Die Zehntklässler zeigten sich sehr interessiert an allen Informationen in der Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt. Was die Stasi machte, wer inhaftiert wurde, wie die Haftbedingungen waren was dies und jenes war, sie hatten jede Menge Fragen. Natürlich wollte ich am nächsten Tag wissen, was für sie am beeindruckendsten war und welche Informationen für sie selbst wichtig. Hier ein Teil ihrer Eindrücke:
- „Einmal pro Woche war Waschtag“ (er meinte Duschtag)
- „Es gab bestimmte Liegepositionen beim Schlafen“
- „30 Minuten pro Tag Hofzeit“
- „Es gab oft Tierinnereien zu essen“
- „Die SED hat alles bestimmt. War man kein Pionier war es sehr schwer seinen Wunschberuf zu erlernen“
- „Stasigefangene durften am Tag nicht im Bett oder auf dem Boden sitzen“
- „Gefängnis wurde von 5 Regierungen verwendet.“
- „Viele Akten gerettet von DDR-Bürgern“
- „Ich fand das Isolierzimmer am besondersten, es hat mich ziemlich erschrocken das es mir sofort nicht gut ging“
- „Es ist für mich fraglich, wie Menschen es dort ausgehalten haben.“
- „Ich fands gut, dass wir auch alles genau betrachten durften und auch mal in die Isolierzelle gehen durften.“
- „Die Zellen waren viel zu klein für 6 Personen. Ich kann froh sein, dass ich immer warmes Wasser habe und allein duschen kann.“
- „Ich werde dort auf jeden Fall nochmal mit meinen Eltern hingehen.“
- „Es war spannend und erschreckend zu sehen was dort war“
- „Ich fand den Tag sehr interessant, es hat mich definitiv weiter gebracht, da ich mir vorher das alles nicht so genau vorstellen konnte;“
- „Der Tag hat mir auf jeden Fall was gebracht, er hat mir gezeigt, wie schlimm die Stasi war.“