Letzter Ankertag

Wir liegen in einer weitläufigen Bucht vor Anker, den letzten Tag. Den ersten Ankertag waren wir auch hier, denn es sind nur etwa anderthalb Stunden bis zur Brücke, deren Öffnungszeiten zu beachten sind. Wie genießen den Tag. Die Hitze lässt sich mit der leichten Brise und dem ständigen Ums-Schiff-Schwimmen aushalten. (Auch) heute habe ich alle Spiele fast gewonnen. Im Großen und Ganzen tun wir – nichts! Herrlich! Morgen gleich früh starten wir dann die letzten 25 sm in die Marina. Dort haben wir dann jede Menge zu tun, denn Donnerstag früh wird unser Schiff wieder rausgekrant und auch unser Flieger geht am Nachmittag. Die nächsten zwei Wochen jagt ein Termin den anderen. Da ist es doch gut, zu baden, zu spielen, die Landschaft zu bewundern und das klare Wasser. War es unser letzter Sommer auf unserem Boot?

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Übersetzte Sprichwörter

  • Ist man sich emotional ausgesprochen wohl gesonnen, führt dies gelegentlich zu wechselseitig luziferischen Vertrauensseeligkeiten. ( Was sich liebt, das neckt sich)
  • Wer spürbar gerichtete Luftbewegungen ausbringt, wird diese in den Stärken 9 – 11 wieder entgegennehmen. ( Wer Wind säht wird Sturm ernten)
  • Ein der Anziehungskraft unterliegendes liquides Kontinuum bildet in Sedimenten und Magmatiten konkave Vertiefungen. (Steter Tropfen höhlt den Stein.)
  • Populanten von Domizilen mit fragiler, transparenter Außenstruktur sollten sich von der Transformation von gegen Deformierung resistenter Materie distanzieren. ( Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.)
  • Es empfiehlt sich, den Vollzug zweckgerichteter Handlungen nach Möglichkeit mit Verzicht auf eine 24-stündige Zeitversetzung durch zu führen. (Was Du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen.)
  • Sach- bzw. Zweckdienliche Hinweise sind im gehobenen Preissegment angesiedelt.(Guter Rat ist teuer.)
  • Ein der optischen Wahrnehmung unfähiges, gefiedertes, aber des Fliegens nicht mächtiges Haustier gelangt in den Besitz nicht näher definierter Sämereien. (Ein blindes Huhn findet auch ein Korn)

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Bei Stress wird gebetet, aber nur heimlich!

Gib mir die Kraft, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht akzeptieren kann
und einen Weg, die Körper derer verschwinden zu lassen,
die ich heute umbringen musste, weil sie mich nervten. (Dazu ein Buchempfehlung: Achtsam Morden)

Hilf mir aufzupassen, auf wessen Füße ich heute trete,
da sie eventuell zu dem Hintern gehören könnten,
in den ich möglicherweise morgen reinkriechen muss. (Kennt da jemand ein gutes Buch dazu? Vielleicht „Rattenkönig“)

Hilf mir, bei der Arbeit immer 100% zu geben…
12% am Montag
23% am Dienstag
40% am Mittwoch
20% am Donnerstag
5% am Freitag (Buchempfehlung: Die 1% Methode)

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August – Regeln

  • Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft.
  • Bläst im August der Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.
  • Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
  • Hundstage hell und klar deuten auf ein gutes Jahr, werden Regen sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten.
  • Hundstage heiß – Winter lange weiß.
  • Fängt der August mit Hitze an, bleibt auch lang die Schlittenbahn.
  • Stürmt es im August, gibt es weder Wein noch Most.
  • Wenn’s im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.
  • Ein Regen im August ist für den Wald Erquickungslust.
  • Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.

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Was war Freitag?

  1. Jetzt kann es von mir aus so weitergehen.
  2. Der Gedanke an ein Ende erscheint mir unmöglich.
  3. Es macht Spaß, vom Boot ins Wasser zu gehen.
  4. Ich weiß noch nicht, was mein Highlight in der zweiten Jahreshälfte wird.
  5. Ich frage mich, ob ich mal wieder richtig kreativ werde.
  6. Die Freunde in die Kantina einzuladen war es wert.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das neue Spiel, morgen habe ich geplant, ganz viel zu schwimmen und am Sonntag möchte ich den Hafen erkunden.
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Hafenerinnerungen

  • Obwohl nicht preiswert (61 Euro), war es eine Wohltat, vom Landliegeplatz wieder ins Wasser zu kommen – Kleopatra Marina
  • Ganz kurz lagen wir direkt am Kai in Astakos, der Anker hielt nicht, es war zu wenig Ankerkette draußen. Wir nahmen Wasser auf und ich entsorgte jede Menge Müll. Dann wollten wir in der Bucht ankern, es stand aber Wind und Welle hinein, also suchten wir uns ein geschützteres Plätzchen.
  • In der Mesolonghi – Marina haben wir zweimal gelegen, um den Kühlschrank reparieren zu lassen. Man liegt dort sehr geschützt, viele lassen ihr Boot da und fahren nach Hause. Busse nach Athen zum Flughafen. Waschmaschinen, Duschen, Autoverleih, Laden, Marineshop (wir bekamen eine neue Toilettenpumpe), jede Menge Lokale und Tavernen (39 Euro Liegeplatz); sehr heiß, Das sehr große Segelboot neben uns nervte durch Lichtstrahler und ständig laufende Klimaanlagen.
  • 5 Tage waren wir in der Marina Agia Pelago auf Keffalonia (205 Euro gesamt), als die Winde kamen, wurde es voll, Boote dicht an dicht, aber sehr nette Nachbarn. Der Skipper bekam nachts die Ratte mit, die über unser Deck lief, schloss alle Fenster und war ihr auf den Fersen. Sie suchte im Nachbarschiff Unterschlupf und versteckte sich dort. Am übernächsten Tag ging sie dort in eine eigens gekaufte Falle und wurde umgebracht.
  • Eine Nacht verbrachten wir am Steg in Sivota, für 50 Euro, Strom und Wasser inklusive, es war sehr voll. Nachtleben. Wildschwein am Müll direkt an der Promenade. Unheimlich nervige Stegnachbarn, betrunkene, laute Polen
  • Unser letzter Hafen wird wieder die Kleopatra Marina sein, Boot aufräumen, waschen, Koffer packen, Essen gehen. Dann wieder rauskranen und heimfliegen.
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Käse – Sahne – Torte

Ja, also meine Bekannte und ich, wir haben jetzt mal so Sado-Maso ausprobiert. Und da muss ich sagen, das hat uns also sehr gut gefallen. Sie hatte vorgeschlagen, mal was Neues auszuprobieren. Und da hab ich mich dann informiert, im Bekanntenkreis und in Bibliotheken, und bin da so auf Sado-Maso gestoßen. Das ist ja zur Zeit sehr beliebt.
Ja, also wir haben dann erstmal die Rollen ausgelost. Zahl war Herr oder Herrin und Kopf halt Sklave oder Sklavin. Also ich war dann erstmal Herr und sie Sklavin.
Da sagt sie, ich müsste sie jetzt erstmal quälen und demütigen.
Da hab ich gesagt, ja aber sie hätte mir doch nichts getan. Und ich fände sie doch eigentlich sehr nett. Da sagt sie, ja das hätte damit jetzt nichts zu tun. Sonst müssten wir halt die Rollen tauschen und dann würde sie mich quälen.
Da hab ich dann gesagt, nene, ist schon okay. Da hab ich ihr dann mal sone Wäscheklammer auf die Nase gesteckt und gesagt, so jetzt erstickst du aber. Da sagt sie, das wäre aber jetzt nicht sehr überzeugend. Da hab ich gesagt, na dann warte mal ab. Da hab ich ihr dann noch jeweils eine Wäscheklammer an jedes Ohrläppchen gemacht und gesagt, so das zwiebelt aber, was? Da sagt sie, nee das wär normal. Das würde sie von ihren Ohrclips kennen.

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Seemännische Weisheiten

  • Warum segeln Segler immer gegen den Wind? – Weil Rückenwind verdächtig ist.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Skipper und Gott? – Gott glaubt nicht, er sei Skipper.
  • Was ist Segeln? – Die teuerste Methode, um langsam nass zu werden.
  • Warum schauen Segler ständig in den Himmel? -Weil der Wetterbericht lügt.
  • Was ist der gefährlichste Ort im Hafen? – Direkt neben Zuschauern.
  • Warum fällt Technik immer bei Starkwind aus? – Weil sie Humor hat.
  • Was ist Rum? – Flüssiger Optimismus nach dem dritten Anlegeversuch.
  • Segeln ist wie unter der Dusche stehen und 100 Euro-Scheine zerreißen.
  • Segeln ist die teuerste Art unbequem zu reisen
  • Die besten Kapitäne stehen an Land!
  • Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben
  • Fliegt die Kotze bis zum Ohr, sind es mindestens 6 Beaufort
  • Warst Du auf dem Mittelmeer, hast Du keine Mittel mehr!
  • Geht die Sonne auf im Westen, solltest du den Kompass testen.

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Schöner Montag

Ein Montag kann so schön sein, wenn man frei hat!

Noch schöner, wenn man erst überlegen muss, welcher Wochentag ist!

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Ankertage

Was macht ihr eigentlich, wenn ihr den ganzen Tag irgendwo vor Anker liegt?

  • aufs Meer, auf die Berge, auf die Landschaft glotzen
  • ständiger Wechsel der Wellen, des Windes, der Temperaturen fast nicht, Licht und Stimmung ändern sich
  • baden: Morgenschwimmen bei ganz ruhigem Wasser, Runden ums Boot, hin und her, im ersten Moment kleine Erfrischung, immer mal wieder ins klare Wasser, ich kann schon Arschbombe mit Nase zu, neulich sogar nachts!, meistens ohne
  • spielen: Kaboo, Shithead, Würfeln
  • Lesen
  • Handy spielen
  • rumliegen, rumsitzen
  • geistige Getränke genießen
  • baden
  • Landgänge (mit dem Dinghi ans Ufer) und ein bisschen hin und hergehen, essen gehen
  • kochen: Gemüse, Nudeln, Reis, Bratkartoffeln, Eier in allen Formen
  • schlimm: dem Kühlschrank ist es auch zu warm, er arbeitet nur unter Landstrom gut
  • baden
  • abends oft ein Film an Deck, mit Kulisse und Mond
  • Der Tag ist schon rum?

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