Mandraki Marina :6,2, sm
  • Mandraki Marina – Gaios/Paxos:32,7, sm
  • Gaios: Marina Preveza:32,2,sm
  • Preveza – Ankern nahe Vomitza: 7,3, sm
  • Vomitza – Cleopatra Marina Preveza: 6,8 sm

Gesamt: 335 sm

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Wohin soll denn die Reise geh´n?

Es wollen zwei auf Reisen geh’n
Und sich die weite Welt beseh’n:
Der Koffer macht den Rachen breit,
Komm mit, es ist soweit.


Wohin soll denn die Reise geh’n?
Wohin, sag, wohin, ja, wohin?
Wo wir den bunten Sommer sehn,
Dahin, ja, dahin.

Weil’s heiß das Reisefieber brennt,
Weckt es die Lust, die jeder kennt,
Hinauszuzieh’n im Wanderschritt.
Es ist soweit, komm mit!

Der Sommertag, wie schön er war –
So blumenbunt und sonnenklar!
Die Bahn auf blanker Schienenspur
Durch grüne Landschaft fuhr.

Sie kommen schon – das Ziel ist nah!
Es trägt die Mundharmonika
Den frohen Klang den Weg zurück –
Das Lied vom Ferienglück.


Wohin soll denn die Reise gehn?
Wohin, sag, wohin, ja, wohin?
Wo wir den bunten Sommer sehn,
Dahin, ja, dahin.

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Reisezeit ist Witzezeit

  • Herr Meier kommt aus dem Urlaub zurück. Am Flughafen fragt ihn der Zollbeamte: „Zigaretten? Zigarren? Schnaps? Kaffee? Tee?“ Darauf Herr Meier: „Vielen Dank, kein Bedarf, habe von allem schon reichlich im Gepäck.“
  • Der Hotelier zum abreisenden Gast: „Nicht wahr, Sie empfehlen mich doch in Ihrem Bekanntenkreis weiter?“ „Ja, sehr gerne, nur weiß ich im Moment niemanden, gegen den ich etwas habe.“
  • Maria sitzt in London in einem Kaffee und isst Kuchen. Der Kellner kommt, will abräumen und fragt: „Are you finish?“ Worauf Petra antwortet: „No I’m Swiss“.
  • „Wohin fahren sie Urlaub, Herr Schmidt?“ „Nach Sicht.“ „Wo liegt denn das?“ „Ich weiß es auch nicht! In der Zeitung heißt es immer: „Schönes Wetter in Sicht.“
  • Auf einer Safari begegnet den Urlaubern ein Tiger. Ängstlich fragt einer den Reiseleiter: „Ist der denn nicht gefährlich?“ – „Nein, keine Sorge, der ist satt!“ – „Woher wissen Sie denn das?“ – „Weil Herr Schmidt fehlt!“
  • „Dein Mann sagt, ihr reist dieses Jahr doch nicht nach Spanien? – „Nein, das ist falsch. Nicht nach Spanien sind wir im letzten Jahr geflogen. Diesen Sommer reisen wir nicht nach Schweden!“
  • „In meinem Hotel fühlte ich mich wie zu Hause.“ – „Ach, du Ärmster. Manchmal hat man eben viel Pech im Urlaub!“
  • „In diesem Jahr mache ich nichts im Urlaub. Die ersten Tage liege ich einfach nur im Schaukelstuhl.“-„Wird dir da nicht langweilig?“ – „Hm, wenn es soweit ist, fange ich mit dem Schaukeln an.“
  • „Wie fandet ihr denn die Berge?“- „Wir fuhren die Straße immer geradeaus und da waren sie dann plötzlich!“
  • Der Reisende geht zum Schaffner und fragt: „Wie lange hält der Zug?“- „Mit Pflege und Liebe gute 30 Jahre.“

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Endlich Freitag!

1. So ein Sommerregen  bringt Frische in den Tag .

2. Ich habe lange etwas davon –  Mückenstiche.

3. Manchmal mag ich frühes Aufstehen.

4. Bei der Hitze bin ich einfach nur müde.

5. Ein schönes Plätzchen für die Mittagspause ist unter einer Linde .

6.  Ständig alles Aufzuräumen halte ich für übertrieben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den kleinen gepackten Koffer , morgen habe ich geplant, den Anreisetag zu genießen und Sonntag möchte ich im Mittelmeer baden !

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