Wie aus dem Geschichtslehrbuch mutet die Stadt Stolberg an: unten, dichtgedrängt im engen Tal, die Bürgerhäuser, reichgeschmückt, und die Handwerker. Auf der Höhe die Kirche, fast in den Berg gebaut, steile Treppen führen hinauf. Aber darüber noch das Residenzschloss, die Feudalherren. Übersicht über die Ländereien.
Die Anlage des Schlosses sieht von unten sehr mächtig aus, aus der Nähe besichtigt sieht sie genauso aus, wie hunderte andere FDGB-Ferienheime jetzt so aussehen. Vor der Bodenreform Schloss der Familie, dann Ferienheim mit tausenden Urlaubern, dann Treuhand- Verscherbelung an privaten „Investor“, weiterer Verfall und 2002 Übernahme durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Ein Glücksfall, auch die GlücksSpirale gab Geld. Notsicherungen, Bauuntersuchungen und erste Restaurierungen. Vom Feinsten! Öffentlich zugänglich und genutzt werden zwei Etagen des Südflügels. Wirklich sehenswert!
Übrigens finden freitags 20.00 Uhr Führungen statt, ich glaube, es ist sehr interessant, etwas über die Gebäude, Zimmer, die Geschichte und die Familie zu hören. Aktuell gibt es eine Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und ihre Projekte in Deutschland. Auferstanden aus Ruinen fällt mir da nur ein.
Am allerbesten hat uns die „Begrüßung“ durch ein Wandbild, gleich wenn man die Treppe hochkommt, gefallen!
Und da wir bei Thema sind: die Toiletten im restaurierten alten Gemäuer sind ultra-topp-modern, mit Milchglasscheiben, verschieferten Waschtischen und selbstschließenden Klodeckeln.





