Als der Regen nicht mehr waagerecht kam, wagten wir uns wieder an den Strand. Die Nordsee wütete weniger, so dass wir nahe der Wasserkante laufen konnten. Blicke in die Weite („Oh, da draußen sind ja Windräder!“) und natürlich auf den Strand (Oh, der Stein ist ja schön!“) Doch was sind das für angespülte Klumpen? Wir fanden nur 2 Muscheln, aber jede Menge Klumpen. Es dauerte ein paar Kilometer, bis wir erkannten, dass es Torf war! Aus irgendeinem Grund habe ich es unterlassen, mir ein Stücken abzubrechen und in die Jackentasche zu stecken. Wie ärgerlich. Aber ich habe 3 schöne Steine. Steinchen. Seesterne habe ich natürlich auch nicht mitgenommen. Wenn ich es recht bedenke, sollte sowieso alles dort bleiben, wo es ist. Bis auf den Müll natürlich. Wie könnte man denn nur diese unzähligen winzig kleinen Plastikteilchen aufsammeln? In Hvide Sand gibt es einen kleinen Laden, in dem Surfer zeigen, wie man die Plastikteilchen wiederverwerten kann. Sie sammeln, sortieren, schmelzen und pressen. Ob sie vor lauter Arbeit noch zum Surfen kommen?
Eine Regenpause und die Dunkelheit waren abzuwarten und warm anziehen mussten wir uns sowieso, jetzt aber an den Strand! Erst am zweiten Abend kamen wir auf die Idee, mit Knicklichtern den kürzesten Weg durch die Dünen zu markieren, es gab nämlich unzählige Abzweigungen und beim Verlaufen viele Vorschläge. Stativ, Kamera, Stahlwolle, Quirl am Strick mussten hergerichtet werden, die eine oder andere Welle um die Füße führte zu hektischem Herumgerenne. Das zweite Fotoshooting fad auf der Terrasse unseres Ferienhauses statt, mit Wunderkerzen und auch Fackeln. Erstaunliche Fotos!
Mm 9. April 1940 haben die Deutschen das bis dahin neutrale Dänemark und Norwegen angegriffen, sie nannten es „Unternehmen Weserübung“.
Dänemark hat an diesem Tag kapituliert und wurde besetzt.
Das schwedische Eisenerz kann nun ungehindert über diesen Ostseezugang transportiert werden.
5 Jahre lang beherrschten deutsche Truppen das Leben in Dänemark.
70000 Dänen mussten zusammen mit deutschen Arbeitskommandos den „Atlantikwall“ an Jütlands Küste ausbauen.
Die Deutschen befürchteten hier eine Landung alliierter Truppen, über 50 Bunker und Unterstände wurden gebaut inmitten der Dünen, am Strand
Die Region um Sondervig wurde besonders ausgebaut, da hier landende Truppen ungehindert ins Landesinnerer kommen könnten und es in der Einflugschneise der Bombengeschwader lag.
Viele Bunker liegen immer noch am Stand rum und werden von den Strandspaziergängern friedlich besetzt und dienen als Fotomotive. Die beste aller Nutzungen.
Denkt euch. ich habe das Christkind gesehen, es war beim Finanzamt zu betteln und fleh`n. Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer, verlangt vom Christkind die Einkommenssteuer.
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann, dass das Christkind so viel verschenken kann. Das Finanzamt hat so nicht kapiert, wo von das Christkind dies finanziert.
Das Christkind rief: „Die Zwerge stellen die Geschenke her“, da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.. Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben, und die Erlöse wären anzugeben.
„Ich verschenke das Spielzeug an Kinder“ wollte das Christkind sich wehren, dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären. Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben, wäre dieses jetzt besser zu sagen.
„Meine Zwerge besorgen die Teile, und basteln die Geschenke in Eile“ Das Finanzamt fragte wie verwandelt, ob es sich um innergemeinschaftliches Gewerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wär ein besonderer Reiz, von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz? „Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld“, Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt.“
„Aus allen Ländern kommen die Sachen, mit den wir die Kinder glücklich machen.“ Dieses wäre ja wohl nicht geheuer, denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt, von diesen Sachen keine Ahnung, meinte, dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung. Mit diesen Sachen, welch ein Graus, fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus. Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein, und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.
Zutaten: Man kaufe einen Truthahn und eine Flasche Whisky.
Arbeitsschritte:
Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und ein wenig Olivenöl hinzugeben.
Ofen auf Stufe 7 zehn Minuten vorheizen. Diese Zeit mit einem Glas Whisky überbrücken.
Anschließend den Truthahn auf einem Bratblech in den Ofen schieben.
Nach zwanzig Minuten – quasi zwei Whisky später – den Ofen auf Stufe 8 stellen, damit der Truthahn richtig rangenommen wird.
Whisky trinken. Nach etwa einer stalben Hunde Trute wenden und weiter aufgepaßt! Die Fhiskywlasche gegrifft und sich schluck gönnt.
Nach weiter halb Stündli zum Ofen schlendern und Vogel beobachten, ob Zicken macht. Nicht mit Stirn an Backofenfenster lehnen – WARM! Fals doch passiert, Stirn mit Whisky abreibt und Aua mit Schlugk betäuber.
Die drudhuhn während der folgen Schtunden manchmal rotier versuch. Wenn Qualm dichtmach Küchraum, zum Trut kriechen und Ofen aus Vieh ziehn – aber wieder aufpissen!!! Alles verdamp waam!!! Trutt gegebtenfalls vom Fiesnbodden aufheb, mit feuchter Tuch abkloper un auf Aabeitsplatter hinrichten. Nicht vergesser, brutzler Speck aus Ohr nimm! Uffpaß wegens Fettöl auf Küchbodden – Glitschalaaam!
Nach 100%ig trotzdem auf Fresser faller, versuch sich aufricht – aber laaangsam! Vielleicht lieber doch bleib liegen und etwas schlapfen. Später Stund zu Bad wank um Fammipack Aspi-C einwerf.
Schöner kann die Stadt gar nicht sein, weihnachtlich geschmückt, Schnee auf Dächern und Straßen und es schneit auch weiter. Der Glühwein schmeckt am besten am Burgkeller, auf dem Weihnachtsmarkt gibt es andere Leckereien. Im Dom wird das Weihnachtsoratorium aufgeführt und vom Burgberg aus hat man nicht nur tolle Ausblicke, man sieht auch ein Feuerwerk sehr schön. Warum ist Feuerwerk? Unsere Ferienwohnung ist nur 100 Meter vom Rathaus entfernt, dort wird jeden Tag ein Fensterchen geöffnet. Beim Stadtflaniergang treffen wir auf ein Straßenschild:“Frauenlob“. Da sprudelte es aus KleinF nur so raus: „Katharina, ich wollte dich schon lange loben, zu deiner hervorragenden Wahl deines Ehemanns!“ Eine zufälligerweise anwesende Dame klärte uns dann über den Minnesänger Frauenlob auf, inzwischen habe ich nachgelesen:
Swer minnen schilt wil füeren, wavon sin ar den twalm empfa, der jage ir na und prüeve, daz sin eigen schilt si da und keiner me. Kein sich darf er niht rüeren; er warte daz sin schildes boum kein wandels soum iht habe gedacht davon ein valscher troum vil lihte entste, So daz sins herzen bilde spil wider gegen ir schilde sin schilt sie ouch niht wilde: so wirt die liebe milde er flih den spranz, so liebet sich diu liebe ir beider kraft und blibet ganz.
Unsre Überraschungs- Familienessen im Burgkeller gestaltete sich sehr amüsant, wir haben viel gelacht und gut gegessen. Auf dem Heimweg stellten wir fest, dass nachts die Stadt geschlossen ist.
Leider haben wir nur einen Tag Zeit, deshalb besuchen wir die Albrechtsburg, da ist der Vormittag gerade ausreichend. Wir haben lange gebraucht, Friedrich den Gebissenen zu finden, da gibt es eine nette Familiengeschichte dazu: Vor langen Jahren hatte Kleinkarsten wohl kichernd gelesen: „Der Beschissene“ Klar, dass wir Fotos machen mussten, wir hatten uns ja auch eine Fotoerlaubnis gekauft. Auch die Sonderausstellung: „Königsmacher“ fand ich sehr gelungen, sie ist noch bis Oktober ’24 installiert. Übrigens kann man mit der Eintrittskarte (Kombi-Ticket) auch das Aschenbrödel-Schloss in Moritzburg besuchen. Da hatten wir uns also für die falsche Reihenfolge entschieden, denn am Vortag schreckten uns die vielen schlangestehenden Menschen dort ab.
Nun, es gibt in Meißen noch viel mehr zu entdecken, eine Stadtführung ist für den Überblick bestimmt sinnvoll. Am ersten Adventswochenende gab es nicht nur den normalen Weihnachtsmarkt, auch in einer Kirche, im Afra-Landesgymnasium und auch auf einem Weingut in der Nähe, doch die verlangten 9 Euro Eintritt pro Person. Demnächst ist auch Burgberg-Weihnachtsmarkt, das ist bestimmt sehr romantisch. Überhaupt ist Meißen für Romantiker zu empfehlen.
Von gestern der Schnee, der tut nicht mehr weh, doch der Schnee von heute gefährdet die Leute.
Es schneit! Nein! Es ist schon geschnitten, es fällt bloß herunter.
„Um die Schönheit einer Schneeflocke erfassen zu können, muss man die Kälte in Kauf nehmen.“ (Aristoteles)
„Glattes Eis, ein Paradies für den, der gut zu tanzen weiß.“ (Friedrich Nietzsche)
„Winter ist die Zeit, in der es zu kalt ist, das zu tun, wofür es im Sommer zu heiß ist.“ (Mark Twain)
„Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.“ (Martin Luther)
„Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.“ (Stanislaw Jerzy Lec)
„Ein guter Rat ist wie Schnee. Je sanfter er fällt, desto länger bleibt er liegen und um so tiefer dringt er ein.“ (Jeremiah Seed)
„Auch der schönste Schneemann ist im Frühling eine Pfütze.“ (Hans Kasper)
Ein Mann mit weißen Haaren ist wie ein Haus, auf dessen Dach Schnee liegt. Das beweist aber noch lange nicht, dass im Herd kein Feuer brennt.(Maurice Chevalier)
Hat der Dezember Eis und Schnee, sitzt kein Mensch im Strandcafe.