Über den Troll gelacht

Beim Lesen diese Kinderbuches habe ich mich köstlich amüsiert: „Spotz – Alles unter KonTrolle“ von Rob Harrell. Über BloggdeinBuch bekommen, vom Coppenrath- Verlag verschickt. Ein Comic-Roman soll es sein und wirklich, es gibt wunderhübsche Zeichnungen mit Sprechblasen. Die Figuren sind mir gleich ans Herz gewachsen, auch wenn ich ansonsten nicht viel mit Trollen und Schnupfwieseln anfangen kann. Da die Handlung in der Schule beginnt und dort unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, habe ich direkt den einen oder anderen Schüler vor mir gesehen. „Die Schule ist ganz schön hart. In vielerlei Hinsicht. Wir Trolle sind ja nicht gerade für unsere Intelligenz bekannt, auch wenn ich mir alle Mühe gebe, diese Erbanlage zu überwinden. Aber leicht ist das nicht!“ Die Zeichnung mit der Hackordnung innerhalb der Schule und der Gesellschaft (der Ort heißt Scherwutz) ist super, Spotz und die Trolle mit Schmutz unter den Füßen ganz unten. Aber auch die Freude des Trolls sind Originale, es gibt natürlich auch einen Fiesling, der ungerecht ist und auch noch Königssohn. Und es gibt Wutanfälle, peinliche Situationen, Kämpfe, Kerkerausbrüche, Freundschaftsdienste, Zusammenhalt, Großherzigkeit, Abenteuer, Überwindung der Angst und am Ende geht es – klar –  gut aus. Es war ein großes Vergnügen, dieses Buch zu lesen und ich empfehle es nicht nur Kindern, sondern auch den Erwachsenen! Die Verlierer und Außenseiter bestehen Abenteuer, halten zusammen und sind am Ende nicht die bewunderten Helden, sondern immer noch sie selbst. Vielleicht ein bisschen stärker. Höchst amüsant! Das Schlusswort hat der gezeichnete Frosch auf der Rückseite: „Jetzt quatsch keine Märchen und lies das Buch!“

Unbedingte Leseempfehlung! (Außerdem sieht das Buch auch noch sehr schön aus und ist wunderbar gestaltet!)

Rob Harrell: „Spotz (Bd.1) – Alles unter KonTrolle  (bestellbar auch bei Amazon)

  • Bestellnummer: 66844
  • ISBN: 978-3-649-66844-2
  • Verlag: Coppenrath Verlag
  • Übersetzer: Haefs, Gabriele
  • ab 10 Jahre
  • Seiten: 304
  • Format: 15,5 x 21 cm
  • Hardcover
  • Einband: mit Hochprägung und Relieflack

 

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Montagsgedanken #21

Die wenigsten wissen,

dass der Ursprung des Breakdance

Waldorfschüler waren,

die sich gegenseitig Beleidigungen vortanzten.

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Durcheinander

Die Frau, die direkt vor Aldi den Papierkorb durchwühlte, war weder besonders alt noch wirkte sie junggeblieben. Die Haare zottelten wirr ins Gesicht, sie trug eine olle Jeans, einen verdreckten Pullover und darüber eine tarnfarbene Kutte. Bleich und mit Schweiß überzogen sammelte sie hektisch die Kassenbons aus dem Müll und schielte gleichzeitig nach den abgestellten Einkaufswagen. Ein Mann lud sich gerade seinen Mini-Einkauf auf den Arm und nahm seinen Euro aus dem Wagen, da stürzte sie auf ihn zu und deutete auf den Wagen: „Sind das Ihre Kassenzettel?“ – „Die können Sie haben. Und hier haben Sie eine Banane.“ Sie drückte die Banane an sich und untersuchte die drei Bons. Dann zog sie tänzelnd davon. War ich froh, dass ich mein liegengelassenes Handy-Guthaben wiedergefunden habe!

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Alles hängt

Eier mit Haube Sie hängen wieder. Endlich. Es war gar nicht so einfach, sie wiederzufinden, denn nach einem Aufräumungsanfall im vergangenen Jahr waren sie sicher verstaut. Als erstes habe ich die gefunden, die ich letztes Vorostern vermisste, mit vereinten Kräften stimmten wir uns auf Ostern ein und suchten die „restlichen“ 800. Jetzt hängen sie wieder. Prompt schneit es drauf, bald kommt bestimmt auch ordentlich Wind und verteilt sie in der Nachbarschaft. Doch die weiß ja Bescheid und legt sie wieder hin. Seht ihr auch die freien Äste? Muss wie immer noch mal los…

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Wenn Mutti früh zur Arbeit fährt #15

hier gehts nochÜberraschung am Morgen: alles weiß. Dummerweise regnete es Stunden vorher, so dass der Frost in alle Ritzen kriechen konnte und sich eine dicke Eiskruste unter dem Schnee versteckte. Natürlich war auch das sagenhafte Enteisungs-Spray justament alle, die Scheibenwaschanlage verstopft, ebenso piepte es ununterbrochen beim Rückwärtsfahren und die Lüftung musste die ganze Fahrt auf Hochtouren laufen. Vom Winterdienst keine Spur, dicke Eisschicht auf den Straßen, undurchschaubarer Nebel auf der Hochebene und endlich auf den letzten 5 Kilometern nur noch der normale Ampel- und Kreiselstau. Und die Kids hatten auch alle Montag. Die Aufsicht in der langen Pause ein Quell der Kreativität, sie zu unterlaufen. Nicht der schönste Tag.

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Montagsgedanken #20

Intelligente Sätze zu verfassen ist nicht so einfach.

Schon ein einziger Buchstabendreher

kann den ganzen Satz urinieren.

 

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Sprüche, nichts als Sprüche

Zu den Fotos vom Wochenende gehören natürlich auch noch die Sprüche. Derer gab es viele, doch merken können wir sie uns nicht mehr. Oder konnten es noch nie. Als ich endlich Zettel und Stift griffbereit hatte, mussten wir angestrengt überlegen, worüber wir eben noch ausgelassen lachten. Die Stimmung hob sich nach ein paar anregenden Getränken wieder, jetzt litt jedoch mein lesbares Mitschreiben. Dies kann ich im Nachhinein noch entziffern:

  • der Direktor: „Ich bin jetzt Kleingartenhelfer. Wir machen Kartoffeln und Bohnen, zweimal im Jahr!“
  • der Jungstudent: “ Sag mal, Papa, du hättest mir doch sagen müssen, dass ich Schokolade mitbringen muss. Du hast ja NICHTS hier!“
  • die Ersttäterin zum Gemahl: „Von vielen sportlichen Aktivitäten sprachest du jedes Jahr!“
  • die Wiederthüringerin: „Tiere, denen es gut geht, die esse ich auch gerne!“
  • nochmal der Jungstudent: „Man kann sich bei youtube auch sinnvolle Sachen ansehen. Zum Beispiel, wie man mit einer Bierwanne im Bier baden kann!“

 

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Wochenendimpressionen

Auch oder gerade wenn man sich schon lange vorfreut, eilen die Wochenenden viel zu schnell vorbei. Neu, nach fast 25 Jahren am selben Ort mit denselben Leuten und denselben Programm, ist das empfundene körperliche Siechtum während und nach der Heimreise. Nützlich wäre ein weiterer freier Tag, ein Frohtag statt Montag. So muss ein Spätnachmittag auf der Couch reichen, oder ein Bad voller Aromen von Hanf und rotem Mohn.

Wieder viel erlebt und viel gelacht, viel gegessen und zu viel getrunken, viel geredet und noch mehr geredet. Bevor einige fotografische Impressionen dieser Ereignisse gekachelt angeschaut werden können, solltet ihr die Bildtitel erfahren, nicht in der Reihenfolge des Auftauchens, sondern zwanglos aneineindergereiht:

Männerwellnesschlappen – seltsame Schneeglöckchen als Wiesendekoration –  Orgelpfeifenfotoproviant – wir sind genau hier – auf dem falschen Weg – einer nach dem anderen – ich fahr schon mal den Wagen vor – Noteinundausgang – Hippowellness – ist es schon Ostern

 

 

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Montagsgedanken #19

Ich stellte mich auf eine Waage und erkannte:

Wer ein Herz aus Gold hat,

Nerven aus Drahtseilen und

einen Charakter aus Stahl,

derjenige kann überhaupt nicht wenig wiegen!

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Ich bin kein Berliner

Berliner Einmal quer durch die Stadt, vom Verkehrsministerium bis zum Hotel in Wilmersdorf, mit Abstechern und Anguckern. Natürlich hatte ich dann wieder Blasen an den Füßen, doch zu Fuß macht man halt die meisten Entdeckungen. Ich entdeckte alte Orte wieder und sah allerhand Neues, Vieles, was mich verwunderte, Schilder, die mir nichts sagten, Leute, die eilten, Gebäude, in die man nicht mehr ohne weiteres hinein konnte, Absperrungen und Baustellen überall und viel Polizei, noch mehr Kameras. KDW, Europacenter und Kuhdamm habe ich mir kurz angeschaut, da es auf dem Weg lag und weil alle dahin gehen. Es waren auch alle dort, so dass ich schnell weiter flüchtete. Ich bin kein Berliner.

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