Du, wo ist denn das Klo?

Es kommt Besuch angewandert, eine ganze Grundschulklasse aus einem Nachbarort steht hochrot mit erwartungsvollen Augen im unteren Flur, sicherheitshalber dicht zusammengedrängt. Ein Teil dieser Klasse will sich seine neue Schule anschauen und auch mich als ihre neue Klassenlehrerin besichtigen. Wir trinken Apfelsaft im Innenhof, dort ist es schattig und die hiesige InnenhofbesitzGrundschule hat wieder Unterricht. Die Regelschüler allerdings wechseln gerade die Räume und schauen neugierig auf die Neuen. Ein Hallo! Jeder scheint jeden zu kennen, Geschwister, Cousinen, Ehemalige, Nachbarn, Schon-Mal-Gesehene. (Und ich bekomme von den „Großen“ viele heiße Tipps und Warnungen über Fehlverhalten : “ Mein Bruder prügelt nur und reißt anderen die Haare raus, hier mein Arm ist ganz blau!“ Ich antworte, dass er doch viel jünger und kleiner als sie sei. – „Das nützt nichts, er darf alles, was er will. Viel Spaß mit ihm!“) Ich lerne also erste Namen. Wir gehen im Gänsemarsch durchs Schulhaus, sie möchten unbedingt ihren Klassenraum sehen. Da haben gestern endlich die Handwerker angefangen, mit dem einzigen bisher Intakten, der Decke. Im „Aquarium“ mit einer bodenlangen Fensterfront und auch einem Aquarium nehmen wir kurz Platz, dann gehen wir nebenan in den Bioraum. Das gefällt den Grundschülern, denn sie sitzen wie in einem Auditorium. Wir unterhalten uns, spielen etwas und dann dürfen sie Fragen stellen. Ich bin ganz erstaunt, wie ordentlich sich gemeldet wird und dass auch immer nur ein Schüler spricht, die anderen zuhören. Hoffentlich verlernen sie diese Fähigkeit im neuen Schuljahr nicht gleich wieder. Im Keller, im Werkraum, sind sie beeindruckt, von den sägenden, feilenden Sechstklässern und lassen sich zeigen, was sie alles werkeln werden. Jetzt sind die zukünftigen Gymnasiasten etwas neidisch, da sie kein Werken an ihren Schulen haben werden. „Darf ich auch mal sägen?“ „Gehen wir jetzt in die siebte Klasse?“ „Ich muss mal!“ „Hast du meine Schwester gesehen?“ „Wo gehst du jetzt mit uns hin?“ Wir laufen über den Schulhof zur Turnhalle, dort erkennen sie an der Rekordwand viele Namen und sie möchten am liebsten mit den Neunern Ball spielen. Da dieser aber ziemlich scharf durch die Halle fliegt, gehen wir lieber raus, und sie rennen begeistert eine Runde auf der Aschenbahn, in der prallen Mittagssonne. Zum Abschluss führen sie mir noch den Zauberlehrling auf, als Rap. Ich bin beeindruckt. Das wird ein interessantes neues Schuljahr!

Doch jetzt noch zwei Wochen, dann sind Ferien!

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Partydreck

Unglaublich, wie viel Müll die Partygäste auf den Parkplätzen und den Straßen rund ums Glashaus einfach so fallen lassen, oder aus den Autos schmeißen. Als Bärenparkbesucher watet man dann am Sonntag durch gelbe Partybändchen, Zigarettenschachteln, Fastfoottüten, Kippen, Glasscherben und allerhand Dreck. Das Umweltbewusstsein hört ab Mitternacht auf? Die eigenen Autos werden sauber gehalten, der Dreck kommt raus, irgendwer wird das schon aufräumen? Ist das jedes Mal so? Die Anwohner müssen sehr verärgert sein. Da dies seit Jahren so geht, verstehe ich nicht, dass es keine nachhaltige Lösung des Problems zu geben scheint. Räumt euren Müll weg!

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Wochenendrückschau

Zweimal Geburtstagsfeiern, Nachbarschaftsneuigkeiten, ausreichend Gäste, alle Betten belegt, Kinderlein zu Hause, diverse Leckereien, Spieleabend, Kunstmarktbesuch, Sonnenbrand, Lagerfeuer, Bärenpark im Nieselregen und Kaffeehausplausch – das Wochenende war eindeutig zu kurz! Und der Kühlschrank ist immer noch voll!

 

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Vorsätze am Montag #24

Eigentlichen hatte ich heute viel vor.

Jetzt habe ich morgen viel vor.

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Nachtaktiv

„Hast du eigentlich bemerkt, dass ich heute Nacht mal nicht da war? – „Nein. Wann soll das denn gewesen sein?“ – „Ab 3.00 Uhr“ –  „Da habe ich geschlafen. Was hast du denn gemacht?“ – Ich habe fotografiert!“ – „Warum fotografierst du denn mitten in der Nacht?“ – „Jupiter!“ – „Ah. Ist es denn was geworden?“ – “ Ja. mit seinen Monden.“ – „Zeig her!“

 

 

 

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Vorsätze am Montag #23

Wird beim Volleyball eine Aufgabe verschlagen, macht die eigen Mannschaft einen Liegestütz. Das machen wir seit ein paar Wochen so. Das trainiert.  Liegen kann ich schon, am Stützen muss ich noch arbeiten.

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Angehört

  •  „Du hast dein Künstlerheft gestern nicht abgegeben, das war deine 2. Chance!“ – „Ich hab’s vergessen!“ – „Dann gibst du es mir heute ab, deine 3. Chance!“ – „Heute hab‘ ich kein Kunst!“ – „Aber wir haben doch jetzt Kunst, Vertretung!“ – „Das hab‘ ich erst heute gesehen!“  (Die ganze Klasse verleiert die Augen.)
  • „Mein Kind muss Nachteilsausgleich kriegen, für das Gutachten habe ich zwei Jahre in der Grundschule gekämpft!“
  • „Wo essen denn die Kinder ihr Frühstück?“ – „Auf dem Hof, in der großen Pause!“ – „Was, im Stehen? Das geht nicht! Meine Ronja kann das nicht! Sie müssen mit den Kindern im Raum frühstücken!“
  • „Sie müssen dem Brandon die Aufgaben vorlesen und er darf dann mündlich antworten. Wie stellen Sie sicher, dass alle Lehrer das so machen?“
  • „Wo sind denn die Stehsammler und die Kiste, in denen meine Tochter ihr Material lagern kann?“ – „In der Grundschule?“ – „Das habe ich alles bezahlt, das ist mein Eigentum!“ – „Dann wenden sie sich doch bitte an die Grundschule, in die Ihre Tochter noch zwei Monate geht!“
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Papier in Plastik

Nein, nein,nein! Ich will keine Bücher kaufen, die in Plastik eingehüllt sind. Demonstrativ packe ich die noch am Verkaufstresen aus und schiebe der Kassiererin (der Armen!) die Folie wieder hin. Eine Zeitschrift, die sich mit Kunst und Unterricht beschäftigt und mich eigentlich bei meiner Arbeit unterstützen sollte, habe ich aus diesem Grund wieder abbestellt. Und gerade eben habe ich mir auch die Zusendung der eingeschweißten Kataloge für den Segelsport per eMail verbeten. Von Gurken in Plastik bei Edeka will ich gar nicht erst anfangen, beim nächsten Einkauf werde ich mal die Kamera mitnehmen und diesen Wahnsinn fotografieren.

Denn: Unser fein säuberlich getrennter Plastikmüll landet entweder in der Verbrennungsanlage oder, zu weitaus größeren Teil, wird exportiert! Seit Jahren! Die Fotos von Müllflüssen, Menschen im Müll, Landschaften, die unter Plastikbergen nicht mehr erkennbar sind, zeigen also auch unseren Müll! Und gerade heute habe ich im Kunstraum wiedermal ausgemistet, denn er muss leergeräumt werden (Juhu, er wird renoviert!). So viele alte, kaputte, leere Farbkästen habe ich wieder weggeschmissen, und schon wieder habe ich eine Kiste mit Plastiktüten, die man nicht mehr verwenden kann, gefunden und „entsorgt“. Dieses „Entsorgen“ macht mir wirklich langsam Sorgen!  Und was passiert eigentlich mit dem Altpapier und Altkarton? Fröhlich und mit gutem Gewissen kommt alles in den großen Container – aber dann?

Ich heute: Friday for future. 

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eindeutige Warnung

Leserin R. aus T. traf dieses Schild und sendete es mir, herzlichen Dank! Es ist ja eindeutig keine richtige Männertoilette und richtet sich wohl an die Wildpinkler. Wie neulich im Stau auf der Autobahn, als im Minutenabstand sich die Männer am Straßenrand erleichterten und seltsamerweise alle an der einen Stelle am Gebüsch standen, obwohl es mehr günstige Stellen, uneinsichtigerer, gab. (Hier spricht aber nur der Neid aus mir, denn mir war es unmöglich, für alle sichtbar zu pullern.) Zurück zum Schild: Seht ihr auch vor eurem geistigen Auge in der Nähe jemanden mit Schere lauern? Oder hängt gar unter dem Schild ein geeignetes Werkzeug für Selbstabholer Selbstbestrafer? Kopfkino.

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Vorsätze am Montag #22

Ich hätte gern die Gabe der Schlagfertigkeit.

„Was riecht hier so komisch?“ – „Mich hat mein Bauchgefühl verlassen!“

 

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