Dramen auf See

Captain Ron: „The best way to find out, Kitty is to get her out on the ocean. If anything is going to happen, it’s going to happen out there.“

  • Die x-Yacht Brainstorm war mit der ARC January Richtung Karibik unterwegs. Das Ruder löste sich und sie mussten das Schiff aufgeben, da sie massiven Wassereinbruch hatten. Die Crew wurde abgeborgen. Inzwischen ist das Schiff in Las Palmas in der Werft zur Fehlersuche und Schuldzuweisung. Eine Bergungsfirma hat zuvor das Schiff im Atlantik geortet und 1400 sm abgeschleppt.
  • Eine andere ARC-Yacht treibt noch auf dem Atlantik, die Crew wurde von einem umgeleiteten Kreuzfahrtschiff abgeborgen, nachdem ein Segler vom Baum erschlagen wurde.
  • Unser Drama haben wir schon geschildert. Körperlich blieben wir zum Glück unversehrt.
  • Alleinsegler Frank musste drei Tage selbst steuern, da sein Autopilot kaputt gegangen ist. Wenn er schlafen musste, har er vorher die Segel herunter genommen und das Schiff treiben lassen. Sein Boot ließ er dann in Mindelo und segelte mit anderen in die Karibik, flog dann nach Deutschland und kam mit sehr vielen Ersatzteilen, auch für andere, wieder auf die Kapverden.
  • Die Liebe zwischen Franco und seiner Freundin war schlagartig erloschen. Nachdem er zwei Tage nicht auf dem Steg zu sehen war, brachte er schließlich große Müllsäcke mit ihrem Zeug von Bord. Sie ist wohl im Hotel. Ihre Katzen blieben auf dem Boot. Er wollte das Sorgerecht gar nicht. Von einem Kasseler Segelschiff gewann er einen Mitfahrer, mit dem er in die Karibik wollte.
  • Die Emma hatte kurz nach Abfahrt in die Karibik einen Getriebeschaden. Sie entschieden sich, weiter zu segeln und es in Martinique reparieren zu lassen.
  • Zurück zu Frank. Er nahm zwei junge Männer, die eine Passage suchten, mit an Bord. Er freute sich, da sie nach eigenen Angaben Köche waren und Kreuzfahrtschifferfahrungen hatten. Nach drei Tagen war er wieder da, allein. Die Jungs haben wohl nicht richtig aufgepasst, als Frank das Vorsegel gewechselt hat, und ein Tampen fiel ins Wasser und kam in die Schraube. Sie konnten zurück segeln, bis zu einem Ankerplatz im Windschatten von Santo Antao. Während Frank schlief, packte einer die Sachen, der andere schwamm an Land, besorgte ein Fischerboot und holte den anderen ab. Nun konnte Frank nicht einreisen, die Jungs waren wohl im Hostel, auch ohne offizielle Einreise. Sie wollten auf gar keinen Fall jemals wieder Frank treffen. Unser Segeltherapeut E. hat per WhattsApp vermittelt, sie sind zur Immigration, haben ihre Pässe dort abgegeben, dann konnte Frank dorthin und sie von der Crewliste streichen lassen und selbst einreisen. Wer weiß, wie es an Bord zugegangenen war?!
  • Jeden Tag kamen zumeist junge Leute über den Steg und suchten Kojen für eine Passage in die Karibik. Einmal kamen mehrere, von einem Kat am anderen Ende des Stegs. Sie sind von den Kanaren hierher gesegelt, als Kojencharter, und der Plan war, weiter in die Karibik zu fahren. Der Eigner war aber mit dem Navigator äußerst unzufrieden, weil der wohl den Katamaran durch Starkwind geleitet hat. Der Skipper, der den Kat mit 45 Grad Seitenwind aufs äußerste strapazierte, wollte nicht ohne Navigator, also sind sie beide gefeuert worden (beide Profis). Die Passagiere hingen nun in der Luft. Der Katamaran wird wohl im Mai auf einem Frachter nach Lissabon gebracht.

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