Bis zum Start fand ich es keine gute Idee, seit Monaten angemeldet zu sein: Regen, kalt, windig, müde, Pipi. Außerdem war ich wieder untertrainiert und und immer noch übergewichtig. Doch die 10 Kilometerchen würde ich doch wohl schaffen… Es ging lief sich auch gut, schließlich gibt es in Halle nicht sooo die Berge. Die Halbmarathonis (die 3 Männer unter uns) und wir zwei „Stadtwerkeläuferinnen“ starteten zusammen, doch schon auf der Hochstraße zog sich das Feld auseinander. Es sah beeindruckend aus, so viele Läufer und Läuferinnen, Straßenbreite und Straßenlänge dicht an dicht. Zwischendurch hörte es auch mal auf mit Regnen, ich war trotzdem froh, meine Jacke angelassen zu haben, da ging wenigstens kein Wind durch. Zwischendurch habe ich mich immer mal rumgedreht, um die Farben auf den Startnummern der anderen zu checken, ich war wirklich in Sorge, den Abzweig verpasst zu haben und die lange Strecke zu laufen. Bei Kilometer sieben konnten wir dann abbiegen, da hatte ich schon gefühlte 13 hinter mir. Die Trommler, Kapellen und die Anfeuerungsrufe und klatschenden Hände haben wirklich geholfen! Nochmal die vertrackte Hochstraße, wieso ist die denn auf einmal so steil? Na, wenigstens Rückenwind. Ein 75 jähriger überholte mich, sich mit seiner jungen Begleiterin unterhaltend. Die ersten Halbmarathonis schwebten vorbei (oder gar die Marathonläufer). Dann, endlich, der Abzweig in die Stadt, nur noch zwei Kurven, Kopfsteinpflaster und endlich das Ziel! Ein dicker Kräpfel und Cola brachten meine Lebensgeister zurück und ich ging den anderen entgegen, um sie noch ein wenig anzufeuern. So mobilisierten meine beiden Männer nochmal alle ihre Kräfte und spurteten ins Ziel. Ich kam da nicht mehr mit und trottete hinterher. Alle gut angekommen,alle zufrieden mit ihrer Zeit! Gut, dass wir mitgelaufen sind! Mein Ergebnis für die 10 Kilometer: 1:07:59, 233. Gesamtplatz Frauen, 32. Platz in Altersklasse W 45. Nicht soo schlecht. jetzt noch ein Siegerfoto:
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Herzlichen Glückwunsch, von wegen untertrainiert!
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Danke!
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