Kran, kraner, am kransten

Bevor unser Krantermin nahte, beobachteten wir Seltsames, sozusagen aus der ersten Reihe. Den neuen, riesigen Kran hatten wir in der Marina ja schon gesehen, doch er musste wohl noch getestet werden!

Stunden später, wir wunderten uns schon nicht mehr, was für Schläuche dort rumhingen, waren diese mit Wasser gefüllt, sozusagen als Belastungsprobe. Allerhand behelmtes Personal stand stundenlang herum, ebenso Marineros und natürlich viele Beobachter des Szenarios. Ob sie morgen wohl fertig sind? Halb elf war unser Krantermin, doch dieser Riese musste erst mal wieder weggeparkt werden!

Nun, es hat alles geklappt, sogar eine Stunde früher wurde unser Schiffchen gekrant und sicher abgestellt. Bis zum Sommer!

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Dorisch? Ionisch?

Zugegebenermaßen habe ich schon in der Schule nicht wirklich verstanden, warum wie die Säulen hießen. Sie hießen ja nicht so. Man hat sie benannt, um irgendeine Art Ordnung herzustellen – doch wer man sein soll? Es gibt durch alle Zeiten immer mal Männer, die Merkmale erkannten. Nun gut, man kann ja alles nachlesen. Griechische und römische Kapitelle sind hier schön aufgereiht, in Korinth, neben dem Archäologiemuseum gleich neben dem Appollontempel. Sehenswert allemal, die alten Steine. Bin ehrfürchtig durch die Geschichte gelaufen. Muss das alles prächtig ausgesehen haben!

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Treppauf, treppab

Nach einem schönen Ausflug mit dem Auto und unseren Flussspaziergängen wollte ich noch einen Abstecher zum Kloster Agios Dimitrios machen, wir brauchten nur den Wegweisern zu folgen. Die Serpentinen nahmen kein Ende, es wird doch nicht da ganz oben auf dem anderen Berg sein? Da kommt doch kein Auto hin? Nun gut, hier ging es nicht weiter, hier stieg auch ein Pope aus einem anderen Fahrzeug aus. Beim Gottesdienst wollen wir die Nonnen nicht stören, gehen wir doch ein paar Treppen hinauf! Zum Glück gab es viele Blumen und Kräuter zu bestaunen, Ausblicke und interessante Felsen, so musste ich immer mal stehen bleiben und fotografieren, luftschnappend. Wir schafften es bis ganz oben zur Plattform Zalongo Kamarina mit grandioser Aussicht: aufs Hinterland, das Meer, den Ambrakischen Golf, auch die Inseln waren zu sehen. Wie schön! Treppab zählte ich konzentriert mit: 420 hohe Stufen! Meine Knie spürten es gut, am nächsten Tag mein ganzer Körper!

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Extrem schön

„Extrem schön hier!“ war der beliebteste Ausruf der ersten Segelwoche, mehrmals täglich geäußert. Ankerbucht, Kanalfahrt, Landschaft und Häuser im Vorbeifahren, nächste Ankerbucht, Schlendern durchs Städtchen, Nidri, Sivotha, Ithaka, Vonitsa, baden, segeln, motoren, spielen, essen, trinken – alles extrem schön! Schönster Sonnenschein, leuchtende Farben, herrliche Natur – extrem schön!

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Ein Ausflug

Unser Mitsegler saß im Bus nach Athen und wir wollten eine Ausflug mit dem Auto machen, da die Windvorhersage uns im Hafen festhielt. Nach Arta sollte es gehen, doch zunächst hielten wir gleich hinter Preveza an der Ausgrabung Nikopolis, einer römischen Stadt. Doch der Eintritt von 10 Euro schreckte uns ab, so umliefen wir das Areal auf wunderschönen Pfaden. Gelernt: ein Odeon war ein kleines Theater für Proben und Musik und das alte Nikopolis war riesig!

Die Fahrt nach Arta zog sich, wir stellten das Auto auf den ersten ausgeschilderten Parkplatz in der Nähe der alten Brücke, kostenlos. Diese Brücke ist ein sehr interessantes Bauwerk, wir fotografierten sie von allen Seiten und liefen mehrmals darüber. Richtung Innenstadt tranken wir dann einen ekligen Frappé, doch die Toilette wurde dringend gebraucht. In der Fußgängerzone war der Teufel los, so viele Menschen, dass das Durchkommen nahezu unmöglich war. Die Griechen feierten ihren Ostersamstag mir ausgiebigem Flanieren, sich treffen und Einkaufen. Kurz suchten wir Zuflucht in einer Kirche, doch bald schon bedeutete der Pope uns, er möchte zuschließen. Der riesige Leuchter und die mit Ikonen bemalten Wände gefielen uns sehr gut, es wirkte alles frisch renoviert. Zurück am Auto entschieden wir uns doch für ein Essen, wir lasen uns die Bewertungen durch und gingen noch einmal über die Brücke. Wir mussten draußen sitzen, da drinnen alles besetzt oder reserviert war. Wir aßen Pommes, fried squids und einen griechischen Salat, dazu große Bier, alles köstlich, für 45 Euro.

Auf dem Heimweg bogen wir in den Nationalpark ab, wir fuhren ewig, bis Petra und weiter- aber dann machten wir einen wunderbaren Spaziergang durch eine bezaubernde Landschaft, blühenden Pflanzen, tollen Ausblicken und bizarren Steinformationen. Ein weiterer Abstecher führte uns zu einer römischen Olivenpresse und der dazugehörigen Villa .Beides hinter den Zäunen gut zu sehen.

War es in Arta noch bedeckt, schien inzwischen die Sonne wieder wunderbar und wir machten noch einen Halt am Monolithi- Beach – hier waren doch einige baden und sonnten sich!

Abends schauten wir uns an Deck noch einen Film an.

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Seemannslatein

  • Die Gattin bemerkte bei der Verabschiedung am Bahnhof: „Gut, dass ich jetzt eine Woche nicht gleich morgens so vollgetextet werde!“ – „Dabei habe ich nur Guten Morgen gesagt!“
  • „Da drüben ist es so hell! Da geht bestimmt gleich der Mond auf!“ – „Da ist Westen!“ – „Erstaunlich, dass heut der Mond im Westen aufgeht!“
  • „Nachts sieht man keine Farben!“ – Und bei Vollmond?“ – „Nein!“ Er glaubt mir nicht und geht mitten in der Nacht nach draußen. „Stimmt, ich habe keine Farben gesehen! Aber ich habe etwas gerochen!“ – „Ja, weil du ja da nicht geschlafen hast! Nur, wenn wir schlafen, können wir nichts riechen!“ – „Und bei Vollmond?“
  • „Wie angelt Chuck Norris? Du, du, du – mitkommen!“
  • „Oh, er hat dich gelobt! Jetzt bekommst du bestimmt ein Passwort!“- „Er hat dich auch gelobt!“ – „Ich habe schon ein Passwort!“

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Noch einen, noch einen!

  • Schwärmt die naive Leni: „Mein neuer Freund ist super. Gleich am ersten Tag wollte er mich seinen Eltern vorstellen. Leider waren sie nicht zu Hause.
  • „Na, Herr Müller, haben Sie nach dem letzten großen Streit mit ihrem Nachbarn endlich das Kriegsbeil begraben?“ – „Nein, den Nachbarn!“
  • Fritzchen kommt nach der Schule nach Hause: „Du, Mutti, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die gute: Ich habe eine1 in Mathe bekommen! Und jetzt die schlechte; Es stimmt nicht.
  • „Essen Sie gern Wild?“ fragt der Ober. Antwortet der Gast: „Nein, lieber ruhig, unauffällig und gesittet!“
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drei statt zwei

Christian Morgenstern

Die beiden Esel

Ein finstrer Esel sprach einmal
zu seinem ehlichen Gemahl:

„Ich bin so dumm, du bist so dumm,
wir wollen sterben gehen, kumm!“

Doch wie es kommt so öfter eben:
Die beiden blieben fröhlich leben.

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Hinterteilwitze

  • Drei texanische Chirurgen unterhalten sich auf dem Golfplatz. Sagt der eine: „Ich bin der beste Chirurg von Texas! Ein Konzertpianist verlor 7 Finger bei einem Unfall. Ich hab sie wieder angenäht und morgen gibt er ein Privatkonzert bei der Queen.“ Sagt der zweite: „Das ist doch gar nichts! Ein junger Mann verlor bei einem Unfall beide Beine und beide Arme. Ich hab sie wieder angenäht und 2 Jahre später hat er die Goldmedaille bei den olympischen Spielen gewonnen.“ Sagt der dritte: „Ihr seid Amateure! Vor einigen Jahren ritt ein Cowboy bekifft und besoffen frontal in einen Zug. Alles was noch übrig blieb war der Arsch des Cowboys und die blonde Mähne des Pferdes. Ich hab ihn operiert und heute ist er Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.“
  • Eine Frau kommt ins Restaurant und sagt: „Bringen Sie mir eine Suppe, aber nicht zu heiß und nicht zu kalt, sondern genau in der Mitte!“ Als der Ober mit der Suppe zurückkommt, verlangt die Frau: „Bringen Sie mir ein Schnitzel, aber nicht zu dick und nicht zu dünn, sondern genau in der Mitte!“ Der Ober bringt das Schnitzel, da verlangt die Frau: „Bringen Sie mir einen Kaffee, aber nicht zu stark und nicht zu schwach, sondern genau in der Mitte!“ Sagt der Ober: „Wissen Sie was? Sie können mich mal am Arsch lecken, aber nicht zu weit links und nicht zu weit rechts, sondern genau in der Mitte!“
  • Sagt ein Einbeiniger zum Blinden: „Ich tret dir in den Arsch!“ „Das will ich sehen!“
  • Ein Mann bekommt vom Arzt Zäpfchen verschrieben, weiß aber nicht, was er damit machen muss. Da sagt seine Frau: „Musst du halt den Arzt anrufen und nachfragen.“ Der Mann ruft also den Arzt an: „Können Sie mir sagen, wie ich die Zäpfchen verwenden soll?“ Der Arzt antwortet: „Die sind für das Rektum.“ Die Frau fragt: „Was hat der Arzt gesagt?“ – „Er sagt, die Zäpfchen sind für das Rektum. Weißt du, was das heißt?“ – „Nein. Da musst du nochmal nachfragen.“ Der Mann ruft also nochmal den Arzt an: „Ich hab das nicht ganz verstanden: was soll ich mit den Zäpfchen machen?“ Der Arzt antwortet: „Naja, die sind für den Anus.“ Die Frau fragt wieder: „Was hat der Arzt gesagt?“ – „Er sagt, die Zäpfchen sind für den Anus. Weißt du, was das heißt?“ – „Nein. Dann musst du eben nochmal nachfragen.“ Der Mann ruft also zum dritten Mal beim Arzt an: „Entschuldigen Sie, ich hab das immer noch nicht verstanden. Was soll ich mit den Zäpfchen machen?“ Der Arzt antwortet ungeduldig: „Herrgott, stecken Sie sich die Dinger in den Arsch!“ Die Frau fragt wieder: „Und, was hat der Arzt gesagt?“ Der Mann antwortet: „Gar nichts hat er gesagt, aber er ist ganz schön sauer!“
  • Die neue Lehrerin unterrichtet in der ersten Klasse. Eines Tages bekommt sie einen Unterrichtsbesuch vom Direktor. Der Direktor setzt sich in die letzte Reihe neben Fritzchen. Die Lehrerin schreibt einen Satz an die Tafel und fragt: „Wer von euch kann diesen Satz vorlesen?“ Da dreht sich Fritzchen zum Direktor um und sagt: „Wenn du auch nicht lesen kannst, brauchst du auch nicht falsch vorzusagen!“
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Aus Wissenschaft und Forschung (1982)

In unserem letzten Beitrag über die verschiedensten menschlichen Körperteile behandelten wir den Kopf. Heute soll das Gegenstück im Mittelpunkt unserer Betrachtung stehen.

Der Sitz des Menschen ist es, was uns heute besonders interessiert. Sonderbar ist es, daß dieses Körperteil stets verschwiegen und hinten angesetzt wird. Sogar seinen ehrlichen Namen wagt man kaum auszusprechen, so daß man ihn auch den Unausgesprochenen nennt.

Trotzdem ist er dem Menschen sehr viel wert und teuer, daß man ihn auch den Allerwertesten nennt

Dieser Allerwerteste, den man ebensogut den großen Unbekannten nennen könnte, denn niemand kann sich rühmen, ihm jemals direkt ins Auge gesehen zu haben, ist der Gegenstand unseres heutigen Beitrages.

Er ist sehr empfindlicher Natur und über seine ständige Unterdrückung recht verstimmt. Er verfügt über seine eigene Sprache, von welcher weder ein Wörterbuch noch ein Lexikon existiert, so daß man die vielen Seufzer und sein Wehklagen nicht verstehen und verfolgen kann.

Er war schon bei Adam und Eva zugegen und hat den Sündenfall miterlebt und von dem verhängnisvollen Apfelbiß am nächsten Tag die unangenehmsten Folgen verspürt,

In der Jugend hat er noch allerhand Freiheiten und darf sich des Anblicks von Luft, Licht und Sonne sehr oft erfreuen. Aber mit fortscheitendem Alter wird ihm diese Freiheit immer mehr entzogen. So ist es kein Wunder, wenn er mit der Zeit blaß und vergrämt aussieht.

Trotzdem ist er doch von größter Wichtigkeit. Durch ihn wurde die Jugend erzogen, Könige sitzen auf dem Thron und Bettler auf der Schwelle. Er ist sehr intelligent, denn niemand kann behaupten, ihn jemals an der Nase herumgeführt zu haben.

Obwohl er sehr friedfertig ist, steht er in dem Ruf, oft Stänkerei anzufangen. Trotz der feinen Ausbildung seines Mundes ist er kein großer Redner. Auch als Sänger eignet er sich nur bedingt, weil er über einen zu kurzem Atem verfügt.

Dagegen kann man ihm ein musikalisches Talent nicht abstreiten. Er beherrscht die Tonarten von von Piano bis Fortissimo.

Er ist außerdem sehr klug und weise und hat fast alle Zeitungen und Zeitschriften abonniert. Auch Liebesbriefe werden ihm zur letzten Begutachtung vorgezeigt. Diese läßt er, mit einem Stempel versehen, in einen tiefen Abgrund versinken.

Es bleibt zu empfehlen, ihn in Zukunft besser zu behandeln, Sie werden dann einen dauerhaften Vorteol haben.

Dr. Knüller

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