Im alten Schlafzimmer waren an der Wand mehrere Meter Bücherbretter und staubten vor sich hin. Nun haben wir renovieren wollen, gleich Tapete und Parkett gekauft und dazu musste alles raus. Bett abgebaut, Schrank auseinandergenommen (vorher alte, aber kann ich noch mal anziehen Klamotten in den Altkleidercontainer gebracht) und die Regale abgebaut. Und die 3000 Bücher? Die Papiertonne war schnell voll, mein Auto mit großen Kisten voll, für den Container an der Schule und die „Guten“ zum Verschenken. Da war schon mal eine Seite bücherleer. Zum Glück fiel mir ein, dass in meinem Schrank im Arbeitszimmer sich erhaltene Pakete von diversen Versendern stapelten. Wirklich jeden Karton habe ich tetrisartig mit Büchern bestückt und diese in der Garage gestapelt. Sobald ich auf dem Nachhauseweg entdeckte, dass die Papiercontainer am Friedhof frisch geleert waren, lud ich mein Autolein voll und dann einen Container. Zweimal bin ich gefahren. Von den ganzen vielen alten Büchern, die meisten noch in Mark der DDR oder in Westmark bezahlt, behielt ich etwa 30, die inzwischen im „richtigen“ Bücherregal stehen. Das Zimmer ist inzwischen auch fertig.
Was ich die ersten fünfzig Jahre meines Leselebens nie konnte: Bücher wegschmeißen.
Es war so befreiend, sich zu trennen! Weg mit dem alten Kram!