Gut, die Überschrift ist irreführend, eigentlich sollte es „Ich als Kamel auf einem Dromedar“ heißen, oder, noch besser: „Als ich durch die Sahara dromedierte“. Klar hatten wir das „Kamelreiten in der Sahara zum Sonnenuntergang noch extra gebucht. Als es dann nach langen Buskilometern zu den Kamelen (eigentlich: Dromedaren) ging, bereute ich bitter. Es war auf Lanzarote rechts oder links von einem Dromedar in einem Korb schon sehr abenteuerlich, doch jetzt in der Sahara ging es hoch hinaus auf den Rücken! Steht so ein Tier auf, schaukelt man nach oben, ich klammerte mich verzweifelt fest am Griff des „Sattels“ (eine Art Decke und eine kleine Erhöhung). Das blieb die erste Stecke auch so: ich, total verkrampft und ängstlich, langsam schaukelnd durch den Sand, geführt vom einem langsam humpelnden Kameltreiber in Beduinentracht.(Die Bilder des verkrampften Kamels auf einem Dromedar zeige ich hier nicht!) Die anderen: lachend, scherzend, fotografierend, entspannt, genießend und kamelreitend als wärs ein Leichtes. Mitten in einer Sanddüne legten sich die Tiere auf Anweisung hin und wir stiegen ab, Sonnenuntergang beobachten, Saharasand befummeln, Fotografieren, Schuhe mit Sand vollladen. Stellt euch den wunderbarsten Strandsand vor, siebt ihn solange, bis nur noch Staub übrig ist und schüttet diesen zu Bergen auf – so ist der Sand in der Sahara!
Den zweiten Teil des wilden Schaukelns hoch oben konnte ich dann auch genießen, wenngleich ich mich immer noch mit den Beinen umklammernd und den Griff (jetzt einhändig!!!!) nicht loslassend mitfortbewegte. Was wohl das Kamel die ganze Zeit gedacht hat? Fazit: Am Reiten habe ich nicht wirklich Spaß.


