Montagsgedanken #91

Montagmorgen.
Traumhafter Sonnenschein.
Absolute Ruhe.
Keine Hektik.
Selten war ich so misstrauisch wie eben gerade!

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Was bisher geschah – als Schnappschuss

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Der 22. Tag, dritter Sonntag

Ausschlafen. Sicher am Fingersteg, kein Wind mehr zu spüren. Gegen 6 werde ich kurz wach und wundere mich in der nächsten Stunde, warum rings um uns fast alle ablegen. Es ist total neblig! Kein Wind. Gegen zehn frühstücken wir gemütlich, es gibt Rührei. Während der Gatte uns anmeldet, hänge ich Rettungswesten und Jacken zum Trocknen auf, sie sind gestern Nacht feucht geworden. Am Strand sind etliche Leute, wir beobachten, lesen, trinken Sekt und essen Melone. Mittags essen wir Linseneintopf, dann Siesta. Wir erkunden den Ort und trinken Kaffee , in der Nähe des Klosters, in dem Vasco da Gama geboren wurde. Ein Sohn der Stadt. In der Strand- Flaniermeile ein Bier. Dann weiter mit dem Urlaub auf unserem Schiff. Bald ist Sonnenuntergang, hinter dem Dunst, der fast den ganzen Tag anhielt. Laute Musik gegenüber, ob wir nochmal losgehen, wenn in zwei Stunden die Live-Band spielt? – Ach, etwas Neues für uns: Pullover anziehen! Socken! Es ist nicht heiß, auch nicht besonders warm. Der Rotwein schmeckt so besonders gut! Tolle Kulisse von Deck sitzend aus, die Industrieanlagen sind hinter uns und nicht zu sehen. Oh, jetzt Soundcheck, gleichzeitig belustigt die DJ die gesamte Stadt. Mehr Wein, bitte!

gesegelt: 0 sm

P.S. Heute und hier ist das erste Mal schnelles Internet erreichbar, weshalb ich schreiben kann. Die Folgen 1 – 20  (Was bisher geschah) erscheinen also später.

P.P.S. Jetzt jammert er rum, dass er nichts weiter zum Anziehen mit hat, ich hätte ihm verboten, Unterhemden einzupacken!

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Der 21. Tag, ein Samstag auf dem Atlantik

Viertel nach acht legten wir ab, vorher noch bezahlen und die Erlebniskarte abgeben. Die Brücke öffnete sich für uns und gemütlich tuckerten wir aus der Hafeneinfahrt. Noch ein Stück westwärts, dann die Kaps und Richtung Norden. Sonnenschein und schöner Segelwind, die ersten 15 sm waren wunderbar, der Autopilot steuerte, ich hielt Ausguck, wich den Fischerstäbchen aus und bewunderte die Küste. Und Delfine.Der Gatte hielt solange ein prophylaktisches Schläfchen. Als das Kap in Sichtweite kam, mussten wir reffen, doch mit 6 – 7 Knoten kamen wir gut vorwärts. Das Kap Sagres, welches wir gestern zu Fuß  begingen, umrundeten wir, doch das nächste Kap, Sao Vincente, konnten wir nicht mehr anlegen. Zu viel Wind aus der Richtung, in die wir wollten. Außerdem verschwand es völlig im Dunst.Auch die Welle war ganz schön heftig, wenn auch nicht mehr so viel wie gestern. Und so motorten wir, stundenlang, immer nach Norden. Eine Schaukelei. Gegen Nachmittag kam dann auch die Sonne durch, die anderen Schiffe, die unterwegs waren, fuhren weiter draußen, einige kamen uns entgegen. Ein Mondfisch hob grüßend eine Flosse aus dem Wasser, direkt am Boot, weshalb ich ihn sah. Sonnenuntergang. Immer noch kein Land in Sicht. Als wir endlich uns dem Hafen näherten, mussten wir uns sehr konzentrieren, um den riesigen Tankern, die scheinbar kreuz und quer fuhren, auszuweichen. Laut AIS waren sie in Fahrt. aber einige lagen so auf einer Stelle rum, andere fuhren wirklich. Unheimlich, wenn diese Hochhäuser von Schiffen so dicht sind! Beruhigend, dass sie uns auch gesehen haben und Hup- und Lichtsignale gaben. Na gut, da bestanden wir nicht auf unserem Wegerecht und warteten eine Weile. Die Lichterführung ist nur schwer zu erkennen, da so viele andere Lichter viel heller sind. Das Gleiche gilt für die Hafeneinfahrt, besonders, wenn es mehrere Teilabschnitte gibt und man ein wenig übermüdet ist. Also zu zweit Blink-zählen und zuordnen. Der Wartesteg im Hafen war schon besetzt, also suchten wir uns gleich vorne einen freien Finger-Steg aus und bereiteten die Leinen und Fender vor. Von den anderen Schiffen kamen einige Leute auf den Steg und so hatten wir viele helfende Hände. Das Anlegen kriegen wir eigentlich auch so hin, doch kurz vor Mitternacht, alles war nass, war ich über Hilfe doch ganz froh. Wir legten dann noch alle Leinen, wie wir wollten und tranken ein wohlverdientes Anlegebier. Von der Strandpromenade gegenüber schallte Live- Musik und viele Menschen waren dort unterwegs. Doch ich schlief wie ein Murmeltier. 80 sm in 16 Stunden,von Lagos nach Sines, immer gegenan, sind etwas anstrengend.

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Montagsgedanken #90

Vergesst bitte eure Medikamente nicht!
Sonst wird es wieder seltsam.

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Montagsgedanken #89

Kein Plan,
wieso alle den Montag hassen.
Dienstag ist genauso scheiße.

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Montagsgedanken #88

Egal, wie viele Persönlichkeiten du hast:
Montags will keine davon aufstehen!

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Sind dann mal weg…

Vornehmen kann ich mir ja mal, in den nächsten Wochen zu bloggen. Es gibt auch sicherlich viel zu erzählen, viel zu zeigen. Vielleicht genieße ich einfach nur, schalte ab. Glotze aufs Wasser. In die Gegend. Nehme ein Buch zur Hand. Oder mache, was Spaß macht. Und vielleicht melde ich mir hier mal über den Sommer. Denn jetzt: Koffer sind gepackt, gleich geht es los. Malaga, Gibraltar, Cadiz, Faro und die portugiesische Küste hinauf. Die Gezeiten und Strömungen werden für uns neu sein, ebenso die hohen Temperaturen. Wie werden unser Schiff schon schaukeln… Wir sind dann mal weg!

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Rettet die Medien?!

Die Überschrift ist nicht ganz korrekt, denn der Titel lautet: „Sind die Medien noch zu retten?“ Untertitel: „Das Handwerk der öffentlichen Kommunikation“ (Midas Verlag) Die Autoren dieses Sachbuches sind Thilo Baum und Franz Eckert, beides Journalisten, sie erklären uns, was in den unterschiedlichen Medien alles so schief läuft und wie es denn richtig sein müsste. Die Qualität der Medienberichte steht auf dem Prüfstand, durchaus kurzweilig, mit vielen Beispielen und Erklärungen und wie unsere Meinungen beeinflusst, gemacht werden, wird immer wieder aufgezeigt. „Wenn du keine Zeitung liest, bist du uninformiert, wenn du Zeitung liest, bist du falsch informiert.“ Mit diesem Zitat Mark Twains beginnt das Buch, es macht mich auch gleich neugierig, ebenso das Inhaltsverzeichnis. Was interessiert und was nicht, Tatsache oder Meinung, typische Journalistenschrullen, richtiger Umgang mit Zahlen und Statistiken, wenn der Leser nervt, gesunder Menschenverstand statt Realitätsferne und und und.Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, alles in einem Stück zu lesen, wie einen Roman. Nein, ich picke mir heraus, was mich gerade interessiert, und: Am Besten mit dem Stift in der Hand lesen! Kleine Zettel ins Buch legen, markieren, mit Farben arbeiten, juchuu, dieses Buch bietet sich an, mal wieder genauer zu lesen! „Ein Buch für Medienmacher und Medienbenutzer – und alle politisch Interessierten dazu. Denn guter Journalismus ist heute so wichtig wie kaum zuvor“ Das steht (unter anderem) auf dem Klappentext. Und jetzt höre ich auf zu schreiben – die Stelle über den „Bratwurstjournalismus“ muss ich jetzt noch mal lesen.

Ich danke BloggdeinBuch!

Produktinformation

  • Taschenbuch: 422 Seiten
  • Verlag: Midas Management (20. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3907100883
  • ISBN-13: 978-3907100882
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 2,7 x 21,1 cm
  • 17,90 Euro

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Montagsgedanken #87

Sind wir bald fertig?
Ist bald Wochenende?
Ist wenigstens bald Freitag?
Warum ist Montag?
Wie lange dauert der noch?
Ich muss mal!

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