„Wir denken selten an das, was wir haben,
aber immer an das, was uns fehlt.“
(Arthur Schopenhauer)
„Wir denken selten an das, was wir haben,
aber immer an das, was uns fehlt.“
(Arthur Schopenhauer)
Die ganze Woche schon ringe ich mit mir. Die unerwartete Zeit nutzen für Liegengebliebenes und Neues. Gelähmt sein vor Angst und Sorgen und nichts tun können. Im Stundentakt wechselnd. Positiv Denken ist nicht meine Stärke. Mitten in einem Thriller (von Marc Elsberg oder Andreas Eschbach) stecken, aber gefangen in der eigenen Sicht und Entscheidungen anderer ausgeliefert sein. So ist das sicher immer, aber jetzt tritt es so deutlich zu Tage. Die Beschneidung der Grundrechte trifft uns alle hart. Sehe ich aber ein, eine begrenzte Zeit lang. Die Nachrichten, aus anderen Ländern und aus dem eigenen sind erschütternd. Da geht es uns im Moment noch richtig gut, mit Haus und Hof im Dorf am Wald. Ich stürze mich in die Gartenarbeit und T. renoviert das kleine Bad. Zu tun gibt es genug. Aber heute schaffe ich es einfach nicht vom Sofa hoch.
Was soll ich nur schreiben? Genug zum Aufregen gibt es, genug Neuigkeiten, genug Änderungen. Aber irgendwie nichts Positives. Alle anderen Rubriken, zu denen ich sonst schreibe, kommen mir so belanglos vor. Ich glaube, ich mache mal eine längere Pause, wenn ich meine Motivation nicht wiederfinde.
Du glaubst zu schieben
und du wirst geschoben.
(Goethe, Faust I )
Nach vielen Jahren tat es meiner Meinung nach not, sich mit Notfällen zu beschäftigen. Sicher auf See, diesmal unter den Voraussetzungen eines eigenen Bootes und der Langfahrt. Zielgruppe waren ja eher die Vereinscharterer und Mitfahrer, aber zwei Tage Sicherheitsseminar muss man einfach mitmachen. (Das letzte war 2011!)
Der Versicherungsmensch einer wichtigen Gesellschaft aus Hamburg hatte abgesagt, ein Vereinsmitglied ist eingesprungen und erläuterte uns die notwendigen Versicherungen. Zur Feuerwehr zum Zündeln durften wir nicht ohne Corona-Frei-Bescheinigung. Also werden wir selbst zündeln und löschen. Ins Badeparadies zum Rettungsinsel besteigen gehen wir nicht mit, da wir unsere Anzüge und Rettungswesten ja auf dem Boot und nicht hier haben.
Aber was war nun ?
Alle Menschen sind klug.
Die einen vorher, die anderen nachher.
(Voltair)
Es gab heute ein schönes Frühstück, zu Frauentag. Das ist erstaunlich, denn es lief auch schon anders.
Es gab hier früher mal einen Witz zum Frauentag.
Es gab heute ein unsägliches Schild auf einem Karton, der dann (aus anderen Gründen)verbrannt wurde.
„Die Definition von Wahnsinn ist,
immer wieder das gleiche zu tun
und andere Ergebnisse zu erwarten.“
(Albert Einstein)
Seit ganz vielen Jahren treffen wir uns. Mit den anderen. Am selben Ort. Machen das, was wir immer machen und seltsamerweise auch jedes Mal etwas Neues. Noch erkennen wir uns ohne Probleme, doch sobald wir den Berg hinauflaufen, müssen wir nachschauen, ob es auch der richtige Weg ist. Kann sich ja in den letzten 25 (?) Jahren verändert haben. Gut, wenn der Reiseleiter seine Karte dabei hat!
Ich fordere die Schüler auf, nicht einfach alles abzuschreiben, sondern nachzudenken. Empört bemerkt eine Schülerin: „Ich esse mehr, als ich denken kann!“