Was war das denn #2

DKS

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Eine Antwort zu DKS

  1. Monika Becker schreibt:

    Es war einmal eine Kittelschürze!!!! So heißt das Dingens…
    Das unverzichtbare Gesellschaftsstück meiner Mutter und Großmutter. Ohne dieses meist geblümte Schürzenkleid ging gar nichts! Wochentags oder feiertags, ob die Sonne schien, das Haus geputzt wurde, die Gartenarbeit anstand oder die Straße gefegt wurde – die Schürze war nicht wegzudenken, sie gehörte ins Leben einer „ordentlichen“ Frau, sie war Leben, sie lebte …und hängt selbst heute immer noch in meinem Kleiderschrank. Nicht immer arbeitslos!
    Ich kenne dieses bunte, kultige Stück aus Dederon, das manche Frauen sogar im 3-Lagenlook vielschichtig getragen haben!!! Wie das geht? Ganz einfach: Die neueste Kittelschürze wurde gleich über die Oberbekleidung getragen, darüber die etwas ältere für die normale und tägliche Hausarbeit. Und wenn ’s mal etwas staubiger und schmutziger wurde, zog frau als 3.Schicht die ganz olle und vielleicht schon mehrfach gestopfte Kittelschürze noch drüber. Also alles im Zwiebelschälsystem! Wer nun fragt, welche Funktion die unterste, die allererste hatte, dem sei es verraten- das war der tägliche Begleiter, das sogenannte Hauskleid, um die Alltagsbekleidung vor allerlei Fusseln, Staubkörnchen und Flecken zu schützen. Wenigstens einmal im Jahr wünschte sich die saubere Hausfrau eine neue Kittelschürze, und falls ihr der Wunsch nicht selbst einfiel, halfen Mutter, Oma oder Schwiegerleut‘ dem stillen „Begehren“ zu Weihnachten oder Geburtstag gern nach.
    Ich bin zwar mit der Kittelschürze groß geworden, mir war sie aber immer zuwider. Vielleicht lag das auch mit an den Worten meiner Schwiegermutter, die dem guten Stück den Stempel „ordentliche Hausfrau“ aufdrückte.
    Die Jahre vergingen und die Kittelschürze dort auf dem Bügel im Kleiderschrank ist nun beim Plätzchen-und Kuchenbacken wieder mit dabei. Einfach deshalb, weil sie einen praktischen Schutz bietet, weil sich die Flecken aus dem Dederon leichter entfernen lassen als aus dem T-Shirt und weil es keinen mehr gibt, der sie mir heut aufzwängt. Und weil meine unkapttbar ist, lebt sie noch heute…

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