Diesen Satz hörte ich gestern das erste Mal 10 Uhr, das zweite Mal 16 Uhr. Dazwischen lagen wirklich unschöne Stunden. Nach dem ersten Mal:
Die ganze Woche habe ich während der Autofahrten Kommandos vor mich her geübt, und hat das den Prüfer gar nicht interessiert! Ausbilder H., den ich letzte Woche zur Verzweiflung ob meiner motorbootfahrerischen Fähigkeiten gebracht hatte, verwickelte den Prüfer in andauernde Gespräche, nebenbei fuhren wir die Manöver, peilten und zeigten Knoten vor. Keine Chance, hektisch oder gar panisch auf die Prüfungssituation zu reagieren, sogar das Wetter spielte mit, das heißt, in dieser halben Stunde regnete es nicht und der Wind pustete woanders rum. Wir fuhren zurück und warteten auf den Beginn unserer schriftlichen Prüfung, den ein Teil unserer Gruppe gerade beendet hatte. Palaver. Angestrengte Versuche, schnell aus dem Buch noch was zu lernen. Dann Prüfungsbeginn, mein Fragebogen: Nr.1 (von 15 möglichen). Aller Lieblingsbogen. Meiner nicht. 33 Fragen zu beantworten – und in meinem Kopf: Leere.
Ich beantwortete zunächst die Aufgaben, die ich sicher konnte, und war nach 10 Minuten fertig. Und dann schrieb ich die restliche Stunde nur noch Unsinn und verwechselte alles. Das einzige wirklich leichte war die Navigationsaufgabe, und das macht mich wirklich stutzig. 5 Minuten nach der Prüfung wusste ich schon, was ich alles falsch beantwortet habe. Dazu die Aufgaben, die ich nicht vollständig beantwortet habe – mir war klar, dass ich nicht mindestens 55 Punkte von möglichen 66 bekommen würde. Die nächsten Stunden verbrachten wir mit warten. Warten. Warten. Warten. 140 Leute, stehend in einem Flur, stundenlang wartend. Mir war klar, ich bin durchgefallen, das steckte die anderen ein bisschen mit an. Ich überlegte mir, dass es besser wäre, gleich richtig durchzufallen, anstatt erst noch in die Mündliche zu müssen und da auch nochmal nicht genug zu wissen. Aber nacheinander bekamen alle ihren Führerschein, einige wurden zur mündlichen Prüfung gerufen und ein paar wenige kamen ohne wieder heraus.
Nach Stunden wartete nur noch eine Handvoll Leute, dass sie endlich aufgerufen würden. Dann hörte ich endlich meinen Namen – zur mündlichen Prüfung! Ich taumelte hinein und verkündete, jetzt gar nichts mehr zu wissen. Der Prüfer antwortete, wenn Wissen vorhanden wäre, würden sie das schon rauskitzeln. Zum Glück war ich nicht in der Lage, daraufhin etwas zu erwidern. Ich musste Kärtchen ziehen und sollte von diesen 10 Fragen mindestens 7 vollständig beantworten. Dem netten Herrn Prüfer ist es doch wirklich gelungen, richtige Antworten zu bekommen! Als ich wieder draußen war, fiel mir auch auf, dass es der Prüfer von heute Morgen war. Nach nochmal warten bekam ich dann meinen SPORTBOOTFÜHRERSCHEIN SEE . Das Dumme daran ist, dass ich jetzt keine Ausrede habe, den nächsten Schein zu machen, und diese Prüfung ist in drei Wochen! Kneifen gilt nicht – aber warum tue ich mir das nochmal an?



Herzlichen Glückwunsch !!!!!!!!!!!!!
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Hochachtung und Glückwunsch!!!
Das Thema ist so fern ab jeder Notwendigkeit, das ich enorme Schwierigkeiten mit Motivation und verfügbarer Gehirnkapazität hätte!
Dann kann der Sommer ja kommen!
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Aber Steffi, was für eine Verweigerungshaltung!
Auf zu neuen Ufern!
Sehen, was man noch nie gesehen hat!
Probieren was man alles kann!
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Auch ich möchte mich in die Gratulantenschar mit einreihen.
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