Diese gesetzlose Zeit zwischen Weihnachten und Silvester…
Keiner weiß, was für ein Wochentag ist,
Uhrzeiten werden am Sonnenstand geschätzt
und Kekse gelten als echtes Essen.
Diese gesetzlose Zeit zwischen Weihnachten und Silvester…
Keiner weiß, was für ein Wochentag ist,
Uhrzeiten werden am Sonnenstand geschätzt
und Kekse gelten als echtes Essen.
Dieses Jahr bin ich endlich dahintergekommen, wie die Gezeiten wirklich funktionieren!
Erste Vermutung: Es hat mit einer Ampel zu tun.
Zeigt die Ampel rot darf man nicht fahren, klar, denn es ist nicht genügend Wasser da. Wo immer es hin ist. Sobald die Ampel auf grün schaltet, kommt das Wasser wieder. Dann darf man auch wieder aus dem Hafen raus. Oder hinein.
Zweite Vermutung: Es hängt von Schwimmern ab.
Zweimal am Tag geht Miss Floating schwimmen, egal bei welchen Temperaturen. Sie ist da eisern, ihre Gesundheit auch. Manchmal gehen ihre Enkel mit, gut verneoprent. Logisch, dass in dieser Zeit Flut ist.
Dritte Vermutung: Es hängt von der Seekarte ab.
Die Kringel auf der Seekarte bedeuten: Genau an dieser Stelle ist Flut, wenn man dort ist. Auch wenn seit Stunden und schon seit vielen Seemeilen das Meer spiegelglatt ist, sollte man sich den Overfalls nicht nicht nähern, wenn man nicht durchgeschüttelt werden möchte. Auf einmal kommt das Wasser über, man ist auch hinter dem Verdeck klitschnass. Nach einer Seemeile ist alles wieder ruhig. Klar, hier ist ein Flutberg. Deshalb der Kringel in der Karte. Ha.
Vierte Vermutung: Es gibt einen Stöpsel.
Endlich haben wir die entscheidende Stelle für die Gezeiten gefunden! In Brest, ganz im Westen der Bretagne. Aus gezeitentechnischer Sicht ausgezeichnet, der Nordatlantik kann durch diesen Stöpsel reguliert werden. Aus Vorsicht fotografierte ich von Land aus, ich befürchtete, in des Innere der Erde gesogen zu werden, und wer weiß, wo ich wieder ausgespuckt worden wäre. Durchmesser der Stöpselstelle: etwa 3 m, Entfernung vom Strand bei Ebbe: 15 m, bei Flut: 500 m. Hier entstehen also die Gezeiten!
Also ich weiß nicht…
Ich glaub‘, dass mit den Gefühlen ist nicht so meins.
Kann ich den Alkohol nochmal sehen?
Lieber Weihnachtsmann!
Ich wünsche mir dieses Jahr von dir ein dickes Bankkonto und eine schlanke Figur. Bitte bring die beiden Wünsche nicht wieder durcheinander wie letztes Jahr! Danke!
Klar bin ich peinlich!
Das gehört zu den Kernkompetenzen einer Lehrerin!
Die Nerven liegen blank, bei vielen. Gemotze, Gemeckere, Gejammere. Nichts klappt wirklich. Von wegen Besinnlichkeit. Mein Süßigkeitenbedarf steigt, die Bonbonschublade im Behelfs-Lehrertisch ist nun leer. Am Freitag, den 13. räumt der Hausmeister mit der H- Klasse meinen Kunstraum aus. Die Üblichen vermeiden die Anstrengung des Tische-Tragens und machen lieber Unsinn, einige sind recht fleißig. Kaum ist der Raum leer, steht ein LKW vorm Eingang, die neuen Möbel geladen. Ist denn heute schon Montag? Der Hausmeister ist sauer, ich freue mich. Schon nach 5 Monaten kommen die neuen Möbel! Ich freue mich nicht lange. Die Schränke sind nicht dabei, die kommen wirklich erst am Montag (sicher?). Die Hocker haben keine Rollen. Die Tische haben die falsche Farbe. Ich telefoniere mit den zuständigen Stellen, eine schiebt es auf die andere. Ich bin verwirrt, frustriert und traurig. Wer weiß, was dann für Schränke kommen, bestimmt auch 0815 und nicht, was ich bestellte. Aber das es in diesem Raum jetzt Hocker gibt, hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet, obwohl ich ja seit Monaten davon rede. „Im Kunstraum sind jetzt Höcker“ wundert sich ein sehr blickiger Zehner.
Nun, das Adventskonzert unseres Schulchores am Abend rettete meine Stimmung. Den Glühwein dazu trank ich jedoch lieber zu Hause.
Den Samstagvormittag verbrachte ich mich den üblichen Hausarbeiten, dann waren wir verabredet zur „Gänsewanderung“: durch Regen und Wind wanderten wir nach Bodenstein, durch den Wald. Die frische Luft tat so gut! Die Gänsekeule schmeckte, und nach dem Mahl spielten wir bis in den Morgen hinein diverse Spiele und hauten uns die Taschen voll.
Der Adventssonntag verlief daher sehr viel ruhiger, jedoch macht mir die Katze ständig den Platz auf dem Sofa streitig
Noch eine Woche Schule, dann sind erst mal Ferien. Wie freuen uns, dass die Kindlein kommen und auf unsere Familientraditionen. Da fällt mir ein, wir müssen die Getränkevorräte aufstocken. Der Countdown läuft.
Die 6 Schritte einer soliden Planung:
Als ich letzten Monat krank darniederlag und mich langweilte, schaute ich ein Filmchen nach dem anderen. Ich stellte fest, dass der ganze Hype um Marie Kondo und ihre Aufräummethoden an mir vorbei gegangen sind. Das ist mal wieder typisch. (Vor vielen, vielen Jahren schwärmte jemand von den Doofen, ich hörte die Lieder von denen erst 3 Jahre später). Jedenfalls fing ich an, (wiedermal) den Kleiderschrank auszumisten. Doch diesmal sortierte ich nicht nach der Kann-ich-bestimmt- nochmal-anziehen-Methode, sondern fragte mich, ob das Kleidungsstück Freude in mir entfacht. Nun ist der Kleiderschrank leer. Zumindest gibt es viel Platz. Doch meine Socken falte ich immer noch nicht zusammen, sondern ströpfele sie wie gewohnt, ihr wisst, was ich meine….
Um auch in den Regalen und Schränken Platz zu schaffen und weiter auszumisten, machten wir erst mal einen Ausflug zum schwedischen Möbelhaus, um mehr Kisten und Kasten zu besorgen. (Und Kerzen , wenn man schon mal da ist.)
Fast jeden Tag schaffe ich inzwischen ein Regalbrett, ein Schubfach oder gar einen Schrank. Das ist zwar nicht im Sinne der Konmari-Methode, da ich nicht nach Kategorien ausmiste, doch befriedigend ist es allemal, wenn nicht alles überquillt. (Allerdings ist der Dachboden davon ausgenommen, dahin wandert alles, was ich (noch) nicht wegschmeißen kann. Aber was ich alles gefunden habe!
Was macht ihr eigentlich mit euren Schallplatten? Eigenen Kinderbüchern? Elektrogeräten, die noch funktionieren? Überzähligen Geschirr? Bettwäsche? (Hier auf dem Dorf hat es keinen Zweck, alles auf die Straße zu stellen, es kommt einfach kein Student vorbei, der es mitnehmen würde!)
Als ich nach einer Woche normaler Erkältung nicht mehr sprechen konnte, ging ich doch mal zum Arzt. Da bekam ich gleich absolutes Sprechverbot und einen Krankenschein. Den Rest der Woche lag ich so rum, fühlte mich schlecht, alles tat weh und ich schrieb viele Zettel. Nach sieben Tagen hatte ich keine Lust mehr, krank zu sein, und ging wieder in die Schule. Ich schrieb viel an die Tafel. Mittags gab ich auf, sobald ich sprach, brannte mein Kehlkopf wie Feuer. Also noch eine Woche nicht sprechen, nicht arbeiten. So ging der November vorbei. Inzwischen kann ich wieder sprechen, auch laut, wenn es sein muss. Und es muss sein. Einige Kinder und auch Jugendliche scheinen während des Unterrichts große Probleme mit den Ohren zu haben. Sicher haben sie Hörverbot.
Klar kostet das Fitnessstudio Geld und ich sollte mich anmelden und hingehen.
Andererseits aber habe ich die Couch schon bezahlt.