Zitat zum Wochenanfang #21

„Das, was jemand über sich selbst denkt,

bestimmt sein Schicksal.“

Mark Twain

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10 Tipps, Potsdam zu erleben

  1. Eine schöne Unterkunft buchen, in der man sich richtig wohl fühlt, mitten in der Natur liegt und etwas ganz besonderes ist. Da am langen Wochenende noch keine Hotels geöffnet waren, kam nur eine Ferienwohnung in Frage. Glück gehabt. (Dazu muss ich einen extra- Artikel schreiben)
  2. Zu Fuß um den Tiefen See, abends: durch den Babelsberger Park bis zur Brücke, Einkehr im Schiffsrestaurant, durch die Schiffbauergasse, die Berliner Straße entlang häuserguckend, über die Glienicker Brücke, noch ein kleiner Park mit Villen, etwa 2 Stunden
  3. Mit einem Paddelboot oder Kanu unterwegs sein: Mietstationen gibt es mehrere, am besten am Vortag schon mal reservieren; schwierige Entscheidung: wo entlang? Wir sind über den Tiefen See, den Teltowkanal bis fast zu Wannsee und wieder zurück. Hier gibt es allerdings sehr wenige Anlandestellen, alles ist privat und hochherrschaftlich. Sogar Hunde werden losgehetzt! Auch die große Anzahl der Motorboote, ihrem Lärm und dem Wellengang ist in einem Kanu eher lästig.
  4. Zu Fuß durch die Stadt: der Dom ist ein Muss, die vielen Museen sind auch von außen schön, gebaut wird immer noch, das Brandenburger Tor betrachten, im Holländerviertel kann man wunderbar einkehren. Es ist eigentlich schön, mit größerem Abstand zu anderen Gästen zu sitzen!
  5. Mit dem Fahrrad durch die Parks: Park Babelsberg, Neuer Garten, Park Glienicke, Volkspark und natürlich Sanssouci. Hier belehren die Besucher jeden Radfahrer über das Fahrradverbot im Park. Die Treppen und Terrassen sind gesperrt, viel schöner ist es sowieso beim Neuen Palais (noch geschlossen) und in Richtung Botanischer Garten.
  6. Aussicht genießen auf dem Pfingstberg: Belvedere – wir konnten die Türme besteigen, mit Maske natürlich, von dort oben sieht man sogar den Fernsehturm in Berlin, die vielen grünen Wälder und blauen Seen sehen wunderschön aus, fast ganz Potsdam liegt zu Füßen!
  7. Cecilienhof (Potsdamer Konferenz!) ist noch geschlossen, doch auch von außen schön, in einem Park an der Havel. Von der ehemaligen Grenze keine Spur mehr, nur Idylle.
  8. Villa der Wannsee-Konferenz: Auch hier Idylle, viele Informationen schon am Zaun auf Plakaten und im Haus eine sehr gelungene und interessante Ausstellung, ein Gedenkort, natürlich nicht an die Täter, sondern Opfer
  9. Glienicker Brücke: Hier laufen vor dem Inneren Auge Agentenaustausch – Szenen ab, es gibt Info- Tafeln und der historische Ort ist sehr präsent. Außerdem kann man Schiffe gucken. Und vom Osten in den Westen laufen. Einfach so.
  10. Mit dem Wassertaxi fahren: die „flüssige Verbindung“, kein billiges Vergnügen, doch schneller und schöner kommt man eigentlich nicht die Seen entlang innerhalb der Stadt.
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Zitat zum Wochenanfang #20

„Der Geist ist wie ein Fallschirm: er kann nur funktionieren, wenn er offen ist.“

Walter Gropius

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Zitat zum Wochenanfang #19

„Nur wer sich auf den Weg macht

wird neues Land entdecken.“

Hugo von Hofmannstal

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Zitat zum Wochenanfang #18

Ein Buch ist ein Spiegel. Wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken!“

Georg Christoph Lichtenberg

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Wenn Mutti früh zur Arbeit fährt #26

Nach so langer Zeit, die sich zäh anfühlte, auch lähmend, durften die Auserwählten wieder in die Schule gehen. Und ich nehme das Rad, obwohl mir früh fast die Ohren abfrieren. Es ist nicht alles wie immer, aber manche Schüler haben die Zeichen der Zeit wieder nicht erkannt. Das nervt diejenigen, die sich richtiggehend fürchten, da die Prüfungen nahen und sie sich (zu Recht) noch nicht ausreichend vorbereitet fühlen. So mussten wir uns ungefragte Zwischenrufe anhören, wie:

  • „Da gibts doch sonen Virus aus Japan.“
  • „Die haben mir ein langes Stäbchen in die Nase gesteckt, da hat nur noch ein Zentimeter rausgekuckt“
  • „Hast du deinen Ausweis mit!“ – „Ja, wieso?“ – „Ne Flasche Wodka“
  • „Da nehme ich diese Wörter. Die Aufgabenstellung ist nicht eindeutig.“
  • „Mein Buch habe ich nicht mehr.“
  • „Ich habe nichts mit.“
  • „Sie müssen sich jetzt die Hände waschen!“
  • „Gibt es dadrauf eine Note?“
  • „Ich hab da mal eine Frage. Gibt es dadrauf eine Note?
  • „Ich hab da mal eine Frage. Auf den Lückentext gibt es eine Note?“

Jetzt weiß ich wieder, was ich so vermisst habe. Ich kann mich wieder über Schüler aufregen! Ich kann in der Schule arbeiten, nicht mehr nur zu Hause. Ab morgen auch mit mehr Stunden als diese Woche, da mehr  Schüler kommen dürfen. Doch unsere Hauptaufgabe wird weiterhin sein, auf die Einhaltung aller Hygieneregeln zu achten und besonders die Abstände anzumahnen. Wir lassen die Schüler praktisch nie aus den Augen, vom Empfang bis zum Buseinstieg. So viel Aufsicht war noch nie.

Deshalb immer noch:

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!

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Das darfst du nicht

Vor den Supermärkten und auch darin, in jeder öffentlichen Einrichtung und besonders in der Schule hängen und stehen allerhand Schilder. Was wir nicht dürfen. Ohne Maske sein. Was wir müssen. Abstand  halten. Was wir sollen. Jeder nur einen Wagen. Was wir sollten. Hände waschen. Außerdem Abstands- und Sperrbänder überall.

In der Schule ist ja nun wieder jugendliches Leben. Wir Lehrer passen sowas von auf, die Schüler sind eigentlich nie und nirgends miteinander allein. Wie lange das wohl gut geht? Nächste Woche kommen noch mehr, einzelne aus verschiedenen Klassen. Wie wir das organisieren werden? Mit welchen Lehrern? Wie schützen wir uns? Wie schützen wir die Kinder? Und wie überhaupt können wir lehren und die Kids lernen?

Aber zurück zu den Schildern. Die meisten schauen sich die meisten gar nicht mehr genau an. Immer dasselbe. Vereinzelt sieht man im Netz, dass durchaus kreativ auf dies und jenes hingewiesen wird. Ich danke Leser M. aus J. für diese Zusendung:

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Zitat zum Wochenanfang #17

„Wir sind so gerne in der freien Natur,

weil diese keine Meinung über uns hat.“

Friedrich Nietzsche

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Welcher Tag ist heute? Was, schon Mai?!

Seit Tagen war ich nicht mehr draußen. Das ist furchtbar, aber ich kann mich nicht aufraffen. Dabei war ich wochenlang draußen, den ganzen Tag lang. Als das Sommerwetter war. Jetzt haben wir Aprilwetter, endlich regnet es immer mal und es ist auch kühler. Da kann man besser am Schreibtisch sitzen, als wenn die Sonne lacht.

Ich habe neulich einen großen Fehler gemacht. Ich war auf der Waage. Die ist weder kaputt noch sind meine Klamotten kleiner geworden. Selbst die Jogginghose mit breitem Gummizug ist nicht mehr richtig gemütlich. da sind die kursierenden Sprüche auf einmal gar nicht mehr lustig.

Ein Panda isst durchschnittlich zwölf Stunden am Tag. Menschen in Quarantäne essen wie Pandas. Wahrscheinlich heißt es deshalb Pandemie.

Oder, wenn man überlegt, wo man sich nach der Quarantäne zuerst anmeldet, bei Weight Watchers oder den Anonymen Alkoholikern.

Dabei zeigt meine Schritte-App durchaus etwas an. Wir waren ja auch wandern, im Harz und im Hainich. Im April 69 km.  Also, insgesamt. (Wenn ich im Garten rumrannte lag das Handy allerdings irgendwo und zählte nicht mit)

  • 28. März  11,68 km
  • 31.März  12,31 km
  • 12. April  13, 02 km
  • 19. April 19,48 km
  • 26. April  11,52 km

Daraus schließe ich, das sporadisches Wandern nicht geeignet ist, Gewicht zu verlieren. Wenn man kein Picknick mitschleppt vielleicht. Jeden Tag 20 km geht.

Abgesehen davon war es wunderbar, bei schönstem Wetter durch die Frühlingslandschaften zu spazieren. Besonders, da wir wandernd uns endlich mit lange nicht gesehenen Familienmitgliedern unterhalten konnten. Natürlich immer einzeln und mit Sicherheitsabstand. Es ist sehr komisch, sich zur Begrüßung nicht mehr zu umarmen, noch nicht einmal die Hände zu schütteln. Inzwischen zucke ich sogar zusammen, wenn in irgendeinem Film die Leute dicht zusammenhängen, das normale Leben eben. Normal ist nun nicht mehr normal.

 

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!

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Stubenarrest # 47.Tag

Auf dem Arbeitstisch stapeln sich endlich wieder die Aufgaben. Seit ein paar Tagen. Oder Wochen? Warum nur gehen die Tage, an denen man nichts macht, nur so schnell vorbei? Sie hinterlassen noch nicht einmal bleibende Eindrücke, alles verschwimmt irgendwie. Doch übermorgen geht es ein bisschen los. Die Schule ist für die Abschlussklassen geöffnet, es findet wieder Unterricht statt. Völlig anders. Ich habe Klo-Aufsicht.

Apropo:  Was ist das?

Das neue Klobecken passte nicht an die Anschlüsse, also habe ich das alte entkeimt. Auf diesem Tisch im Hof bin ich mit dem Arm in unbekannte Tiefen abgetaucht, mit allerhand Mittelchen. Fit. Zitronensäure. Dann Soda. Am wirksamsten war das Backofenspray. Zum Schluss noch Badreiniger. Nach zwei Tagen konnte das Becken wieder angebaut werden, es geht also vorwärts im kleinen Bad.

Ja, das ist Urinstein! Selten war es ekliger!

Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!

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