Anzug, schwarz oder zumindest dunkel, elegante Schuhe, Namensschild, wichtiger Gesichtsausdruck, Trolley, irgendwelche Papiere oder elektronische Gerätschaften in der Hand und den kessen Spruch auf den Lippen: „Ich hab‘ keine Stimme mehr.“ – klar, hierbei handelt es sich um Aussteller, Verlagsangehörige, Händler oder schlicht Angestellte der Verlage. Zum Arbeiten auf der Buchmesse. Teilweise auch für die Leser/Besucher.
Bequeme Schuhe, Schlabberlook, diverse Tragetaschen umgehängt, suchender Blick und sich durch die Menge drängelnd – der Besucher. Leser. Sucher. Masochist. Prominentenjäger. Fotografierer. Katalogmitnehmer. Büchernarr. Mitgenommener. Mitnehmender.
Bisher konnte man die Leute auf der Buchmesse so einteilen. Gestern kam ich aber mit meinen Klischees nicht weiter. Es tauchten überall durchaus interessante Personen auf, die ich wirklich nicht einordnen konnte.
Da werde ich mir doch nächstes Jahr genauer überlegen, was ich anziehe. Es muss etwas sein, in dem man in den Hallen nicht schwitzt und außerhalb der Hallen nicht friert. Vielleicht dieses…



