Prüfung SKS Praxis

Reihenfolge: Karsten, Florian, ich, Franz, Neuer. (Zum Glück konnte wir die Reihenfolge so tauschen, dass Karsten ablegen konnte. Das kann er nämlich sehr gut. Aber alles andere ja auch.) Alle Manöver haben sehr gut geklappt und er überzeugte auch mit seinem theoretischen Wissen. Dann Florian. Bei Boje über Bord unter Motor drehte er einfach noch eine Runde, als er sah, dass er nicht gut rankam. Sprach ganz locker: „Ich dreh noch eine Runde“, fuhr nochmal an und fertig. Kurse, Wenden und Halsen waren auch kein Problem. Die Zwei sind einfach so cool, da erfriert der Schatten. Dann ich. Dummerweise guckte ich als erstes auf die Windanzeige: 38 kn. Ein Teil von mir heulte panikartig auf und jammerte die ganze Zeit vor sich hin. Der sichtbare Teil versuchte ruhig zu bleiben und das Schiff zu steuern. Seltsamerweise ging das gar nicht sooo schwer. Beide Bojenmanöver klappten, beim Beinahe- Aufschießer kam ich gut an die Boje ran, aber dann auf dem letzten Meter steuerte ich wieder sinnloserweise hin und her. Aber der heldenhafte Karsten lehnte sich soweit raus, wie es ihm sein Lifebelt erlaubte und fing sie ein. Pflichtmanöver geschafft! Weiter gings: Kurswechsel (Wende), „Wir fahren jetzt auf dem Backbordbug. Was tun sie jetzt, um auf dem Backbordbug beizuliegen?“ (Mein zweites Ich jaulte innerlich auf- „warum muss ich beiliegen, das kann ich nicht!“) Ich musste heftig überlegen, dann fiel es mir zum Glück ein : Wende, erledigt. Und jetzt? Halse? – Prüferin: „Ach nee, ging doch eben so gut“  Also noch eine Wende, ohne das Vorsegel rüberholen zu lassen, und schon haben wir auf dem Backbordbug beigelegen. „Warum auf dem Backbordbug?“ – Unser Skipper hat es mir gestern noch mal erklärt, und zum Glück fiel es mir ein und ich konnte antworten. Nicht nur mir sind Steine runtergeplumpst. Fertig. Was die anderen zwei noch für Manöver gefahren sind, weiß ich nicht mehr. Zurück in den Hafen und anlegen hat dann der Neue gemacht, der Skipper konnte helfen. Vorsichtiges inneres Grinsen. Aber die Prüfer dürfen nichts sagen, das behält sich der offizielle Schlipsträger des Prüfungsausschusses vor. Wir gingen also ins Büro, warteten eine Weile und nahmen dann die Gratulationen entgegen. Und Florian und ich unseren SKS- Schein. Karsten hat jetzt 2 Jahre Zeit, die theoretische Prüfung abzulegen. Alle haben an diesen Tag ihre Prüfung geschafft. Nun kann ich auf keinen Fall mehr quietschen, wenn zu viel Wind ist, das Schiff sich auf die Seite legt oder in 2 Minuten Abstand eine Böe mit dem Schiff spielen will. Muss jetzt auch immer cool sein.

Fazit: 30 sm hin-und her, viele Manöver, Starkwind, Prüfung bestanden, Nerven behalten, Erkenntnis: Windstärke 7 ist nicht so schlimm, wenn mein Skipper mir sagt, was ich tun soll.

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3 Antworten zu Prüfung SKS Praxis

  1. J.Aus K. schreibt:

    Glückwunsch! da können wir ja vollkommen entspannt losfahren

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  2. Susanne Polcuch schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch von Micha und Susanne
    Bin gestern kurzhosig geradelt, ohne Hitzebeulen! 😉
    Liebe Grüße aus Gotha
    Susanne

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  3. Florian schreibt:

    wir wissen jetzt wie kielholen geht!

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