Gesagt, gelacht.

Mein Smartphon ist ziemlich heiß, da es eine Weile in der Seitentasche am Niedergang steckte, schon seit Stunden sind es mindestens 40 Grad in der Sonne. Ich fürchte; „Das verformt sich noch wie deine Badelatschen, Jens!“ – „Da kriegst du Blasen am Ohr!“ (Seine Badelatschen schmiss er weg, nachdem er sich eine Riesenblase an der Ferse zugezogen hatte.)

Inzwischen ist es dunkel, wir spielen an Deck Karten. Der Skipper: Es ist knapp davor. Ich ziehe mir noch was an!“ (kurze Hose und T-Shirt!)

Wir beobachten Jugendliche, die abends im Hafen flanieren. Sie kichern ununterbrochen und lachen sich kaputt. Ich bedaure laut, nicht mehr 14 zu sein und bemerke ganz neidisch: „Ja, das waren noch Zeiten, als man ständig über alles und jeden kicherte!“- Jens ganz trocken: „Wir lachen viel niveauvoller!“

Auf der Insel Erikousa waren es vom Boot zum Strand etwa 30 Meter. Nach dem erfrischenden Schwimmen zieht sich der Skipper die Badehose an Deck aus und windet sich ein Handtuch um. Ich zitiere Jens: “ Früher konnte ich das Handtuch umwinden und feststecken, Jetzt muss ich es zuhalten.“ Ich füge hinzu: „Hinten guckt eine Backe raus. Du musst es umdrehen!“

Etwas später bekomme ich mein Fett (leider nicht!) weg .Diesmal ziehe ich, obwohl die Boote inzwischen dicht an dicht liegen, mein nasses Badezelt an Deck aus: „Das macht ja nichts.“ – „Die einen sagen so, die anderen so!“

Gegen Mittag, wie genießen unsere Weinschorle an Bord, legt nebenan ein Schlauchboot der Küstenwache an. Sie bringen einen dicken schwarzgewandeten Popen, der von einem anderen Popen in einem schwarzen Auto am Kai abgeholt wird. Von Bord geht auch ein schwarz gekleideter „Assistent“, der alles trägt. Viele Leute wohnen dem Inselereignis bei. Wir ja auch.

Ich suche mein Buch: „Wo habe ich denn meinen dicken Schinken?“ – Skipper: „Da sitzt du doch drauf!“

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Segeln im Sommer

Zwei Wochen lagen wir fest, ohne Motor, zum Glück in einem wunderbaren kalabrischen Hafen, zum Pech unseres Gastes, mit dem wir eigentlich nach Korfu segeln wollten. Eine schöne Zeit hatten wir trotzdem, doch wir erwarteten sehnsüchtig den Einbau des generalüberholten Motors. Lange Geschichte, doch zunächst unsere Meilen in drei Wochen:

  • Motor ausprobieren und Badestopp vor Rocella: 3,3 sm
  • Rocella – Crotone : 63,3,sm
  • Crotone – Cira Marina: 23,3,sm
  • Cira Marina – Leuca: 64,5,sm
  • Leuca – Erikousa: 65,8 sm
  • Erikousa – Gouvia Marina: 29,7. sm
  • Gouvia Marina – Mandraki Marina :6,2, sm
  • Mandraki Marina – Gaios/Paxos:32,7, sm
  • Gaios: Marina Preveza:32,2,sm
  • Preveza – Ankern nahe Vomitza: 7,3, sm
  • Vomitza – Cleopatra Marina Preveza: 6,8 sm

Gesamt: 335 sm

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Wohin soll denn die Reise geh´n?

Es wollen zwei auf Reisen geh’n
Und sich die weite Welt beseh’n:
Der Koffer macht den Rachen breit,
Komm mit, es ist soweit.


Wohin soll denn die Reise geh’n?
Wohin, sag, wohin, ja, wohin?
Wo wir den bunten Sommer sehn,
Dahin, ja, dahin.

Weil’s heiß das Reisefieber brennt,
Weckt es die Lust, die jeder kennt,
Hinauszuzieh’n im Wanderschritt.
Es ist soweit, komm mit!

Der Sommertag, wie schön er war –
So blumenbunt und sonnenklar!
Die Bahn auf blanker Schienenspur
Durch grüne Landschaft fuhr.

Sie kommen schon – das Ziel ist nah!
Es trägt die Mundharmonika
Den frohen Klang den Weg zurück –
Das Lied vom Ferienglück.


Wohin soll denn die Reise gehn?
Wohin, sag, wohin, ja, wohin?
Wo wir den bunten Sommer sehn,
Dahin, ja, dahin.

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Reisezeit ist Witzezeit

  • Herr Meier kommt aus dem Urlaub zurück. Am Flughafen fragt ihn der Zollbeamte: „Zigaretten? Zigarren? Schnaps? Kaffee? Tee?“ Darauf Herr Meier: „Vielen Dank, kein Bedarf, habe von allem schon reichlich im Gepäck.“
  • Der Hotelier zum abreisenden Gast: „Nicht wahr, Sie empfehlen mich doch in Ihrem Bekanntenkreis weiter?“ „Ja, sehr gerne, nur weiß ich im Moment niemanden, gegen den ich etwas habe.“
  • Maria sitzt in London in einem Kaffee und isst Kuchen. Der Kellner kommt, will abräumen und fragt: „Are you finish?“ Worauf Petra antwortet: „No I’m Swiss“.
  • „Wohin fahren sie Urlaub, Herr Schmidt?“ „Nach Sicht.“ „Wo liegt denn das?“ „Ich weiß es auch nicht! In der Zeitung heißt es immer: „Schönes Wetter in Sicht.“
  • Auf einer Safari begegnet den Urlaubern ein Tiger. Ängstlich fragt einer den Reiseleiter: „Ist der denn nicht gefährlich?“ – „Nein, keine Sorge, der ist satt!“ – „Woher wissen Sie denn das?“ – „Weil Herr Schmidt fehlt!“
  • „Dein Mann sagt, ihr reist dieses Jahr doch nicht nach Spanien? – „Nein, das ist falsch. Nicht nach Spanien sind wir im letzten Jahr geflogen. Diesen Sommer reisen wir nicht nach Schweden!“
  • „In meinem Hotel fühlte ich mich wie zu Hause.“ – „Ach, du Ärmster. Manchmal hat man eben viel Pech im Urlaub!“
  • „In diesem Jahr mache ich nichts im Urlaub. Die ersten Tage liege ich einfach nur im Schaukelstuhl.“-„Wird dir da nicht langweilig?“ – „Hm, wenn es soweit ist, fange ich mit dem Schaukeln an.“
  • „Wie fandet ihr denn die Berge?“- „Wir fuhren die Straße immer geradeaus und da waren sie dann plötzlich!“
  • Der Reisende geht zum Schaffner und fragt: „Wie lange hält der Zug?“- „Mit Pflege und Liebe gute 30 Jahre.“

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Endlich Freitag!

1. So ein Sommerregen  bringt Frische in den Tag .

2. Ich habe lange etwas davon –  Mückenstiche.

3. Manchmal mag ich frühes Aufstehen.

4. Bei der Hitze bin ich einfach nur müde.

5. Ein schönes Plätzchen für die Mittagspause ist unter einer Linde .

6.  Ständig alles Aufzuräumen halte ich für übertrieben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den kleinen gepackten Koffer , morgen habe ich geplant, den Anreisetag zu genießen und Sonntag möchte ich im Mittelmeer baden !

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Am Freitag nicht frei

1.  Ein heikles Thema jagt das nächste heikle Thema .

2.    Fahrrad fahren macht am meisten Spaß an einem warmen Sommerabend.

3.   Wo bekomme ich denn ein Eis, das wie früher schmeckt  ?

4.     Jeder schreibt auf seine Art und Weise.

5.   Das richtige Verhältnis von Ordnung und Chaos auf dem Schreibtisch wäre schön.

6.   Manche Fragen sollte man nicht sofort beantworten.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Kirschen am Baum , morgen habe ich geplant, auf der Bühne beim Singen nicht so aufgeregt zu sein und Sonntag möchte ich ausschlafen !

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Ich bin nicht allein!

Ich habe gebügelt. Ich habe hinter dem Haus aufgeräumt. Ich habe die Töpfe mit Pflanzen hin- und hergeschoben. Ich will eigentlich: die schriftliche Leistungskontrollen benoten. Ich Ich Ich. Muss. Muss. Muss. Die Doku über die Zeit ist so interessant – Es kommt anschließend der nächste Teil. Die nächste Runde beim Spiel schaffe ich noch! Bei dem Wetter gehe ich heute Abend am besten in die Badewanne, ich lasse schonmal Wasser ein. Vorher lege ich die LKs griffbereit, den Rotstift dazu. Ach ne, muss ja noch hier schreiben. Ich prokrastiniere also vor mich hin. Schon den zweiten Tag. Morgen sicher auch noch. Was, so viele „Tipps“ dagegen gibt es? Ich soll Listen schreiben? Mache ich demnächst. Ich soll Prioritäten setzten? Mache ich doch. Was, so viele Witze gibt es? So viele Sprüche?

Ich prokrastiniere nicht allein!

  • Aufräumen endet in 90 % der Fälle damit, dass man irgendwo sitzt und mit Sachen rumspielt, die man beim Aufräumen gefunden hat.
  • „Was machst du heute?“ – „Nichts.“ – „Aber das hast du doch gestern schon gemacht!?“- „Bin nicht fertig geworden!“
  • Faulheit ist die Fähigkeit, sich seine Kraft für irgendwann später aufzuheben, aber sie später wieder für später aufzuheben!
  • Dieser Moment, wenn du abends beim Vorbereiten auf den Unterricht morgen merkst, dass du noch Hausaufgaben aufhast… Und dieser Moment, wenn du stattdessen, sie zu machen, einen Witz darüber postest!
  • Das Blöde am Nichtstun ist, man weiß nie, wann man fertig ist.
  • Es gibt viel zu tun, lassen wir es bleiben!
  • Wenn du denkst: „Ich werde morgen früh aufstehen, und ich werde das erledigen, ich schwöre!“, hast du schon verloren.
  • Wenn ich mir viel vorgenommen habe, unterteile ich den Tag immer in zwei Phasen: 1. Rumgammeln. 2. Jetzt bringt’s auch nichts mehr.”
  • Ich habe keine Zeit zum Aufschieben, ich muss noch schnell etwas Unwichtiges erledigen.

Jetzt will ich aber endlich die Arbeiten nachschauen!

So, meine Wanne ist voll!

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Das haben wir immer schon so gemacht

Das Zelt direkt am See aufbauen, gleich noch das Faltboot und nach einem wohlverdienten Abendessen paddeln wir auf die andere Seite des Campingplatzes, ins „Baggerloch“. (Obwohl wir mindestens das zwanzigste Mal hier sind, wissen wir erst jetzt diesen Namen!) Frösche, Gänse, Kuckucke und natürlich Teichrohrsänger, Drosselrohrsänger, Zwergdommel, Schilfrohrsänger…. Keine Mücken! Das heißt, wir sehen sie schon, doch es bläst ununterbrochen recht viel Wind über den See und sie davon. Der Wind wird uns die nächsten Tage begleiten, diesmal können wir auf dem Rückweg den Schirm als Segel aufspannen, unser Boot gleitet dahin… Doch zunächst wandern wir am ersten Tag um den See, es ist doch recht frisch und die Wellen sind uns zu hoch. 16 km werden es, diesmal haben wir auch Bargeld mit (braucht man in Brandenburg!) und können ein Bier trinken, ein Fischbrötchen essen. Und auch ein Eis. Auch die Rohrweberei öffnete gerade, als wir vorbeigingen. Noch nie konnten wir hineingelangen, all die Jahre nicht. Sehr interessant! (Muss ich extra schreiben) Nach dem Wandern paddelten wir nur kurz in den kleinen See. Die Paddelrunde am nächsten Tag war natürlich länger, 17 km, mit beiden Schleusen, die Runde wie immer. Andersrum auch wie immer am folgenden Tag, obligatorisch von der Sonne verbrannt. Danach nicht nur kurz ins Wasser hüpfen, sondern schwimmen! Warm!

Was noch? Abstecher nach Brandenburg, Essen gehen und Waldmöpse suchen. Doch noch von Mücken zerstochen werden. Kraniche, Störche, Reiher und einen Fuchs beobachten und ein neues Tier entdecken – können Wiesel schwimmen?

Wir haben also alles wie immer gemacht, (wie hier oder hier) doch auch wieder Neues.

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Witze vom Zelten

  • Sherlock Holmes und Dr. Watson sind im Zelturlaub. Plötzlich wird Dr. Watson mitten in der Nacht von Sherlock Holmes unsanft geweckt. Holmes: „Was sehen Sie Dr. Watson?“ Watson: „Ich sehe Sterne am klaren Nachthimmel.“ Holmes: „Und wie lautet Ihre Schlussfolgerung?“ Watson: „Bei der Vielzahl an Sternen und Planeten gibt es da draußen sicherlich intelligentes Leben.“ Holmes: „Unfug Watson – Unser Zelt wurde uns gerade geklaut!“
  • Eine junge Frau schlendert scheinbar suchend durch die Campingabteilung in einem Kaufhaus. Der Verkäufer nähert sich und fragt sie: „Kann ich Ihnen behilflich sein, brauchen Sie vielleicht einen Schlafsack?“ Die Frau antwortet prompt: „Danke, nein! Ich bin schon mit einem verheiratet!“
  • Ein unerfahrenes Camper-Pärchen aus der Großstadt kämpft bei ihrem ersten Campingurlaub ständig gegen Mücken. In der nächsten Nacht bekommen die beiden auch noch Besuch von Glühwürmchen. Sagt die Frau zu ihrem Mann: „Lass uns abhauen, jetzt jagen uns die Biester schon mit Taschenlampen!“
  • Ein bayrischer Camper liest in einer holländischen Kneipe auf seinem Campingplatz ein Hinweisschild: „Frühstück 8 bis 11 Uhr, Mittag 11 bis 15 Uhr, Kaffee 15 bis 18, Abendessen 18 Uhr bis Mitternacht!“ Daraufhin sagt der Bayer zu seiner Frau: „Saublöd, i wär gern amoal an den Strand ganga.“
  • Winnetou, Old Shatterhand und ein Österreicher sind im Wilden Westen unterwegs. Abends bauen sie ihr Zelt auf und legen sich schlafen. Später hat Winnetou ein dringendes Bedürfnis. Er geht raus, man hört ein lautes „Boing!“ und mit einer fetten Beule am Hirn kommt er zurück. Auch Old Shatterhand muss dann mal raus. Wieder ertönt das „Boing!“ und auch er kehrt mit einer Beule zurück. Natürlich muss der Österreicher auch mal. Wieder ein lautes „Boing!“ und gleich nochmal „Boing!“. Sagt Winnetou zu Old Shatterhand: „Das war ja klar, dass der Depp zweimal auf den Rechen latscht…!“

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Das ultimative Juni – Gedicht

Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.

Kaum schrieb man sechs Gedichte,

ist schon ein halbes Jahr herum

und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,

die süßen wie die sauern.

Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,

so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.

Aus Herrlichkeit wird Nahrung.

Aus manchem, was das Herz erfuhr,

wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.

Aus Kälbern werden Rinder

und, weil’s zur Jahreszeit gehört,

aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut

und singen nur noch selten.

So ist’s bestellt in unsrer Welt,

der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,

mit Sternen auf der Weste.

Glühwürmchen ziehn mit Lampions

zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.

In vorgerückter Stunde

tanzt dann der Abend mit der Nacht

die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich

ein Heide und ein Frommer,

ob’s Wunder oder keine gibt.

Und nächstens wird es Sommer.

Erich Kästner

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