„Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

Diesen Spruch kennen wir ja, Sokrates soll ihn gesagt haben. Bisher bin ich daran gescheitert, Schülern diesen Satz bei passenden Gelegenheiten anzubringen beizubringen. (Doppelter Infinitiv mit zu bei Sonnenuntergang)

Professor Börne erklärte gestern im (alten) Tatort ein ganz anderes Phänomen, den Dunninger-Kruger-Effekt. Das ist eine kognitive Verzerrung im Selbstverständis inkompetenter Menschen, das eigene Wissen und Können zu überschätzen. Anders gesagt, beschreibt es die Unfähigkeit, sich selbst zu beurteilen. Weniger kompetente Personen neigen dazu, das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht zu erkennen oder gar einzuschätzen,

Zufällig kenne ich eine inkompetente Person. Sie leidet selbstverständlich nicht darunter.

Wenn man inkompetent ist, kann man nicht wissen, dass man inkompetent ist.

Die „Karrierebibel“ unterscheidet sogar 4 Stufen:

  1. Inkompetente Menschen überschätzen regelmäßig ihre Fähigkeiten.
  2. Deshalb sind sie nicht in der Lage, das Ausmaß ihrer Inkompetenz zu erkennen.
  3. Aufgrund dieser Blindheit können sie ihre Kompetenzen nicht steigern,
  4. und unterschätzen zugleich die überlegenen Fähigkeiten anderer.

Der gegenteilige Effekt wird Hochstapler Syndrom genannt. Sehr kompetente Menschen denken von sich, diesen Erfolg nicht verdient zu haben.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ – Solche Sprüche wird man von Betroffenen des Dunning-Kruger-Phänomens nicht hören. Ihre Mischung aus Inkompetenz und Ignoranz erstickt jeden Anflug von Kritik und Selbsterkenntnis im Keim. Vielmehr sind sie von ihrer intellektuellen Überlegenheit überzeugt und versuchen dies regelmäßig vorzuführen – womit sie allerdings das Gegenteil erreichen. (in: Karrierebibel)

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Sportfestfreuden

  • Kaum hat das Schuljahr richtig angefangen und in allen Fächern und Stufen werden fleißig Arbeiten geschrieben, beenden wir die Woche mit einem Sportfest.
  • Sehr günstige Wetterbedingungen waren abzusehen, es passte also.
  • Die klassischen Leichtathletik – Disziplinen waren abzuarbeiten, dazu noch Bierkrugstemmen (mit Wasser natürlich) und Teebeutelweitwurf (Kamillentee)
  • Die 6er gaben alles und strengten sich an. Nur 2 Mädels weigerten sich beim Weitsprung, alles Zureden half nichts. Zickenaufstand.
  • Zur unserer letzten Disziplin 800 m Lauf knallte die Sonne schon mächtig und es gab nicht wenige Sechstklässlerinnen mit Atemproblemen.
  • Gänsehautmomente (und Tränchen bei der Klassenlehrerin) erlebten wir bei den Jungs, die sich abgesprochen hatten. Denn ein Junge der A-Klasse leidet an einer sehr fiesen Krankheit, will aber alles mitmachen. Er war sehr traurig, weil er den ganzen Tag noch keine Urkunde bekommen hatte. So haben die Jungs ihn über 800 m abwechselnd getragen, die letzte halbe Runde lief er selbst, und alle, wirklich alle Jungs blieben dahinter. Auch die schlimmsten Rabauken, die ehrgeizigsten Renner und größten Klappen. Erst als er durchs Ziel lief, lautstark angefeuert von allen im Stadionrund, sprinteten sie los und gaben alles. Wir Lehrer waren von dieser Aktion sehr beeindruckt, und natürlich auch alle Schüler:innen, die es live mitbekommen haben. Es gab also eine glückliche Nr. 1! Und 13 Jungs schrieben wir Urkunden mit Platz 2, die zwei Schüler, die sich mühsam ins Ziel kämpften und nicht aufgaben, bekamen den 3 Platz und natürlich auch eine Urkunde.
  • Auch bei der abschließenden Gesamtsiegerkürung wurden die Sechstklässler für ihre Aktion gelobt.
  • Hoffentlich ist den Schüler:innen nicht aufgefallen, dass sich die Schulleiterin nicht hat blicken lassen. Alle strömten frohgemut ins Wochenende, einen Stundenplan für nächste Woche gab es nicht. (Bei uns gibt es jeden Tag mindestens einen neuen Stundenplan) Also lassen wir uns überraschen und improvisieren. Erzwungene Schwellendidaktik.

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Ein erster September

  • 1715 Ludwig XIV. stirbt, er war 72 Jahre lang König (der Sonnenkönig) Das war bisher die längste Amtszeit.
  • 1730 bricht auf Lanzarote der Vulkan Timanfaya aus, das wird fünfeinhalb Jahre andauern
  • 1939 beginnt um 4.45 Uhr der 2. Weltkrieg (oder doch 5.45 Uhr?)
  • 1948 tritt der Parlamentarische Rat das erste Mal zusammen, Konrad Adenauer ist Vorsitzender
  • 1957 Gloria Estefan wird in Havanna geboren
  • 1978 in der DDR wird der Wehrkundeunterricht für Klassen 9 und 10 eingeführt
  • 1985 wird das Wrack der Titanic entdeckt
  • Tag des Friedens in der DDR. Antikriegstag in der BRD
  • Namenstage: Ruth, Verena, Ägidius
  • Nationalfeiertage: Slowakei, Libyien, Usbekistan
  • meterologischer Herbstanfang
  • Welttag des Briefeschreibens
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Der Ernst des Lebens beginnt mit Witzen

  • Am ersten Schultag erklärt der neue Lehrer: „Damit ich mir eure Namen leichter merken kann, werde ich sie abkürzen. Christian, du bist Chris, Jennifer, du bist Jen!“ Plötzlich springt eine Schülerin auf und rennt weinend aus dem Klassenzimmer. Der Lehrer schaut fragend in die Runde. Meldet sich ein Schüler: „Das war Klothilde.“
  • Der Lehrer erklärt der Klasse : „Liebe Kinder, wenn ihr dringend auf Toilette müsst, dann braucht ihr einfach nur die Hand zu heben.“ Der kleine Emil aus der letzten Reihe : „Und das hilft?!“
  • Mama am ersten Schultag zu ihrem Söhnchen: „Fritzchen, aufstehen, du musst in die Schule“. Tags darauf sagt sie wieder: „Fritzchen, aufstehen, du musst in die Schule“. Fritzchen: „Was, nochmal“?
  • Was ist der Unterschied zwischen Gott und dem Lehrer…? Gott weiß alles, doch der Lehrer weiß alles besser!!!
  • Was ist der Unterschied zwischen der Schule und dem Irrenhaus? Die Telefonnummer!!!
  • „Was ist der Unterschied zwischen Lidl und Schule?“ „Lidl lohnt sich!“  
  • Das Gehirn ist eine fabelhafte Einrichtung! Es fängt an zu arbeiten wenn man aufsteht und hört erst auf wenn man im der Schule ist….
  • Sagt der Klassenlehrer zu Beinn des Schuljahres: „Also, ich befürchte, 50 % von euch werden das Klassenziel nicht erreichen.“ Meint Fritzchen unbeeindruckt: „Aber Herr Lehrer, so viel sind wir doch gar nicht“.
  • Fritzchen erklärt seinen Eltern: „Wir haben Lehrermangel, weil zu viele Kinder in die Schule gehen. Daher schlage ich vor, ich bleibe mal ein paar Wochen zu Hause, um die Lehrer zu entlasten!
  • Erster Schultag in der Prärie. Die Lehrerin fragt den Sohn des großen Indianerhäuptlings: „Na, und wie heißt du?“ „Ich heiße Schneller-Reiter-der-in-die-Prärie-galoppiert-auf-seinem-Pferd-wie-der-Blitz.“ „Das ist aber ein langer Name. Wie sagen denn Deine Eltern zu dir?“ „Brr!“
  • „Ja, guten Tag. Ihr Sohn sitzt hier und weint, weil ihm alles zu viel wird. Können Sie ihn bitte aus der Schule abholen?“ „Mein Sohn ist Lehrer!“ „Ja, genau. Er wartet dann im Sekretariat.“

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Das Lebendige und das Leben

Die 5 Merkmale des Lebendigen sind:

  • Reizbarkeit
  • Bewegung aus eigener Kraft
  • Fortpflanzung
  • Stoffwechsel
  • Aufbau der Zellen

Das ist so wunderbar einfach. Zu einfach. Gestritten wird viel darüber, es gibt unzählige Theorien und Definitionen, was denn nun Leben sei. Obwohl, 1999 hat ein Chemiker (Noam Lahav) 48 Definitionen allein der letzten 100 Jahre gezählt. Ganz zu schweigen von den Erklärungsversuchen der Religionen, Philosophien, Wissenschaften und Schulbüchern, wie das Leben entstand.

  • „Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht.“ –  chinesisches. Sprichwort
  • „Um sein Leben zu ändern, ist es nie zu spät.“ – Sprichwort der Swahili
  • „Wer Bier trinkt lebt hundert Jahre.“ – italienisches Sprichwort
  • „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ Johannes 11,25
  • „Hamburg Mannheimer – mehr vom Leben.“
  • „Entweder man lebt, oder man ist konsequent.“ Erich Kästner
  • „Man soll weder annehmen noch besitzen, was man nicht wirklich zum Leben braucht! – Mahatma Ghandi
  • „Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.“ – Mark Twain
  • „Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“ John Lennon
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Letzte Zuckungen vor den Ferien

Wie jedermann besser weiß, passiert in den letzten Tagen in der Schule nicht mehr viel. Die Bücher sind abgegeben, die Filme gesehen, die Spiele gespielt. Wandertag, Sportfest, Schwimmbadfest.

Ich mag das nicht. Alle drehen am Rad. Dies und das, was, immer noch nicht fertig, die Unterschriften fehlen noch, aber das stimmt doch gar nicht, das habe ich nicht gesagt, wo ist denn der Schüler hin, der war doch eben noch da. Kann ich noch eine Runde in der anderen AK mitlaufen? Da sind Bienen! Deine Eltern haben nicht angekreuzt, dass du ins Bad darfst, auch nicht, dass du nach Hause darfst. Der hat mich ins Wasser geschubst. Weil die an der Bushaltestelle die große Klappe hat. Beim Volleyball sind sechs Spieler:innen auf einem Feld. Wir sind aber acht. Können wir jetzt endlich ohne Regeln spielen? Wann sollen wir denn morgen in der Schule sein? Warum? Kann ich jetzt gehen? Der ist auch schon gegangen. Ich habe keine Lust mehr.

Wie sind alle ferienreif.

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Aus der Briefkiste

In der Kiste liegen unzählige Fotos, Urkunden und Briefe meiner Familie väterlichseits, aus dem vorigen Jahrhundert. Leider kann ich die meisten Verwandtschaft- und Vorfahrenszusammenhänge nicht mehr nachvollziehen. Ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich sie am besten aufbewahren kann, will aber hier einige abschreiben. Ich fange mit einem Brief vom 11 Dezember 1918 an. Es ist eine Kopie eines mit Schreibmaschine geschriebenen, dreiseitigen Briefes, oben leinks steht mit Bleistift: Edmund Fr Onkel

Sehr geehrter Herr Friedrich! den 11. Dezember 1918

Wenn Sie dieses Schreiben erhalten werden, bitte ich Sie gütigst berücksichtigen zu wollen, dass der 11. November 1918 der Wendepunkt der Geschichte unseres Vaterlandes war, sodass ich erst heute in der Lage bin, bestimmt darauf zu rechnen, dass Sie dieser Brief erreicht.

Mit dem 11. Novembersteckte unser Regiment 20 und in ihm die 7. Komp., die an diesem Tage in vorderster Linie lag, nach einem äusserst heftigen, aber günstigen Gefecht mit den Amerikanern in Ehren das Schwert in die Scheide. Die Feindseligkeiten waren nun eingestellt; ernsten Blickes standen wir nun dem Gegner gegenüber; hocherhobenen Hauptes waren wir alle, wussten wir uns doch unbesiegt mit dem besonders starken Gefühl der persönlichen Ueberlegenheit nach dem letzten Gefecht. Der allgemeinen Uebermacht mussten wir weichen: Eine bittere Tatsache, doch auch sie mussten wir hinnehmen, die uns der Krieg in so manche bittere Lage hineingewöhnt hatte.

Aber ein drücke doch unser aller Herz: Etwa 2 Stunden vor dem Beginn des Waffenstillstandes – die Amerikaner griffen unentwegt mit sehr starken Kräften bis 12.00 Uhr an, traf gegen 10.00 Uhr vorm. unseren Kriegsfreiwilligen Friedrich, Ihrem Sohn, eine tötliche Kugel, Er lag mit einem Maschinengewehr auf einem vorgeschobenen Posten, wo er dem Angriff abwehrte. Ein Infantriegeschoss drang ihm durch die Brust und setzte sogleich seinem jungen Leben ein Ende. Es sollte ihm nicht mehr vergönnt sein nach getaner Pflicht zu den Seinen zurückzukehren. Er, der freiwillig hinauszog die Heimat und die Seinen zu schützen, er hat diese Pflichterfüllung auch in Angesicht des zu erwartenden Waffenstillstandes bis zur letzten Minute, bis zum letzten Atemhauch gewahrt und sie mit dem Heldentod besiegelt. So stehe wir stumm in Bewunderung vor ein Helden, der in unser aller Erinnerung fortleben wird, der mit sein Heldentode der Mit- und Nachwelt zeigt, wie das Inf.Regt. Graf Tauentzien 20 und in ihm die 7. Kompagnie auch bis zur letzten Minute die Ehre des Regiments wahrten, den anstürmenden Gegner blutig abwieg und die eigenen Stellung restlos behauptete.

Bis zum 12. Novembermorgens früh blieben wir noch in der ersten Linie, um dann den Rückmarsch anzutreten. Zuvor aber wollten wir noch Ihren Sohn zur Ruhe betten. Am Nordrand von Hermèville (liegt südöstlich von Etain-Verdunfront) war eine eingesäumte Grabstätte. Zwei Soldaten waren dort bereits beerdigt: links Mus. Müller vom Inf.Regt 158, rechts Gefr. Spatz vom Infte. Regt.191. In der Mitte war noch eine Grabstelle frei, die wir Ihrem Sohn berichteten, Eine ganze Kompagnie war zugegen, Sie war uns allen ein weher Gedanke, ihn nun zurücklassen zu müssen. Nun, er hat auf dem Boden, auf dem er schritt, sein Alles einsetzte, seine Ruhestätte gefunden. Leider hatte ich keinen photographischen Apparat zur Stelle, sonst hätte ich Ihnen die Grabstätte im Bilde schicken können. Ein Kranz mit Namen, Regt. und Todestag fertigten seine Kameraden noch an, sodass das Grab jedem kenntlich ist. Nun zogen wir von dannen. Jedem, der dabei war, wird es unvergesslich bleiben, die Beerdigung unseres letzten Toden, Ihres gefallenen Sohnes.

Nehmen Sie uns Ihre Familie der Kompagnie und meine besondere Teilnahme zu den schmerzlichen Verlust Ihres Sohnes, zu der herben Enttäuschung, nachdem nun der heftige Waffengang beendigt. Ihren sehnlichste erwarteten Sohn u. Bruder nicht unter den Heimkehrenden zu finden, Wie kann ich Ihren Schwerz verstehen: Auch ich liess einen Bruder in fFankreichs Erde! Wie bitter wird mirs, Ihnen diese Nachricht jetzt geben zu müssen, nachdem sich Ihrer Aller Wiedersehensfreude während eines ganzen Monats auf das Höchstmass gesteigert hat .Ich konnte leider nicht anders. Seit dem 12. November sind wie auf dem Rückmarsch, den wir zur Hauptsache in langen Tagesmärschen zurück legen mussten.

Möge Ihnen der Gedanke Trost sprechen. dass Ihr Sohn seine Heimat vor Kriegsgreulen und Einfall der Feinde schützen wollte. das ist ihm gelungen: Er gab alles dafür hin, selbst sein Leben.

Er lebt unter uns fort!

Mit stillem Grusse

Leutnant der Res. Gittart; Kompagnieführer der 7. Komp. ; Inftr, – Regt. 20.

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Vom Juli der Erste

  • 1863 Schlacht von Gettysburg beginnt
  • 1867 die Verfassung des Norddeutschen Bundes tritt in Kraft
  • 1912 Inge von Wangenheim geboren
  • 1916 Beginn der Somme Schlacht
  • 1945 in der sowjetischen Besatzungszone gibt es die Volkspolizei
  • 1979 erster Walkman (Sony)
  • 1989 erste Loveparade in Berlin
  • 1990 Ab heute gibt es die DM!
  • 1993 Ab heute gelten fünfstellige Postleitzahlen!
  • 1993 die Kali- Bergleute treten in den Hungeretreik
  • 1996 Rechtschreibreform
  • 1997 Hongkong geht an China (zurück)
  • 2000 Öresundverbindung eröffnet. Kopenhagen – Malmö 16 km
  • 2011 Wehrpflicht ausgesetzt, Zivildienst entfällt
  • Nationalfeiertag Kanada
  • Chicken Wing Tag
  • Internationaler Witze Tag
  • Namenstage: Aron, Dietrich, Dirk
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Da war doch noch was…

Völlig vergessen hatte ich, zeitnah über unseren Ostertörn zu schreiben. Das ist unverzeihlich, denn in acht Tagen wollen wir ja wieder auf unserem Schiffchen sein…

  • in zwei Wochen sind wir auf fünf Baleareninseln gewesen
  • dabei haben wir 264 sm zurückgelegt
  • gestartet sind wie in Denia, nachdem der Skipper mal wieder das Klo reparieren musste
  • Ibiza hat mir sehr gut gefallen, Hafen, Ankerbucht und „Hauptstadt“
  • Die Prozessionen in der Karwoche sind immer besonders, besonders, wenn die schweren, von vielen Menschen getragenen Figuren durch enge Kurven, durch ein niedriges Tor oder auch bergab und -auf getragen werden. Das gibt sogar Beifall.
  • In einer Bucht vor Formentor ankern, umgeben von türkisem Wasser und vor unendlichem Sandstrand.
  • Sehr früh zum langen Schlag nach Cabrera aufbrechen, dort an einer Boje zu liegen und auf der Insel zu wandern, bei schönstem Wetter. Es gibt dort sogar einen botanischen Garten.
  • Ein, zwei Häfen auf Mallorca, natürlich mit Landgängen und Entdeckungen. Von Fischen in einem Spa die Füße beknabbern lassen, was für ein Gefühl!
  • Überfahrt nach Mahon, dass lange nicht in Sicht war, da keine gute Sicht. Nette Gespräche mit dem Stegnachbarn und Stadterkundung.
  • Mit kleiner Propellermaschine nach Palma, wackelige Angelegenheit, dann ein erstaunlich gutes Hotel in der Touristenmeile, für eine Nacht, denn der Flieger nach Hause ging recht früh.

Natürlich war noch viel mehr. Auf Menorca bin ich schon ganz gespannt,,,,

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Nein! Doch!

Beim Januarbesuch in Dresden hatten wir eine wunderbare Führung im tjg, dem Kinder-und Jugendtheater im Kraftwerk Mitte. Ich war sehr beeindruckt und freute mich umso mehr, dass es vor einer Woche klappte, zu einer Vorstellung zu gehen. Und zwar im Großen Garten am Sonnenhäusel, ein feines Freilichtpuppentheater. Wir hatten zwar kein kleines Kind dabei und auch kein Fahrrad (noch nie habe ich so viele kleine Fahrräder auf einer Stelle gesehen), aber wir waren nicht die einzigen Erwachsenen. Dichtgedrängt bestaunten wir die Schauspieler, die Puppen, das Stück. Das Neinhorn nach Marc Uwe Kling hat uns in seinen Bann gezogen. Manchmal wusste ich nicht, wohin zuerst gucken – die Mimik der 3 Spieler, das Hantieren mit den Puppen (die Königdochter war ein Mopp mit Augen, und sie war im Eimer), die Sprachspielerein, die Umgebung und das Donnergrollen, die begeisterten, aufspringenden und mitsprechenden kleinen Kinder und und und. Besonders hat mir gefallen, wie das Meer und der Wind gespielt wurden. Das der Turm 9 Meter 80 hoch war, höher als der Sprungturm im Schwimmbad- naHund! Was? fragte der Wasbär , der hörte manchmal schlecht und manchmal wollte er nicht hören. NaHund? Was? Nein! Doch! Nach der Vorstellung hörten wir lange die Kinder auf dem Nachhauseweg durch den Großen Garten: Nein“ Doch! Nein! Doch! Was für ein Vergnügen!

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