Ich bin heute wieder flink wie ein Wiesel.
Ein altes Wiesel.
Blind. Mit Arthrose.
Am Straßenrand liegend.
Plattgefahren.
Vor 5 Tagen.
Ich bin heute wieder flink wie ein Wiesel.
Ein altes Wiesel.
Blind. Mit Arthrose.
Am Straßenrand liegend.
Plattgefahren.
Vor 5 Tagen.
WordPress teilte mir mit, dass ich vor 7 Jahren diesen meinen Blog begann und bedankte sich für mein Vertrauen. Wie schön. Da schließe ich mich meinem Vorredner an und freue mich, dass ihr so zahlreich erscheint, jeden Tag. (Ich wollte schon immer mal Vorredner, anschließen, zahlreich und erscheinen in einem Satz unterbringen, im Sinne eines Bullshit-Bingos. Auch der letzte Satz dieses Artikels gehört dazu.)
Nun etwas Statistik: im ersten Jahr, 2008, ist dieser Blog 2429 mal aufgerufen worden, in gut zwei Monaten. Na gut, in dieser Zeit hatte ich 98 Beiträge veröffentlicht, ich scheine damals viel mehr Ideen verschrieben zu haben. 2009 habe ich sogar 316 Artikel geschrieben, so viel wie nie wieder, denn in den folgenden Jahren waren es um die 250, in den letzten drei Jahren etwa 170. Und die Besucher? Kommen aus 10 Ländern, über 10 000 jedes Jahr, aktuell folgen 88 Leser (die ich nicht persönlich kenne) jedem veröffentlichten Beitrag im Abo, die beliebteste Uhrzeit ist 19.00 Uhr, und zwar mittwochs. Nanu. Wie kommt das denn?
Ich habe sehr viele sehr schöne Blogs über meine Leser kennengelernt und erstaunliche Entdeckungen gemacht, ich bewundere, wie toll, kreativ, informativ, lustig, tiefschürfend und interessant so viele schreiben. Das will ich eigentlich auch, doch küsst mich die Muse nur noch selten. Dies ist übrigens mein 1573. Beitrag und der mit den Kefirmärchen ist immer noch der meistgelesene und meistkommentierte. Da habe ich wohl in einem Wespennest rumgestochert!? Wenn ich mal lachend den Kopf schütteln will, lese ich diese Kommentare, wer auch Lust hat: Die Märchen vom Kefir.
Nochmal zur küssenden Muse: Was soll ich bloß schreiben? Was möchtet ihr lesen? Inspiriert mich!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Kurzentschlossen bot ich an, für eine anstehende Feier die Tischkarten zu machen. Vorgaben: hellgrüne Tischdecken, irgendwas mit Herbst, 50 Stück. Also nahm ich mein altes Aquarellpapier und schnitt Tags aus, lochte sie und ging ins Bett. In der Nacht darauf fiel mir irgendwie ein, was ich daraus machen wollte. Ich ging erst mal zur Lieblingsnachbarin und plünderte ihren Gingko, der das aber gar nicht merkte. Schnell zwischen alte Zeitschriften gelegt und einen Stapel Bücher drauf, einen Tag pressen sollte reichen. Weiter: das Papier durch die BigShot gedreht, mit einem Blumenmuster, ein paar Mal mit verschiedenen Stempelkissen darüber, von beiden Seiten, orange, grün und oliv. Dann weinroten cardstock (Tim Holtz) in Streifen geschnitten und etwas dünner Transparentpapier eines alten Kalenders, schön fest. Die zwei Streifen gelocht, übereinandergelegt und mit einer Öse am Papier befestigt. Gelbe Organzaschleife dran und jetzt noch ein Gingkoblatt darunter kleben. Das hielt leider nur gut mit Fotokleber von der Rolle (Rossmann), weshalb das Kleben ein bisschen dauerte. Fertig. Den Namen der Gäste auf den Transparentstreifen schreiben überlasse ich der Gastgeberin, meine Handschrift ist eher ungeeignet. Mal sehen, wie es heute Abend aussieht.
(Hier ist noch eine andere Idee für Tischkarten.)
Für diese 20 Minuten hat es sich gelohnt, in aller Frühe nach Frankfurt zu fahren, in Staus zu stehen
, völlig überteuerte Kaffees zu trinken und kilometerlang im Messetrubel hin-und herzulaufen. Natürlich war ich rechtzeitig im Lesezelt, um uns in der ersten Reihe Plätze zu sichern. Das Interview mit Charlotte Roche war auch amüsant (Jetzt werde ich wohl doch ihr neues Buch lesen müssen!), dann kam Isabel Allende auf die Bühne, wurde verkabelt und das Gespräch begann. Ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut! 3 Meter vor mir, nett lächelnd und ausführlich die Fragen beantwortend, zum neuen Buch, zu ihrer Inspiration, zu ihrem Erfolg, welche Tipps sie angehenden Schriftstellern geben kann, in welcher Sprache sie träumt… Sie hat mich 4 Mal direkt angesehen! Dann haben sie die Fotografen mit den Riesen-Objektiven umzingelt und ehe ich sie um ein Autogramm bitten konnte, war sie schon wieder verschwunden. Schade! Hätte ich mich doch nur getraut, zu ihr zu gehen, als sie an der Seite saß! Aber ich hatte gerade keine Wörter mehr, um sie anzusprechen. Doch ich bin so froh, sie live erlebt zu haben, wenn auch nur kurz. Sie ist gerade auf Lesereise für ihr neuestes Buch („Der Japanische Liebhaber“, „El amante japones“) Ein paar Minuten habe ich sie mit meiner Kamera gefilmt, natürlich ist jemand durchs Bild gelaufen und die Qualität ist auch nicht so toll. Witziges Detail: auf dem Bild hat sie ihre Kette noch um, doch sie hat den Ton, das Mikrofon gestört, so hat sie kurzerhand die Kette um den Arm geschlungen, sah auch gut aus!
Auf dem Blauen Sofa war sie auch, in der ZDF-Mediathek kann man sich den Mitschnitt anschauen.
Sun Odyssey 36i „Bienvenue“ (Sun Sail), Marina Zea, Piräus; Sonntag – Freitag; 137 sm (davon 81 unter Motor)
Skipper: Thomas; Crew: Felix, Katharina (das erste Mal!), WinniPooh (auch das erste Mal), BenGans (blieb am liebsten unter Deck) und ich
Als gestern im „Wetter“ von Schnee die Rede war, glaubte das wohl niemand. Zum Glück war es zwar weiß, doch nicht mehr so frostig wie die letzten zwei Tage. Inzwischen stehen die Agaven auch drin, erstmal in der Garage, der Schnee muss tauen. Der Weide Zweige haben sich wieder aufgerichtet, die Dahlien blühen noch, müssen aber jetzt wirklich raus. Jetzt heißt es also wieder Pflanzen in Töpfen im Haus verteilen. Dummerweise kein Kind, welches die Arbeiten erledigen könnte, mehr im Haus. Ah, da können die Pflanzen ja ins Kinderzimmer…
Überall, wo gegossen wird, blüht es zur Freude der Touristen üppig. Haben mich im Fühjahr die bunten, grünen Straßenränder, Berge, Gärten und Küstenlinien bezaubert, so ist es doch im Oktober mehr so grau und grün auf den griechischen Inseln. Aus der Ferne jedenfalls. Von Nahem betrachtet sprießt es wie verrückt zwischen den abgestorbenen Pflanzen. Das Grün scheint nur auf ein bisschen Regen zu warten. Natürlich musste ich unbedingt ans andere Ende der kleinen Bucht gehen und dann quer durch Gestrüpp.Da sind kurze Hosen und Sandalen eher hinderlich, die Insektenstiche jucken jetzt noch. Doch zwischen all dem Müll und den Ruinenresten blühten kleine Alpenveilchen. Und viele andere Pflanzen waren zu sehen, die ich aber leider nicht kenne. Geduftet hat es, nach Kräutern. Und was für ein Ausblick, auf das blaue Meer, die weißen Häuser, die bunten Schiffe, die einladenden Restaurants, die Berge, Felsen, Pinien, die klare Bucht….
Alles gesagt gesungen. Danke K. aus W. für den Tipp.
Wir sind wieder hier, weit weg vom Revier, die Sonne auch hier, doch Grade nur vier und kein Anlegebier. Ich verlier gleich den Faden, es ging doch ums Baden: in den Buchten, sogar im Hafen, auf offener See treibend, am Morgen, am Nachmittag, am Abend, jeden Tag. Das Wasser: klar, warm, glitzernd. Badespaß vom Feinsten. (Von wegen wie im Hallenbad!)
Irgendwann ist der beste Wanderschuh ausgelatscht. Oder er passt auf einmal doch nicht mehr so gut wie bei der Anprobe im Fachgeschäft. Sowieso halten Wanderschuhe nicht das Versprechen ein, keine Blasen zu verursachen. Bei mir kommt das alles zusammen. Deshalb stehen die neuen unbenutzt im Kellerregal, die alten stehen mit Blümchen auf der Mauer zu Einfahrt. Aber, es scheint mir nicht allein so zu gehen, denn an verschiedenen Orten sah ich diese Zweckentfremdungen: