Verrückte Typen

Die Siebener legten großen Eifer an den Tag und schnitten aus diversen Zeitschriften Unmengen Körperteile. Diese wieder zu einem Menschen zu fügen, war die Aufgabe. Kein Idealmensch sollte es sein, sondern eine ver-rückte Type. Das Schneiden, Legen und Kleben stellte keine große Herausforderungen mehr dar, jedenfalls für die meisten. Die fertigen Typen durften an die Tafel magnetet werden, bald kam eine tolle Galerie zusammen. Der obligatorische Nackedei und ein unfertiger Typ, für den in keiner Zeitschrift passende Teile waren, waren natürlich auch dabei.Aufgeregt zeigten sich die Schüler besondere Ver-rücktheiten, die übrig gebliebenen Teile sammelten wir in einer Mappe, sie wollten „nochmal“. Auch die nachfolgenden Klassen waren kaum von der Tafel wegzukriegen, besonders die Fünfer. Kunst kann also Spaß machen, in der Schule.

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Sonntagswandern im Harz

Kurzentschlossen fuhren wir nach Netzkater, stellten das Auto ab und sputeten uns, die Bahn zu erreichen. Zwei Stationen fuhren wir, außen auf der Plattform, mit der Harzquerbahn bis nach Sophienhof. (4 Euro pro Person) Dabei hatten wir viel Spaß, es ging immer bergan, klar, und wir standen in mächtig viel Dampf. Oder besser: Ruß. Die Dampflok schnaufte, die Wagen ratterten auf den Schienen und wir erzählten uns Kindheitserinnerungen ans Dampflokfahren. Mitten im Wald stiegen wir aus und einen steilen Weg nach oben, unser erstes Ziel war der Clausbergturm. Ganz schön warm wurde uns, die Sonne meinte es auch hier oben sehr gut mit allen Wanderern und Radfahrern. Die Aussicht war grandios, schemenhaft war sogar der Inselsberg zu sehen, der Brocken erschien ganz nah, war aber 20 km Luftlinie entfernt. Den Abstieg begannen wir mit einem kleinen Umweg, doch den steilen Weg mussten wir nun nach unten gehen, was gar nicht so einfach war, jedenfalls für uns Frauen. Im Braunen Hirsch schmeckte der Aperol und das Bier besonders gut, wir saßen nett im Biergarten und mussten uns regelrecht aufraffen, endlich weiterzugehen. An der Ziegenalm holten wir uns noch ein Eis und dann machten wir uns auf den Weg, immer bergab, wieder nach Netzkater. Ausgeschildert waren 10 km, es waren aber weniger. Doch waren wir ganz froh, wieder im Auto zu sitzen und heimzukommen. Insgesamt sind wir 15 km gewandert, mit vielen Höhenmetern. Was für eine schöne Sonntagswanderung!

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Gute Vorsätze am Montag #37

Endlich wieder arbeiten!

 

Ich konnte vor lauter Vorfreude nicht schlafen!

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Gute Vorsätze am Montag #36

Seit ich morgens Liegestütze mache,

fühle ich mich wie neugeboren.

 

Ich liege hilflos herum und weine viel.

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Segelsommer Episode 2

Einige der öffentlich zugänglichen Gartenparadiese in Cornwall haben wir besucht, jedes Mal staunte ich über andere Pflanzen, die ich noch nie vorher gesehen hatte. Hunderte Fotos habe ich gemacht, es fällt mir schwer, einige zum Zeigen auszuwählen. Ganz zu schweigen von den Pflanzen und Blüten einfach so am Wegesrand, an den Küsten und in den Waldstücken. Einen Blumenstrauß fürs Schiff zu pflücken, schaffte ich jedoch nicht, ganz ungewöhnlich, da dies sonst eine meiner ersten Maßnahmen ist. Zu einem wunderschönen Blumenstrauß kam ich gänzlich unverhofft, auf der Rückwanderung zur Fähre, vom Lost Garden aus, immer bergab, doch wir waren uns zunächst nicht ganz sicher, ob dies auch der richtige Weg ist. Aber auch hier blühte es überall, ganz ohne Eintrittsgeld. In einer Kurve dann zwei Häuser, eins schien bewohnt zu sein. Eine Dame hängte Wäsche auf die Leine und wies uns den Weg: über ein Flüsschen, ein Stein lag darüber, hier gab es auch einen Wegweiser, bergauf. Hier stand ein Tischchen, darauf drei Weckgläser mit Blumensträußen. In eine kleine Dose legte ich eine Münze, die Dame und ich bedankten einander und ich trug mein Sträußchen vorsichtig den ganzen Nachmittag vor mir her, hielt in sicher auf der schnellen Fährüberfahrt, bis aufs Schiff. Dort schmückte er fast zwei Wochenlang wahlweise den Steuerstand, den Frühstückstisch, den Salon oder auch während des Segelns die Spüle. Ein gut investiertes Pfund!

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Gute Vorsätze am Montag #35

Was an der Arbeit passiert, bleibt an der Arbeit.

Natürlich.

 

Als ob mir da draußen irgend jemand glauben würde,

was hier abgeht!

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Segelsommer Episode 1

An einem Montag segelten wir 30 sm, nach Plymouth, wir wollten nicht in die Stadtmarina, auch nicht in die International Marina ganz hinten, sondern gleich nach Plymouth Haven, gegenüber der Stadt. Ohne Probleme bekamen wir einen Liegeplatz zugewiesen, wo wir auch angelegt haben, ohne uns weiter umzuschauen. So hatten wir dann einen Fußmarsch über alles Stege bis zum Hafenbüro, wo wir uns anmeldeten. Das war der teuerste Hafen der ganzen Reise, auch mit dem weitesten Wegen. Ich haderte etwas. Ich packte die Schmutzwäsche und auch Duschzeug ein, ging ein drittes Mal 850 Schritte, packte die Waschmaschine voll und duschte in einem privaten Badezimmer ausgiebig. Die sanitären Anlagen waren ausgezeichnet. Als dann die Wäsche auf dem Boot zum Trocknen hing, machten wir uns auf den Weg zur Fähre, eine kleine Wanderung. Wir liefen in Plymouth eine wenig hin-und her, fanden aber nichts wirklich Sehenswertes, nichts Besonderes. Die deutsche Luftwaffe hat auch hier alles zerbombt, so dass es keine Altstadt mehr gibt, sondern vorwiegend Neubauten. Gleich am nächsten Morgen verließen wir den Ort und segelten weiter. So reihten wir uns in die Geschichte ein:

  • Francis Drake spielte auf dem Rasen „Bowling“ (wahrscheinlich doch eher Boule), dann musste er mal schnell los, die Armada vernichten
  • die Mayflower segelte von hier aus los, in die neue Welt, die Pilgerväter an Bord (sicherlich auch Pilgermütter)
  • James Cook segelte auch mehrmals von hier los
  • die Beagle segelt hier los, mit Charles Darwin an Bord
  • Napoleon wurde nach Waterloo hierher gesegelt, ausgiebig besichtigt und nach St Helena verbannt.
  • Ernest Shakleton segelte von hier aus in die Antarktis, die letzte große Expedition
  • auch Greta ist von hier mit losgesegelt, nach New York, wo sie jetzt gerade an der Klimakonferenz teilnimmt
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Gute Vorsätze am Montag #34

Wenn ich beim Yoga die Kerze nicht schaffe,

mache ich einfach Teelicht!

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Sommersegelmeilen

  • 8.7. – 9.7. Lorient – Camaret Sur Mer, Port Vauban 88 sm
  • 10.7. – 11.7 Camaret – Falmouth Haven 117 sm
  • 13.7. Falmouth – Fowey  25 sm (an zwei Bojen)
  • 15.7. Fowey – Plymouth Yacht Haven 30 sm
  • 16.7. Plymouth – Salcombe  23 sm (Mooring)
  • 18.7. Salcombe – Dartmouth 17 sm ( Pontoon, Landzugang)
  • 21.7. Dartmouth – Torqay Habor Haven 12,5,sm
  • 24.7. Torqay –  Weymouth Habour, Pontoon 48 sm
  • 26.7. Weymouth – Alderney, 60 sm, Mooring
  • 28.7. Alderney – Guernsey, St. Peter Port,  22 sm
  • 1.8. St Peter Port – St Peter Port; 1,4 sm Motorschaden
  • 7.8.- 8.8. St Peter Port – Brest, Marina de Chateau, 148 sm

Gesamt: 15 Segeltage, 594,6 sm (davon 149,1 sm nur unter Segel)

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Aus dem Logbuch: der erste Segeltag

Schon früh am Morgen waren wir mit den Rädern der Marina Kernevel  einkaufen, bezahlten den Liegeplatz der letzten Wochen und machten uns fertig zum Fertigmachen.

  • 10.30 ablegen, 15 kn Wind in der Ausfahrt
  • schönes Segeln, keine Welle, raumschots, Sonnenschein
  • Wollen wir weiter? Über Nacht? Na los!
  • nach 23 sm Zwischenstopp auf den Glenants, ankern, ruhen essen (16.30 bis 20.00)
  • Anker auf, neues Ziel: Camaret sur Mer (Das war ja unser eigentliches Ziel nach der Biskaya-Überquerung im letzten Jahr!)  60 sm liegen vor uns
  • wunderschöner, farbenprächtiger Sonnenuntergang, in den wir hineinsegeln, Leuchturm Penmarch. 22.30
  • T. hat die erste Wache, ich versuche zu schlafen, klappt aber nicht
  • 1.20 -3.20 meine Wache: Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus: so viele Sterne, die Milchstraße, Satelliten, Sternschnuppen, Meeresleuchten neben und hinter dem Schiff, das Wasser funkelt, Mondglitzer noch dazu,  fast verpasse ich, wie er untergeht, Delfine! , sie scheinen zu jagen, neben und hinter uns!
  • wenig Schiffsverkehr, auch gerefft sind wir schnell
  • noch kein Tageslicht bei enger Durchfahrt, Befeuerung unklar
  • ich gehe schlafen, T. macht das schon, Motor zu Hilfe
  • 9.45 legen wir längsseits in Camaret an, frühstücken und ruhen ein wenig, es wird schon sehr warm
  • kleiner Rundgang durch die tourimäßige Stadt, Früchte auf dem Markt, viele Blumen überall
  • duschen, Mittagsschlaf
  • aufräumen, Pumpe im Klo reparieren, Fender säubern, dann den Abend genießen
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