15 Schiffsarbeiten im Winter

  1. Ohne Moos nix los, ist klar. Zuviel Moos auf dem gesamten Deck stört optisch. Soll ja kein Buschwerk werden, alles schon gesehen. Also schrubbe ich mit kleiner Bürste Teak und Plastik, mit verdünntem Sodawasser. Am supersicheren Liegeplatz am Steg bläst es  gewaltig, so dass ich nur einhändig arbeiten kann. Mit der anderen Hand muss ich mich festhalten.
  2. Der Skipper baut das neue Funkgerät ein. Das hat natürlich eine andere Größe als das alte, es muss also gesägt, geschliffen und gesaugt werden.
  3. Krantermin. Noch Stunden zuvor waren wir uns einig, bei zuviel Wind hat das keinen Zweck. Nun macht der Sturm eine kleine Pause und wir wollen zum Kran. Der Motor startet nur widerwillig, Batteriealarm, dann qualmt es mächtig im Motorraum. Schnell wieder aus, alles lüften. Lichtmaschine kaputt?
  4. Wie werden durch den Hafen zum Kran geschleppt, mit einem kleinen Motorboot der Marina, 10 Minuten später steht das Boot an Land. Noch am Kran hängend kärchert der Skipper das Unterwasserschiff ab. Die unfreiwillige Muschelzucht muss ab und auch der andere Bewuchs. Das dauert doch über eine Stunde.
  5. Bei Uship kaufen wir Antifouling, einen Farbroller brauchen wir auch, da unser von zu Hause geschicktes Paket mit wichtigen Utensilien nicht angekommen ist. Und auch die ganze Woche nicht ankommen wird. DHL ist blöd.
  6. Wir schlafen zwei Nächte im Hotel um die Ecke, da es hier mit dem Schiff an Land nicht so komfortabel ist, es gibt keine sanitären Anlagen. Also müssen wir hin und her, mit kleinem Gepäck. Und essen gehen statt kochen.
  7. BrestNautic wechselt schon früh um neun die Opferanode, dann wird das Getriebeöl noch gewechselt. Um den kaputten Motor können sie sich im März kümmern, versprechen sie. Der Skipper klebt derweil den Rumpf ab, die Wasserkante.
  8. Der Skipper streicht das Antifouling, ich schleife den Propeller ab und antifoule da.
  9. Zwischendurch gehe ich in die kleine Bucht, dort ist jetzt Niedrigwasser und Strand, ich sammle ein paar große Muscheln. Dann gehe ich in Gummistiefeln und mit Müllsäcken noch einmal hinunter uns sammle Müll ein und entsorge ihn.
  10. Wir  waschen gründlich den Rumpf ab und versuchen, alle Verunreinigungen, schwarze Striemen und diverse unschöne Stellen zu beseitigen. Damit sind wir Stunden beschäftigt.
  11. Einen Tag früher können wir wieder ins Wasser, wieder müssen wir geschleppt werden. Ich fotografiere von Land, dann muss ich mich sputen, um die Leinen am Steg zu empfangen.
  12. Der Skipper baut eine neue Gasdruckfeder in den Rodkicker ein.
  13. Wir räumen ein wenig auf, den Navitisch, die Schapps, jetzt kann ich auch wieder aufwaschen.
  14. Ich befestige die mitgebrachten Klemmen an der Wand, ein neues Gewürzregal.
  15. Finales Aufräumen und packen, schon geht es wieder nach Hause. Das wir nicht segeln konnten, war uns schon vorher klar. Weil wir Weicheier sind und bei Windstärke 7 nicht rauswollen. Die Brester selbst gehen bei jedem Wetter joggen, auch im Wasser, kiten, surfen, und selbst die kleinen Kinder sind mit Paddelbooten unterwegs.

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