Normalerweise ist es üblich, am Flughafen und während eines Fluges ein mehr oder weniger langes Gesicht zu ziehen. Auf keinen Fall sollte man irgendetwas fotografieren, wenn das jemand in Uniform sehen könnte. Finden die nicht lustig. Und Witze, Späßchen oder Bemerkungen an der Sicherheitskontrolle sind auch nicht angebracht. Zu meinem großen Erstaunen kamen die Späße „von der anderen Seite“: an der Sicherheitskontrolle Berlin Tegel musste ich nach dem Durchleuchten meinen Rucksack öffnen: 6 Teelichter, 10 Tafeln Schokolade und die Zucchini erweckten doch die Neugier des Kontrolleurs: “ Die Schokolade dürfen sie aber nicht mitnehmen!“ Ich fiel aus allen Wolken: „Was? Wieso?“ – „Na, wir sind hier zu fünft“, meinte er und zeigte auf sich und seine Kollegen. Ich bot ihm großzügig die Zucchini an, aber die wollte er nicht. Damit hier niemand auf falsche Gedanken kommt – die Zucchini gab es einen Tag später zum Abendessen – und unter Protest wurde sie auch gegessen – wenn der Hunger groß ist….
Auf dem Flug Göteborg – Tegel kam es zu einer weiteren Überraschung: Vor dem Start gibt es ja immer die Vorstellung der Crew und die Erklärung, wie man sich im Falle eines Falles zu verhalten hat. Meistens nicht mehr live, sondern über Video, die wutschen-und wedelnden Flugbegleiterinnen gehören wahrscheinlich der Vergangenheit an. Bei diesem Flug: Ich kämpfe mit der Zeitung, die nicht mit dem Sitzabstand kompatibel ist, und höre so im „Vorbeirauschen“ die Erklärung: “ Wir zeigen Ihnen jetzt ein Video über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord. Bitte verfolgen Sie sie aufmerksam. Am Ende schreiben wir dann einen Test!“ – Ein vergnüglicher Flug!
So einen Flug wünscht man sich. Schade, dass das bei mir nicht so war vor ein paar Wochen. Damit wäre man fröhlicher durch die „Lufthuckel“ geflogen.
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