Entdeckung zum Denkmaltag

Die Umleitung führte uns über die Hainleite, mit Weitblick zum Brocken. Auf einem kleineren Höhenzug leuchteten uns zwei Türme an, also bogen wir in Münchenlohra kurzentschlossen ab und kamen genau recht zur Führung durch die Basilika „St. Gandolf“! Ich verstand zwar immer „Gandalf“, ließ mich jedoch aufklären und wir erfuhren Einiges zum Kloster (wie alle hier in der Gegend im „Bauernkrieg“ geplündert) und zum Bauwerk. So starb der Graf von Lohra auf dem selben Kreuzzug an einer Seuche, wie auch Ludwig (Gatte der Elisabeth) und unzählige weitere, so dass der Kreuzzug abgebrochen werden musste. Immer wieder erschreckend, dass, um die Gebeine „heimzubringen“, dieselben erst lange gekocht werden mussten, damit das Fleisch abfällt. Brr.

Zu St. Gangolf erfuhren wir, gibt es überlieferte Geschichten: Mit einem Stock eine Quelle sprudeln lassen, die Ehefrau mit dem Priester im Bett erwischt, sie laufen lassen, diese ermorden ihn etwas später, doch die Ehebrecher haben kein schönes Leben, sie muss freitags ständig furzen und den schändlichen Priester zerreißt es innerlich. Nun, in dieser Basilika ist er der Schutzheilige, und jetzt wissen wir auch, woher der Städtename Gangloffsömmern kommt.

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