Bergfestzeitung III

Enfant perdu – oder die Mühen, einen Posten zu besetzen

Der FDJ-Sekretär, der FDJ-Sekretär,

der hat es bei uns ganz besonders schwer.

Keiner will den Posten haben,

den letzten fressen doch die Raben.

Unser Boß im ersten Jahr

die Christine Thauer war.

Die hat sich Stutz in den Kopf gesetzt

und Christine war entsetzt.

Tausend Gründe führt sie an

warum sie dies nicht machen kann.

Doch Stutz besorgt ’nen Wohnheimplatz

und jetzt Tini nur noch knatzt.

Tini war der Job zu dumm

doch endlich war das Jahr dann rum.

Veröffentlicht unter Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nie wieder trinken!

Ich hatte 20 Flaschen Whisky im Keller, als ich erfuhr, dass der Alkohol der größte Feind des Menschen sei.

Also beschloss ich, den verderblichen Stoff in den Ausguss zu schütten.
Ich zog den Korken aus der Flasche und goss den Inhalt ins Becken mit Ausnahme von einem Glas, das ich trank.
Es war ein großes Glas.
Danach zog ich den Korken aus der zweiten Flasche und goss den Inhalt ins Becken mit Ausnahme von einem Glas, das ich trank.

Dann zog ich den Korken aus der dritten Flasche und goss ein Glas voll ins Becken, das ich trank.
Dann zog ich den Korken aus der vierten Flasche, die ich trank mit Ausnahme von der fünften Flasche.
Dann korkte ich das Becken aus der Flasche und trank ein Glas.
Die sechste Flasche warf ich ins Glas und trank aus dem Becken mit Ausnahme von dem Korken.
Dann zog ich mich aus dem Becken und flaschte den Trank aus dem siebten Glas, das ich korkte. Dann warf ich die nächsten vier Becken aus dem Fenster und aß sieben Korken mit Ausnahme der Flasche, die ich trank.

Dann goss ich mir zwei Glas übers Becken und zählte siebenunddreißig Flaschen.
Dann trankte ich elf Glase und korkste ins Becken.
Dann glaste ich alle Korken und beckte vierzig Flaschen mit Ausnahme von einem Schnapswhisky.
Aber ich bin nicht halb so betrinkt, wie manche denken Leute, mit Ausnahme von einem Glas, mit dem Korken und leckte das Becken aus.

Noch ein Rezept gefällig?

Veröffentlicht unter Fundstücke, Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gute Vorsätze

Ich schließe mich Barbara an, denn passender kann für mich kein anderer Vorsatz für das Jahr 2016 sein:

Konzentriere Dich jeden Tag auf gute Gedanken und stecke andere Menschen mit Deiner positiven Lebensauffassung an. Gleiches zieht gleiches an. Lachen bewirkt Lachen. Liebe bringt Liebe. Harmonie erzeugt Harmonie. Eine gute Tat ruft eine gute Tat hervor. Du musst es nur immer wieder wollen und tun. Das Lächeln, das Du morgens aussendest, kehrt Abends zu Dir zurück.

Veröffentlicht unter Sammelsurium | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

So sah Herr Ringelnatz Silvester

Silvester

Dass bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im geringsten.
Ich merke nur: Die Zeit verrinnt
Genauso wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff, Skandal,
Ich speise Hasenbraten.

Mit Cumberland, und vis-à-vis
Sitzt von den Krankenschwestern
Die sinnlichste. Ich kenne sie
Gut, wenn auch erst seit gestern.

Champagner drängt, lügt und spricht wahr.
Prosit, barmherzige Schwester!
Auf! In mein Bett! Und prost Neujahr!
Rasch! Prosit! Prost Silvester!

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.

Joachim Ringelnatz

Veröffentlicht unter Literatur, Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bergfestzeitung III

Wie falle ich im Seminar auf? – (eine Handlungsanweisung)

  1. Staune interessiert den Seminarleiter an!
  2. Falle ihm ins Wort und melde dich ungestüm!
  3. Stelle eine Frage, egal welche, Hauptsache sie wird interessiert vorgetragen!
  4. Stelle weitere Fragen, egal, ob sie vorher beantwortet wurden oder nicht!
  5. Unterhalte dich im Seminar angestrengt mit sämtlichen Nachbarn – natürlich nur zum Thema! Daran kann man dann weitere Fragen anknüpfen, zum Beispiel: „Uns ist da was nicht ganz klar?!“ oder „Sie haben vorhin gesagt…)
  6. Wird eine Frage an dich gerichtet, die du zufällig nicht beantworten kannst, so stelle eine Gegenfrage nach folgendem Schema: a) „Könnten Sie die Frage nochmal wiederholen?“ b) „Wie hieß die Frage?“ c) „Ich habe Sie nicht verstanden!“ d) „Entschuldigen Sie bitte, ich habe jetzt gerade nicht zugehört!“ e) „Ich konnte Ihnen jetzt nicht so schnell folgen!“
  7. Variationen sind selbstverständlich zulässig, die Seminargruppe ist für jede Aufmunterung dankbar!
  8. Auch wenn man zu spät kommt, kann man immer noch etwas früher gehen: „Ich habe vorhin vergessen zu fragen, ob ich 10 min. eher gehen kann, ich muss zum Zahnarzt!“ – lächeln – aufstehen – gehen

Veröffentlicht unter Fundstücke | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bergfestzeitung II

Was ist ein Dozent?

Ein den Studenten quälendes, im Hörsaal herrschendes, Papier und Tafel beschmierendes, alles bemängelndes, Füller borgendes, Ulk vermeidendes, krankheitsloses, Ruhe predigendes MENSCHLEIN, welches in seiner Existenz leider unvermeidbar ist.

Was ist ein Student?

Ein von Gott erdachtes, durch das Gesetz gemachtes, vom Weibe geborenes, gegen alles verschworenes, nach dem Hintermann lauschendes, sich öfter berauschendes, mit dem Geiste nie denkendes, die Kräfte verschwendendes, ein immer fluchendes, nach Dummheiten suchendes, die Uni umkreisendes, nichts Gutes verheißendes, nie etwas wissendes, Ordnung vermissendes, ständig meuterndes, nur Blödsinn erläuterndes, doch niemals fragendes, nach Eisbechern jagendes, im Grunde meist ehrliches, deshalb unentbehrliches, doch außerordentlich dummes notwendiges Übel der Menschheit.

Veröffentlicht unter Fundstücke, Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Aus der Bergfestzeitung

Wer kann essen viel und schnell?

Es ist die Isabell.

Nur dicker wird sie davon nicht.

Sie ist und bleibt ein Leichtgewicht.

Dafür ihr Mundwerk ständig wächst

was Frau Ewald gar nicht schätzt.

Ihr Ausruf: „Aber Frau Friedrich!“

klang deshalb ziemlich fürchterlich!

Doch Ewald, Taube, Fallschirmspringen,

Isabell lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Ihre Nerven sind noch gut

und ständig wächst ihr Übermut!

Ach, das waren Zeiten….

Veröffentlicht unter Fundstücke, Geschichte, Sammelsurium, Sprüche | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Weihnachtsmaus


Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
kann man diese Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
„Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.“

Ein anderes Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter,
was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
„Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.“

Ein drittes Mal verschwand vom Baume,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
nebst anderen leckeren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
„Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.“

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: „Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
und just am Feiertage!“

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
„Sind erst die Süssigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!“

Und wirklich wahr: die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus
– bei Fränzchen oder Lieschen –
da gäbe es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen!

James Krüss

Veröffentlicht unter Deutsch als Fremdsprache, Literatur, Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Im Faust steht alles

  • „Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten“
  • „Geh hin, und such dir einen andern Knecht“
  • „Gib meine Jugend mir zurück!“
  • „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
  • „Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.“
  • „Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen.“
  • „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“
  • „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen“
  • „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“
  • „hier ist des Volkes wahrer Himmel!“
  • „Das also war des Pudels Kern!“
  • „Ich bin zu alt, um nur zu spielen!
  • „Oh schöner Brunnen, der uns fließt!“
  • „Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit ihr anzutragen?“
  • „Bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleit nach Hause gehn“
  • „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“
Veröffentlicht unter Literatur, Sammelsurium, Zitate | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fundstück beim Aufräumen

Ich versuche seit Tagen, die Regale in meinem Arbeitszimmer aufzuräumen, auszumisten und in Kisten zu ordnen. Die Papiertonne, die gelben Säcke und die Mülltonne sind voll, ich müsste also auch leere Regalbretter haben. Theoretisch. Praktisch brauche ich noch mehr Boxen mit Deckel. Es hält auch ein klein wenig auf, dass ich so Vieles (wieder)finde. Ich muss unbedingt die Bergfestzeitung von 1988 digital retten, da die Ormic – Seiten nicht mehr gut zu lesen sind. Wisst ihr noch? Wenn wir etwas vervielfältigen wollten, leierten wir die Seiten spiegelverkehrt auf Ormic-Papier durch ein Gerät und wir hatten dann lauter lila-bläuliche Seiten, die auch noch stanken.. (Und wenn wir in der Vorlesung für jemanden mitschreiben sollten, legten wir Blaupapier zwischen zwei Seiten,) Verrückt.

Bergfestzeitung 1988

Prolog

Dieses Blatt ist nur gemacht, für den, der über alles lacht.

Wer glaubt, ein solcher nicht zu sein, der schaut am Besten nicht hinein.

Nur dem, der auch Humor besitzt, das Blatt im Grunde etwas nützt.

Der lasse sich, beim Wenden dieser Seiten, stets von einem Grundsatz leiten:

„Setz über alles dich hinweg, und freu dich über jeden Dreck!“

Festordnung

§ 1 Die Feier findet statt, ungeachtet der Beteiligung ( mindestens 45 – 50 %); 1.8 Teilnehmer = 10%

§ 2 Um die Anwesenheit aller zu garantieren, beginnen wir 15 Minuten später (Frl. Fritsch darf noch später kommen)

Veröffentlicht unter Fundstücke, Geschichte, Sammelsurium | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar