Ein Kleinkind ins Bett bringen

Zunächst bekamen wir von den Eltern eine Einweisung in die Rituale, dann fuhren sie zum Essen und wir durften das Lockenköpfchen hüten. Schon beim Abendbrot musste sich das Enkelchen immer mal zurücklehnen , doch er wollte auch noch ein zweites Brot. Das Zähneputzen war sicherlich zu kurz, es machte ihm mehr Spaß, die Zahnbürste in den Rachen zu schieben(ganz wie der Papa es sagte). Waschen, windeln, Schlafanzug, dann legten wir uns zusammen hin. Kurz fragte er nach MamaPapa, gab sich dann aber mit uns Großeltern zufrieden. Schon nach drei Buchseiten und drei Schlummerottermelodien konnten wir ihn in sein Bettchen heben. Wir schauten Fußball und lauschten dem Babyfon. nach etwa drei Stunden schreckte er hoch und weinte, wir sprinteten hoch. Er hatte fürchterlichen Durst, nach einer kleinen Kuschelrunde schlief er wieder ein. Ich konnte mich kaum loslösen vom süßen Anblick. Inzwischen waren die Eltern auch wieder von ihrem Ausflug zurück.

So eine Freude, ein Kleinkind zu Bett zu bringen! Und eine Freude, am nächsten Morgen kurz vor der Abreise noch mal zu kuscheln! Der Abschied fiel mir wirklich schwer!

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