Jetzt fahr’n sie über’n See

 Alle acht Bootchen sind auf dem Wasser und versuchen sich im Hin-und Herfahren. Normalerweise fahren Kinder in diesen Optimisten, doch beim Sommerfest zum Spaß und als Methusalem- Regatta dürfen auch mal die Erwachsenen, einzige Bedingung: Man muss über vierzig sein. Der Kurs ist in Gelb abgesteckt, es gibt Wind und alle drängeln sich vor der Startlinie. Als das Startsignal ertönt, schaffen es auch drei Boote, zeitnah Geschwindigkeit aufzunehmen und zur ersten Wendemarke zu fahren. Rum um die Boje und auf zur nächsten! Der Gatte ist ganz vorne, wird aber von einer schnellen Dame überholt, die ganz windschnittig im Boot hockt. Doch durch bessere Taktik und Einsatz des Schwertes, mal hoch, dann wieder runter, zieht er wieder davon. Es bleibt spannend, denn sie schafft es wieder, vorbeizusegeln. Doch der bessere Kurs, ohne unnötige Wenden, bringt ihn wieder nach vorn, jetzt noch über die Ziellinie! Wieso ist denn hier ein Windloch? Die Dame holt wieder auf sie ist nur noch zwei Bootslängen zurück. „Das Schwert runter!“ rufe ich vom Steg aus, und siehe da, jetzt geht es ab, durch die Ziellinie, es wird getrötet und Sieg, Sieg! Der Gatte siegt! Herzlichen Glückwunsch! Der Pokal ist unser, und es gibt sogar einen Preis, ein Buch über Sicherheit auf See. Dieses wird dann gleich aus der Folie gepult, da der Vereinsvorsitzende, der den Preis ja gestiftet und überreicht hat, es sich unbedingt angucken wollte. Den restlichen Nachmittag wird getrunken, gegessen und geklönt und fleißig Seglerlatein gesprochen. (Hier geht’s zum Bericht von der 2015er Regatta)

Währenddessen zu Hause: KleinF und Rakäthe haben das Zelt aufgebaut, um mit dem kleinen Neffen zu zelten. Der ist ganz begeistert, denn auch Dämme wurden gebaut, das Lagerfeuer brennt und die Marshmallos auch. Kurz vor der geplanten Nachtwanderung kommt ein ordentlicher Guss vom Himmel. Erstaunlich schnell ist Ruhe draußen, alles schläft. Früh um sieben möchte der Siebenjährige rein und zieht an der Glocke. Er möchte wissen, wo denn Rakäthe ist, und es stellt sich heraus, dass sie im Bett schläft! Ha! Schuld daran sei aber KleinF, da er in der Nacht die Katze ins Zelt ließ. Dabei lag kleine Katze ganz kuschelig zwischen Über- und Innenzelt, mit auf seiner Matratze, und schnurrte vor Wonne. Nun, so hatte dann KleinF das Zelt für sich, die anderen beiden schlummerten im Bett. Da geht wenigstens nicht die Luft raus. Detail am Rande: Ein Kind kann drei paar Schuhe fallen lassen und liegen lassen, dass hatten wir schon fast vergessen!  

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