Hamburgtrip

Da T. gestern eine Prüfung hatte, sind wir am Morgen mal eben nach Hamburg gefahren. Er setzte mich am Bahnhof ab (wo sonst!) und fuhr weiter zu seinem Prüfungsort. Und ich hatte Zeit, ein wenig durch Hamburg zu bummeln. Das passende Wetter dazu gab es natürlich auch.

Vom Regen in die Traufe

Vom Regen in die Traufe

Ich vergnügte mich drei Stunden im Museum für Kunst und Gewerbe, treppauf, treppab, Nordflügel, Ostflügel, Sonderausstellungen… Besonders die Roy Liechenstein-Ausstellung und die Romy Schneider Fotografien – Ausstellung waren sehr gut besucht, gegen Mittag wurde es ganz schön voll und ich bin geflüchtet. Ich suchte zu Fuß den Weg zum Hotel, immer an der Außenalster lang, kein Problem, nur doch ganz schön weit. Und ständig die Gefahr, von Joggern überrannt zu werden. Das Hotel war eine angenehme Überraschung, ein Jugendstil – Bau direkt am Wasser (d.h. eine Straße war schon noch dazwischen).

Hotel Alsterblick

Hotel Alsterblick

Und im Inneren sah es so aus:

Hoteleingang

Hoteleingang

Das Zimmer war in Ordnung, mit einem riesengroßen Bad. Es ging nach hinten raus und so störte uns der Straßenlärm nicht. Beim Frühstück hatten wir dann diesen Ausblick:

Außenalster

Außenalster

Am späten Nachmittag haben wir in einer Barkasse eine Hafenrundfahrt mitgemacht, das war sehr interessant. Der Kapitän kam regelrecht ins Schwärmen, als er uns erläuterte, was man alles in „sone“ Container packen kann, wenn man denn umzieht („das Auto, die Möbel, die Stereoanlage, die Schwiegermutter, die Oma, die Kinder…) Eine Frau am Nachbartisch bestellte sich einen „Phallisäer“ und bekam einen Kaffee (mit Alkohol), der Steward war leider nicht sehr kreativ.Wieder an Land sind wir durch die Stadt gebummelt und haben im „Block-House“ vorzüglich gespeist. „Mrs.Rumpsteak“ war für T. und ich bestellte mir Steak mit Scampis auf Spinat. Lecker, lecker! Nach dem Essen hatten wir auch wieder genug Energie für die Bahnhofsbuchhandlung, deren Bücher und Zeitschriften uns zuriefen: „Nehmt uns mit!“ Wir erbarmten uns. Zu Fuß sind wir dann ins Hotel und hatten so die richtige Bettschwere. Heute Morgen hatte T. dann noch seine mündliche Prüfung, derweil ich im Auto schon mal das erste Buch las. Auf dem Weg zur Autobahn lernten wir viele Straßen und etliche Stadtteile Hamburgs näher kennen. Schließlich kamen wir aber doch wieder zu Hause an, und ich musste erneut feststellen, das man während der Fahrt nicht sehr bequem schlafen kann. Und jetzt wollte ich eigentlich die nächsten Prüfungsaufgaben Navigation und Gezeiten durch“spielen“, aber der andere Teil meiner Lerngruppe hat eine dicke Backe. Zahnschmerzen? Gute Besserung! Da beschäftige ich mich eben mit meiner anderen Sonntags-Nachmittags-Lieblingstätigkeit: bügeln. Schließlich fährt unser Student heute Abend wieder los und will seine Wäsche wieder mitnehmen. Obwohl ihm egal ist, ob gebügelt oder nicht. Wo ist er überhaupt? Und wo ist mein Auto? Wann kommen die beiden wieder? Wie viele werden wir beim Abendessen sein? Wie kommt er zum Bahnhof? Spielen wir heute Abend Karten? Fragen über Fragen!

Dieser Beitrag wurde unter Familie, Reisen, Sammelsurium, Segeln abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Response to Hamburgtrip

  1. Avatar von Jutta Jutta sagt:

    „Phallisäer“das war das wort über das ich mich aufregen wollte, ihr Pharisäer ihr

    Like

Hinterlasse einen Kommentar