Die letzte Friedrich-Ausstellung

Die großen Ausstellungen zum runden Geburtstag von Caspar David Friedrich sind ja nun gelaufen, das letzte Ereignis ist seit dem 22.11.24 und bis zum 2.3.25in Weimar, im Schillermuseum: Caspar David Friedrich, Goethe und die Romantik in Weimar

Tja, und ich war schon drin, vor der Eröffnung! Denn am Donnerstag hatte das Thillm und die Klassikstiftung Weimar zum Fach- und Informationstag geladen, einen ganzen Tag haben wir Lehrer eine Fülle von Informationen zur Ausstellung bekommen und uns in Workshops kreativ mit CDF auseinandergesetzt. Und ab 15.00 Uhr konnten wir in die Ausstellung, noch vor der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeit am Abend! Was für ein toller Tag!

Interessant ist, dass Gemälde und Zeichnungen im Zusammenhang mit Dokumenten und Briefen ausgestellt sind. Ohne die Erläuterungen des Kurators (Herr Orth) hätte ich nicht so viel gesehen (und verstanden)

Die grünen Räume mit rosa Erklärungen setzen sich literarisch mit der Romantik in Weimar und den Beziehungen zu Friedrich auseinander. So ist zum Beispiel bei den beiden Zeichnungen, die er zu Goethe geschickt hat, um an den Weimarer Preisaufgaben teilzunehmen, mit seinem Brief dazu ausgestellt. Außerdem Friedrichs Zeichnungen, die sich mit Werken Goethes auseinandersetzen, man sieht eine Zeichnung mit einer Vampierin ,die hängt tiefer, wegen der Zielgruppe. Auch die Werke, die als Geburtstagsgeschenke an Hitler gingen (vom Land Thüringen, Gauleiter Sauckel…) sind mit einem Dokument zu sehen. Eine jetzt erst (im Goethe-Nachlass gefunden kleine Zeichnung (Löwenzahn) ist zu bewundern. Natürlich auch der Mond im Gebirge, in einem seltsamen Format, wie abgeschnitten. Es konnte aber nachgewiesen werden, dass nicht Goethe es auf einen Tisch hauend zerbrach, wie Florian Illies es schrieb (derselbe sprach wohl am Abend bei der Eröffnungsfeier) Das Gemälde war nämlich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Weimer)

In den blauen Räumen ist der Schwerpunkt die Reaktionen auf die Befreiungskriege. So konnten bei „Huttens Grab“ durch besondere Verfahren Inschriften (Namen) erkannt werden. Und als Runge 4 Zeichnungen an Goethe schickt (sie sind erstaunlich: Der Morgen, Der Tag, Der Abend, Die Nacht) wird von Goethe überliefert, dass Kunst hilft, Krisen zu bewältigen.(1806 sind napoleonischen Truppen im Weimar, nach der Schlacht von Jena und Auerstedt)

In der zweiten Etage kann man sich mulimedial mit der Restauration und der Kunstgeschichte beschäftigen. So wird auf einem großen Bildschirm gezeigt, wie man das „Hühnengrab an der Ostsee“ wieder zum Leben erwecken kann, denn es hing sehr viele Jahre im Stadtschloss und verblasste.

Natürlich habe ich mir den Ausstellungskatalog gekauft (29,95, später im Buchhandel 40 Euro), der zugehörige Shop im Schillermuseum ist gut bestückt, da kann man sehr viel Geld lassen!

Noch ein Tipp zum Schluss: Es gibt einen Podcast „Tatort Kunst“ zu verschiedenen Gemälden, zum Beispiel zu „Schäfers Klagelied“, welches verschollen ist.

Auf nach Weimar!

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Voll im Weihnachtsfieber

Vielleicht liegt es ja daran, dass wir schon seit 5 Wochen Weihnachtlieder proben. Es gibt nämlich zum diesjährigen Weihnachtskonzert auch einen Lehrerchor. Wir stehen also mit den Chorkindern bei einigen Liedern mit auf der Bühne! Es ist sicherlich wieder volles Haus, und wir sollen vorher keinen Alkohol trinken, wegen der Stimme. (!) Nach so einer Probe habe ich ein dringendes Glühweinbedürfnis. Mentales Weihnachtsfieber. Da schmücke ich seit Tagen auch den Klassenraum. Großes Staunen jeden Morgen, im Fastnochdunklem wirkt der Lichtervorhang sehr festlich. Sehnsüchtig wird auch nach dem Adventkalender geschielt und die kleineren Klassen sind von den bunten Fensterbildern ganz begeistert. Jetzt fehlt nur noch ein Tannengrünstrauß, den gibts aber erst nächste Woche. Zu Hause warte ich mit der Deko noch ein bisschen. Gescrappt habe ich nach langer Zeit auch mal wieder, kleine Kärtchen für den Tausch- Adventskalender. Falls ich auch noch Plätzchen backe, kann Weihnachten kommen! Ich bin voll im Weihnachtsfieber! (Und habe auch schon Geschenke!)

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Panometer!

Neulich mit Freunden besuchten wir den alten Gasspeicher Leipzig. Wie das ausgesehen hatte, schilderte unsere Gästeführerin, so erfuhren wir einiges Neues und Interessantes über dieses Industriedenkmal. Auch über Yadegar Assisi und seine Werke, denn wir sind ja schließlich wegen Monets Kathedrale hier. In der Ausstellung vor dem Rundbild konnten wir einen klitzekleinen Einblick über das Erschaffen eines solchen bekommen. Assisi hatte es zuerst in Öl auf Leinwand gemalt, auf 6 mal 2 Meter, riesig. Dann wurde es digitalisiert und auf Leinwand gedruckt. So sieht es aus, als wären es Pinselstriche, als wäre es plastisch. Aus den verschiedenen Höhen (in der Mitte des Raumes steht eine Art Turm) wirkten auch die Gebäude und die Menschen verschieden. Beeindruckt hat mich auch, dass Gemälde, Licht und Ton/Musik/Glockengeläut ein richtiges Kunsterlebnis erschufen, ich konnte mich wirklich nicht losreißen. Bis 2025 ist „Die Kathedrale von Monet“ im Panometer Leipzig noch zu sehen. (Eintritt 14.- Euro, ab 1. Dezember 16,- Euro)

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Jubiläumskirmes

Was für ein Glück mit dem Wetter, nur neblig und kalt, kein Regen zum Umzug durchs ganze Dorf. Das dauert Stunden, wir scheinen ein großes Dorf zu sein. Gut, dass ich am Umzugsanfang in der Nachbarschaft stehe, hier sind alle noch nüchtern, selbst die, die Ständchen an verschiedenen Häusern bringen, gemeinsam einen Schnaps trinken, die Büchse mit Scheinen gestopft kriegen und dann weiterziehen. Es gab viele liebevollgestaltete und kreative Wagen (Treckerfahrer sind zur Kirmes immer sehr begehrt!) und wunderbar kostümiertes Fußvolk. Zum Jubiläum haben sich alle etwas besonderes einfallen lassen. Nur das mit den Reimen ist noch ausbaufähig!

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Da kann man was erlesen

Sind wir auf Ausflügen und Reisen, schaue ich mir aufmerksam möglichst viele Schilder an, um Schätzchen zu entdecken. So waren zum Beispiel im Hotel der großen Stadt im Treppenhaus gedruckte Schilder aufgehängt, die Laufenden darauf hinzuweisen, dass sie erst im Zwischengeschoss sind und noch weiter laufen müssen. Diese Hinweise waren aber in roter Schrift auf dunkelblauem Grund geschrieben, das konnte nicht jeder von uns lesen. Zwei von uns sahen diese Schilder noch nicht einmal! (Und gingen die Treppen wieder hoch zum Fahrstuhl) Dort musste man übrigens seine Zimmerkarte an eine bestimmte Stelle halten, damit er funktioniert – interessant, wie frustriert manche Leute waren, da sie diesen Hinweis nicht gelesen haben und der Fahrstuhl sich einfach nicht bewegte. Aber natürlich kamen wir vier sofort zurecht! Was wir sonst so in Leipzig noch lesen konnten, zeigen die Bilder:

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Feiertage im November

  1. Tag des Einhorns (da dieses erst am 3. erscheint, ist das Einhorn eingeschnappt und ausgestorben)
  2. Krümelmonster Tag (auch ihm ging es so)
  3. Welttag der Quallen (zum Glück erscheint dieser Beitrag gerade noch rechtzeitig)
  4. Tag der Süßigkeiten
  5. Ehrentag des Donats
  6. Nacho-Tag
  7. Tag der Zartbitterschokolade mit Mandeln
  8. Internationaler Tag der Putzfrau (jetzt ist es auch genug mit der viertägigen Völlerei)
  9. Tag der Erfinder
  10. Internationaler Tag der Zungenbrecher
  11. Tag des Origami
  12. Tag der schlechten Wortspiele
  13. Weltnettigkeitstag (Du siehst gut aus!)
  14. Tag der Gewürzgurke
  15. Putz-deinen-Kühlschrank-Tag (da die Feiernden von 8. sich bei 9. selbstständig machten)
  16. Internationaler Tag der Toleranz
  17. Geh-wandern-Tag (Gut, dass Sonntag ist!)
  18. Tag des Okkultismus (Denkt an das vorgestrige Üben!)
  19. Welttoilettentag (Schickt mir gerne Fotos von kuriosen Toiletten, dann kann ich auch hier feiern!)
  20. Tag des Unsinns (Feiere ich sowieso)
  21. Tag ohne Musik
  22. Tag der Hausmusik (Zwei schwere Tage!)
  23. Fibonacci Tag
  24. Tag der Gummistiefel
  25. Tag des Orion Nebels
  26. Internationaler Welttag der Zeitschriften
  27. Tag des Streichholzes (Wer von gestern zu viel rumliegen hat,,,)
  28. Bastel-deinen-eigenen-Kopf-Tag (den bereite ich ich besser langfristig vor)
  29. Resteessen-Tag
  30. Tag der blauen Mütze (Und ab morgen dann Weihnachtsmützen!)

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Dies und das vom Wochenende

  • Zum Yoga zu gehen ist der perfekte Start ins Wochenende. Der Stress des Tages wurde diesmal nicht weggeatmet, sondern wir haben uns mit dem Krieger – Flow so richtig ausgepowert. Da hatte ich keinerlei Gedankenkarussell mehr und versuchte nur, so gut wie möglich mitzuhalten. Der heraufschauende Hund gefällt mir übrigens besser als besser als der herabschauende.
  • Garten- und Hausarbeit beanspruchte den Sonnabend, die Geschenke- Einkaufstour zog sich allerdings in die Länge, da anscheinend alle Einwohner des Landkreises auch unterwegs waren.
  • Zur abendlichen Einladung verschenkten wir einen großen Vitaminkorb, wir wurden mit Zwiebelkuchen bewirtet und beim Doppelkopf hieß es dann: Keine bäuerlichen Ratschläge! Ich war nicht Letzte.
  • Sonntag fuhren wir zwei Stunden ins hessische Dorf, Sohn, Schwiegertochter und vor allem das inzwischen schon 4 Wochen alte Enkelkind besuchen. Um auch mal den Kinderwagen schieben zu dürfen, musste ich den Opa regelrecht beiseite schubsen. Der Kleine (jetzt meine ich nicht den Opa) war die ganze Zeit sehr lieb, schlief immer mal oder guckte sich um. Ach, war das schön!
  • Auf der Heimfahrt mussten wir laden, es ist immer eine große Frage: Funktioniert die freie Ladesäule auch? Ich bleibe jedenfalls immer angeschnallt sitzen und glotze ins Handy, oft müssen wir weiter Ladesäulen, vor allem schnelle, suchen. Diesmal gabs als Wartebelohnung ein Eis. Beim großen M ist sonntags ganz schön was los….
  • Schwupp, Langer unangenehmer Montag. Langer, blöder Dienstag. Gut, dass ich gleich zum Yoga fahre, es ist eine Matte frei. Heute muss ich viel wegatmen.

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Woran mich Kunstwerke denken lassen #3

im Mailänder Dommuseum

„Gib mir bitte das Buch! Du sollst aufpassen und nicht rumkritzeln!“

„Aber das ist mein Buch!“

„Das ist mir egal, gib mir jetzt dein Buch!“

„Das habe ich selbst geschrieben, das ist mein Tagebuch! Das ist Privateigentum!“

„Jetzt ist Unterricht! Her mit dem Buch! Noch bin ich geduldig mit dir!“

„Da ist kein Spicker drin, ich schwöre!“

„Sofort!“

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Ins Nachbardorf gelaufen

Nachdem wir das gestrige feuchtfröhliche Zusammensein relativ gut überstanden (beziehungsweise den heutigen Morgen), animierten uns unsere lieben Nachbarn, zusammen ins Nachbardorf zu laufen und den Kirmesumzug zu begutachten. Am Bierstand hielten wir uns nur ein bisschen zurück, schon nach zwei Gläsern kamen die Wagen vorbei. Interessanterweise waren auch einige der unsrigen Kirmesburschen unter den Zuschauern, sie wollten bestimmt schauen, was die Konkurrenz so umtreibt. Als wir auf dem Heimweg bergauf schwitzten und schnauften motivierte uns die Schrittzähler, denn heute haben wir unser Ziel erreicht, laut Apps. Schöner Sonntag!

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Woran mich Kunstwerke denken lassen #2

„Meine Damen und Herren, wir kommen nun zum nächsten marmornen Kunstwerk. Sicher erinnern sie sich an den Satz des Pythagoras, der Sie in der Schule gequält hat, weil Sie sich immer fragten, warum es wohl SATZ heißt. Nun, hier sehen Sie einen weiteren qualvollen Erfinder, und zwar der des rechten Winkels, wie Sie eindeutig erkennen können. Alles Wichtige hat er in einem Buch aufgeschrieben, er kann es mit seiner Rechten kaum halten. Er blickt ins Leere, da er ununterbrochen an 90 Grad denken muss, wahrscheinlich vergaß er vor lauter Denkerei, sein Nachtgewand gegen eine bequeme Jogginghose zu wechseln. Erstaunlich, dass er Zeit zur Bartpflege fand! Zum Abschluss noch ein Überlebenshinweis an anwesende Schüler: Das Geodreieck immer erst an den Kopf hauen, dann klappt es mit der Messerei besser!“

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